Mit der Natur zu neuen Erfolgen

 - Schon der Titel des aktuellen Landesentwicklungsplanes zeigt den Stellenwert, den die Natur und deren Schutz im Burgenland einnimmt. Mehr als 30 Prozent der Landesfläche sind naturgeschützt, ein grenzüberschreitender Nationalpark, sechs Naturparke sind neben weiteren Maßnahmen im Bereich des Naturschutzes Zeugen von Burgenlands Bemühungen in diesem Bereich.

Die Betreuung geschützter Gebiete ist ein wesentlicher Bestandteil in der Naturschutzarbeit des Landes. Um den ökologischen Wert der Schutzgebiete langfristig zu erhalten, und soweit erforderlich, verbessern zu können, ist eine professionelle Schutzgebietsbetreuung vor Ort wichtig. Nur durch gezielte Bewirtschaftungsformen und Pflegemaßnahmen wie Beweidungen oder die Einhaltung von Mähterminen könne die Flora und Fauna des Landes aufrechterhalten werden. Aktuell werden im Burgenland mehr als 2.500 landwirtschaftliche Betriebe betreut. Dafür werden jährlich rund 6 Millionen Euro an Förderungen aus Mitteln des Landes-, Bundes- und EU ausbezahlt.

Naturakademie Burgenland - Bindeglied zwischen Menschen und Organisationen mit Interesse für die Natur

Die Naturakademie Burgenland versteht sich als Plattform aller naturrelevanten Organisationen und Initiativen des Burgenlandes, um durch gemeinsame Aktivitäten und spezielle Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen eine größere Verbreitung von naturschutzspezifischen Themen zu erreichen. Das Regionalmanagement Burgenland dient dabei als Projektträger und erarbeitet mit allen Partnerorganisationen ein gemeinsames Bildungsprogramm für die Bevölkerung. Alle Informationen sowie das aktuelle, bunte Herbstprogramm sind auf der Webseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.naturakademie-burgenland.at zu finden. mehr dazu

Grenzüberschreitendes Bildungsnetzwerk für einzigartigen Naturraum

Landesrätin Mag.a Eisenkopf will mit INTERREG-Projekt "Nature Education Network" das Bewusstsein für die Region rund um den Nationalpark Neusiedlersee - Seewinkel auf verschiedensten Ebenen schärfen - Öffnet externen Link in neuem Fenstermehr dazu

Förderung für Burgenlands heimliches Wappentier

Land unterstützt Erhaltung der Storchennester - Störche gehören zum Burgenland wie der Wein und sind längst zum heimlichen Wappentier des Landes geworden. Und sie lassen sich in immer mehr burgenländischen Gemeinden nieder – ein passendes Nest und ausreichend Nahrungsflächen vorausgesetzt. Um den Bestand der Zugvögel im Burgenland nicht zuletzt als touristisches Aushängeschild auch für die Zukunft zu sichern, unterstützt das Land ab sofort den Bau von Storchennestern, verkündete Naturschutzlandesrätin Astrid Eisenkopf - mehr dazu - Förderinformationen
BirdLife - Storchenbroschüre

30 Jahre „Grünes Band Europa“

„Das Grüne Band ist eine grenzüberschreitende Erfolgsgeschichte“ - Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Initiative „Grünes Band Europa“ trafen sich am Montag, 19. August 2019, Akteure und Politiker aus verschiedenen Ländern zu einer Festveranstaltung im Nationalpark Neusiedlersee – Seewinkel. Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus DIin Maria Patek, MBA, Landwirtschaftsminister Dr. István Nagy aus Ungarn und auch Landtagspräsidentin Verena Dunst betonten in ihren Ausführungen die Wichtigkeit und Einzigartigkeit des Lebensraumverbunds entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs. mehr dazu

Erfolgreicher Abschluss Projekt „Naturschutzberatung für bgld. Gemeinden“

Was hat die alltägliche Arbeit in Gemeinden mit Naturschutz zu tun?
Im Rahmen des landesweiten ELER - Projekts „Naturschutzfachliche Beratung für Gemeinden“ hat der Naturschutzbund Burgenland Anregungen gegeben, wie die 171 Gemeinden mehr für die Natur tun und dabei gleichzeitig Kosten sparen können. Die Initiative hat dazu beigetragen, den wertvollen Schatz der Natur auch für unsere Kinder und Enkelkinder zu erhalten und vor allem auch den Menschen näher zu bringen. Leitet Herunterladen der Datei einmehr dazu

Mit „Arten-Checken“ in Gemeinden informieren und Lust auf Artenschutz machen

Mit dem Projekt „Arten-Checken“, das Naturschutzlandesrätin Astrid Eisenkopf gemeinsam mit Wolfgang Suske vom Verein thema:natur, Renate Hombauer, der Geschäftsführerin des Naturparks Rosalia-Kogelberg  und Johann Lotter, dem Bürgermeister der Naturparkgemeinde Schattendorf im Naturparkbüro in der Schuhmühle Schattendorf vorstellte, soll schützenswerten Arten ein Gesicht gegeben werden. mehr dazu

"Natur und Umwelt im Pannonischen Raum"

Sommerausgabe 2019 hier online!

Die Zeitschrift transportiert die Inhalte des Natur- und Umweltschutzes im Pannonischen Raum und dient als Sprachrohr sowie Koordinations- und Informations-Drehscheibe aller mit Natur und Umweltschutz befassten burgenländischen Institutionen.
Das gemeinsame Ziel ist die Gewährleistung einer verstärkten Zusammenarbeit und mehr Effizienz in der Arbeit für den Natur- und Umweltschutz.

„Natur & Umwelt im Pannonischen Raum” ist das offizielle Mitgliedermagazin des Naturschutzbundes Burgenland.

Naturschutzgesetz wird novelliert: weniger Bürokratie, einfachere Verfahren, mehr Service

Deregulierung und Verfahrenskonzentration als Kernelemente der Novelle - Nach dem Bau- und dem Sozialhilfegesetz soll auch das Burgenländische Naturschutz- und Landschaftspflegegesetz novelliert werden. Unter dem Motto „kurze Wege, rasche Entscheidungen“ sollen das Gesetz entbürokratisiert und Naturschutzverfahren verkürzt und vereinfacht werden. mehr dazu

25 Jahre Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel / Fertö-Hanság

Am 24. April 1994, wurde der Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel / Fertö-Hansag mit einer Feier an der österreichisch-ungarischen Staatsgrenze offiziell eröffnet. Im Rahmen eines Festes wurde das Jubiläum im Umweltbildungszentrum von Fertöujlak (Mexikopuszta) im Beisein von Natur- und Umweltschutzlandesräten Mag.a Astrid Eisenkopf, Minister Nagy István, DI Maria Patek, MBA, Leiterin der Sektion III - Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit im BMNT, und den Nationalpark Direktoren Johannes Ehrenfeldner (Burgenland) und Kulcsárné Roth Matthaea (Ungarn) begangen. mehr dazu

Pannonian Bird Experience 2019

10-jähriges Jubiläum mit speziellem Programm und Messe - Seit zehn Jahren ist die Pannonian Bird Experience in Illmitz für Hobby-Ornithologen, Vogelschützer und Naturfotografen ein Fixpunkt. Grund dafür ist, dass kein anderer Ort in Mitteleuropa als der Nationalpark „Neusiedler See – Seewinkel“ die Möglichkeit bietet, die Vogelwelt in einer solchen Artenvielfalt zu beobachten. mehr dazu

 

 


Alternative Unkrautvernichtung ohne Glyphosat

Alternative Unkrautbekämpfung

Glyphosat ist seit vielen Jahren in einer Reihe von weltweit zugelassenen Unkrautbekämpfungsmitteln, wie zum Beispiel im Mittel „Round up“, als Wirkstoff enthalten. Der Stoff wirkt als Totalherbizid, das heißt, er vernichtet alle grüne Pflanzen. Wo Glyphosat gespritzt wird, wächst keine Pflanze mehr – außer sie ist resistent. Der Einsatz von glyphosatbasierten Herbiziden ist in den letzten Jahren massiv angestiegen. 400 Tonnen Glyphosat werden jährlich österreichweit aufgebracht, die Spritzmittel sind in jedem Garten- oder Baumarkt frei erhältlich.
Das meist eingesetzte Pflanzengift der Welt tötet jede Pflanze, die nicht gentechnisch so verändert wurde, dass sie den Herbizideinsatz überlebt. Viele Studien bringen die Verwendung von Glyphosat mit negativen gesundheitlichen Folgen in Verbindung. Bei vielen der negativen gesundheitlichen Auswirkungen handelt es sich um chronische oder langfristige Erkrankungen.  Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft.

Mit der Landesauszeichnung „Ökologische Gemeinde“ für den Verzicht auf den Einsatz von glyphosathaltigen Pestiziden unterstützt Umweltlandesrätin Astrid Eisenkopf Gemeinden, die freiwillig glyphosatfrei werden wollen. Viele Gemeinden haben auf das Herbizid verzichtet und suchen nach brauchbaren Alternativen zu der bequemen und einfachen Art der Unkrautvernichtung. Ein Verzicht auf die bequeme und billige Unkrautbekämpfung mit dem Herbizid stellt die Gemeinden vor neue Herausforderungen. Unkrautjäten in Handarbeit ist oftmals zu teuer und zeitaufwändig, daher haben sich die Gemeinden nach brauchbaren Lösungen umgesehen.  Gemeinsam mit Umweltanwalt Dr. Michel Graf hat Landesrätin Astrid Eisenkopf eine Informationsveranstaltung für Gemeindeverantwortliche am 9. Mai 2018 in Neufeld am See organisiert.

Umweltanwalt Dr. Michael Graf hat über wichtige Aspekte bei der Auswahl und der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln gesprochen. DI Gerhard Schlögl vom Naturschutzbund Burgenland informierte über naturnahe Pflege von öffentlichen Grünräumen.

Der erste Weg: alternativ Bepflanzen
„Gemeinden sollten vermehrt auf alternative Bepflanzung setzen. Naturnahe Grünflächen oder Wildblumenwiesen sind beispielsweise nicht nur einfacher in der Pflege, sondern bieten auch zahlreichen Insekten einen wertvollen Lebensraum“, Umweltanwalt Dr. Michael Graf.

Naturnahe Blühflächen mit heimischen Stauden geben vom Frühling bis Herbst ein attraktives Bild. Langlebige Staudenbeete mit Wildstauden müssen nur einmal angelegt werden, sie sind robuster, weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge und brauchen weniger Pflege. Auch sind die Gesamtkosten für die Gemeinden über mehrere Jahre gesehen deutlich geringer als für Wechselflorbepflanzung.

An letzter Stelle: Unkrautvernichtungsmittel
Geht es nicht ganz ohne Chemie, sollte laut Umweltanwalt Dr. Michael Graf Folgendes beachtet werden:

  • Unkrautvernichtungsmittel müssen als Pflanzenschutzreiniger zugelassen werden
    Biozide Produkte, wie Steinreiniger, vernichten zwar ebenfalls Pflanzen, eine widmungswidrige Verwendung ist aber nach dem Pflanzenschutzgesetz untersagt!
  • In Österreich sind derzeit zwei biologisch-chemische Herbizide zugelassen. Das sind Pelargonsäure und Essigsäure. Diese alternativen Herbizide haben weniger schädliche Auswirkungen auf uns Menschen und die Natur. Sie wirken meist schneller und sind oft temperaturunabhängig. Die Inhaltsstoffe sind in der Natur bekannt und die Abbauprodukte unbedenklich.

Die Alternative: Mechanische oder thermische Bekämpfung
Nach den Vorträgen gab es die Möglichkeit, verschiedene Geräte zur Unkrautbekämpfung im Einsatz zu sehen. Zusammen gefasst gibt es zwei Methoden zur Unkrautbekämpfung: Thermisch oder mechanisch. Thermische Unkrautbekämpfungsmethoden bringen die Zellen der Pflanzen zum Platzen oder verbrennen diese, dabei dauert es oft mehrere Tagen, bis die Pflanze abstirbt. Mechanische Methoden entfernen die Pflanzen sofort. Beide Verfahren ergänzen sich gegenseitig und kommen in manchen Geräten kombiniert zum Einsatz. Bei beiden Verfahren muss das behandelte Unkraut in einem zweiten Arbeitsgang von der Stelle entfernt werden, wenn der Geräteträger keine Aufnahmeeinheit beinhaltet.

Die Firma König-Unger GmbH aus Großhöflein zeigte flexibel einsetzbare flüssiggasbetriebene Infrarotgeräte „InfraWeeder“, die mit Hitzestrahlung das Unkraut rasch vernichten.
https://www.koenig-unger.at/leistungen/gartengerate

Von der Firma Bruno Beer GmbH aus Sollenau wurden Wildkrautbürsten für Unkrautbekämpfung auf befestigten Flächen vorgestellt, für die Pflege von Kieswegen überzeugten „AGRIA“ Stifteggen als Anbaugeräte.
https://www.agria.de/de/produkte/Wildkrautbuerste-1/agria-8100-1/index.html
http://www.beer.co.at/produkte/kommunal.html

Ein schweres Heißdampfgerät der Firma KECKEX aus Sulz überzeugte mit schneller Wirkung auf großen Flächen.
https://www.keckex.com/

Von der Firma KÄRCHER wurden Geräte auf Heißwasserbasis und große Kehrgeräte zur Unkrautbekämpfung im Rahmen der Fahrbahnreinigung gezeigt. 
https://www.kaercher.com/at/professional/branchenloesungen/oeffentlicher-dienst-und-kommunaltechnik.html
https://www.kaercher.com/at/professional/kommunaltechnik/kommunale-kehrmaschinen.html

Rückfragen bei
Landesumweltanwalt  DI Dr. Michael Graf

Thomas-Alva-Edison-Straße 2
TechLab Eisenstadt, Bauteil 1 – Erdgeschoß
7000 Eisenstadt
Tel.:  057-600-2192
E-Mail: umweltanwalt.burgenland(at)bgld.gv.at  
Webseite:  http://www.rechthast.at

| naturschutzbund |  Landesgruppe Burgenland
Joseph-Haydn-Gasse 11
7000 Eisenstadt
+43 (0)664 8453047    burgenland(at)naturschutzbund.at 
http://www.naturschutzbund-burgenland.at/

„Der Natur ihren Freiraum geben“

Natur im Garten

Eine bunt blühende Blumenwiese, ein Insektenhotel oder ein Teich – in Naturgärten finden Bienen, Schmetterlinge und viele andere Tiere einen wertvollen Lebensraum. Heutzutage findet man in vielen Gärten statt Wildblumen einen englischer Rasen samt exotischen Pflanzen. Insekten, Vögel und andere Tierarten fehlt es an Nahrung. Langsam wird, auch durch den Einsatz von Pestiziden, die Artenvielfalt immer geringer. Oft unbewusst werden in Privatgärten Mittel zur Schädlingsbekämpfung und Unkrautvernichtung verwendet, die zur Vergiftung von Blüten, Wurzeln und Stämmen der Pflanzen führen.
Das Projekt „Der Natur ihren Freiraum geben“ soll die Burgenländerinnen und Burgenländer zur Gestaltung von bunten und lebendigen Gärten motivieren. Zahlreiche Broschüren und Workshops bieten nützliche Informationen zur richtigen Pflege und Gestaltung von Naturgärten.
Zusätzlich werden naturnahe Gärten mit der „Natur im Garten“-Plakette ausgezeichnet.

Der Weg zur Plakette
Die „Natur im Garten“ Plakette erhalten Besitzer eines Naturgartens auf Anfrage als Auszeichnung, wenn sie bestimmte Kriterien des natürlichen Gärtnerns erfüllen. Ein Naturgarten steht für ökologische Gestaltung, und nachhaltige Bewirtschaftung. Eine Vielfalt an heimischen Pflanzen bietet Nützlingen ausreichend Nahrung und Unterschlupf, und es werden keine chemisch-synthetischen Dünger, Pestizide und Torferden verwendet.

Sie wollen Ihren Garten mit der Natur im Garten Plakette auszeichnen lassen?
Wenden Sie sich an:
Volksbildungswerk Burgenland 02682/62282 oder
burgenland(at)naturimgarten.at.
Info über die Kriterien: www.naturimgarten.at