Landesauszeichnung „Ökologische Gemeinde“

Mehr als ein Drittel aller burgenländischen Gemeinden verzichten bereits auf den Einsatz von Glyphosat bei der Pflege von kommunalen Flächen und nützen eine der chemiefreien Alternativen.

Dieser Einsatz wird belohnt: Das Land Burgenland – konkret Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf als zuständiges Regierungsmitglied - zeichnet umweltbewusste und glyphosatfreie Gemeinden mit einer offiziellen Anerkennung als „Ökologische Gemeinde“ besonders aus! New 04 2016; Infoveranstaltung 05 2018

Glyphosat ist seit vielen Jahren in einer Reihe von weltweit zugelassenen Unkrautbekämpfungsmitteln, wie zum Beispiel im Mittel „Round up“, als Wirkstoff enthalten. Der Stoff wirkt als Totalherbizid, das heißt, er vernichtet alle grünen Pflanzen. Wo Glyphosat gespritzt wird, wächst keine Pflanze mehr – außer sie ist resistent. Der Einsatz von glyphosatbasierten Herbiziden ist in den letzten Jahren massiv angestiegen. 400 Tonnen Glyphosat werden jährlich österreichweit aufgebracht, die Spritzmittel sind in jedem Garten- oder Baumarkt frei erhältlich.

Das meist eingesetzte Pflanzengift der Welt tötet jede Pflanze, die nicht gentechnisch so verändert wurde, dass sie den Herbizideinsatz überlebt. Viele Studien bringen die Verwendung von Glyphosat mit negativen gesundheitlichen Folgen in Verbindung. Bei vielen der negativen gesundheitlichen Auswirkungen handelt es sich um chronische oder langfristige Erkrankungen.  Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft.


Um das Landes-Ökogütesiegel „Ökologische Gemeinde“ zu erhalten, ist ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss erforderlich – dieser sieht drei Beschlusspunkte vor:

1. Den Verzicht auf den Einsatz glyphosathältiger Pestizide

2. Die Anwendung alternativer Bepflanzungsmaßnahmen auf gemeindeeigenen Flächen und

3. Die Durchführung von Informationsmaßnahmen zur Bewusstseinsbildung

Mit gutem Beispiel geht das Land Burgenland voran: Die Landesstraßenverwaltung verzichtet bereits im gesamten Burgenland auf den Einsatz von glyphosathältigen Pestiziden.


Interessiert?

Dann senden Sie bitte den unterzeichneten Antrag gemäß § 38 Abs. 4 Bgld. GemO 2003 an:

Amt der Burgenländischen Landesregierung
Abteilung: Ländliche Entwicklung, Agrarwesen, Natur- und Klimaschutz
Hauptreferat Naturschutz und Landschaftspflege

Europaplatz 1
7000 Eisenstadt

oder per E-Mail: post.a4(at)bgld.gv.at