Kampagne gegen K.O.-Tropfen:
"Behalte die K.O.NTROLLE“
Manche Menschen geben anderen heimlich K.O.-Tropfen in Getränke, um sie damit bewusstlos und gefügig zu machen. Das ist gefährlich. Das Frauenreferat hat eine Kampagne mit dem Titel „Behalte die K.O.ntrolle“ ins Leben gerufen und wird dabei von der Frauenberatungsstelle „Der Lichtblick“ in Neusiedl am See unterstützt.
Die Kampagne zeigt:
- Wie erkenne ich K.O.-Tropfen?
- Wie kann ich mich davor schützen?
- Was kann ich tun, wenn ich betroffen bin?
Die Kampagne läuft auf Veranstaltungen, Festivals und auf Dorffesten. Seit einiger Zeit machen auch burgenländische Nachtlokale mit. Sie verwenden die Plakate und Bierdeckeln der Kampagne, um die Gefahren von K.O.-Tropfen bekannter zu machen.

Was versteht man unter
K.O.-Tropfen?
K.O.-Tropfen sind gefährliche Stoffe, die heimlich in Getränke gemischt werden. Wer davon trinkt, wird wehrlos und kann sich kaum noch wehren. Betroffene können zum Beispiel ausgeraubt oder sexuell angegriffen werden.
K.O.-Tropfen sind bzw. haben…
…meist ohne Geruch
…meist ohne Farbe
…einen leicht bitteren, salzigen oder seifigen Beigeschmack.
Der Beigeschmack ist in Alkohol oder Cocktails oft nicht wahrnehmbar!

Wie machen sich K.O.-
Tropfen bemerkbar?
- Wahrnehmungsstörungen
- Schwindel
- Taubheitsgefühl
- Übelkeit
- Willenlosigkeit
- Eingeschränkte Beweglichkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit
K.O.-Tropfen können dazu führen, dass man sich nicht mehr an alles erinnert. Man kann sogar alles vergessen, was passiert ist.
Die Wirkung von K.O.-Tropfen setzt sehr plötzlich ein! K.O.-Tropfen wirken unterschiedlich schnell und lange.

Was kann ich tun, wenn ich
vermute, dass jemandem
K.O.-Tropfen verabreicht wurden?
- Die betroffene Person sollte nicht allein gelassen werden.
- Es ist wichtig, vorsichtig zu sein, wenn sich andere Personen besonders „hilfsbereit“ zeigen (z.B. indem sie anbieten, die Person nach draußen zu begleiten oder nach Hause zu bringen)
- Bei einem Verdacht auf K.O.-Tropfen sollte sofort ein Krankenhaus aufgesucht und der Verdacht klar geäußert werden. Eine schnelle Abnahme von Blut und Harn sowie die entsprechende Dokumentation sind sehr wichtig, da K.O.-Tropfen nur für eine begrenzte Zeit im Blut und Urin nachweisbar sind.
- Bei Bewusstlosigkeit muss umgehend Hilfe geholt werden: Polizei, unter 133 oder Rettung unter 144
- Alle Beobachtungen möglichst festgehalten. Sie können später wichtig sein.

Wie kann ich mich schützen?
- Getränke nie unbeaufsichtigt lassen und keine offenen Getränke von Fremden annehmen.
- Mit Freund*innen absprechen, gegenseitig auf die Getränke zu achten.
- Bei plötzlichen Symptomen sofort eine Vertrauensperson oder das (Bar-)Personal informieren.
- Im Zweifel die Rettung (144) oder die Polizei (133) rufen.

Wo erhalte ich
weiterführende Informationen?
Die Frauenberatungsstelle „Der Lichtblick“ (Neusiedl a. See) informiert alle Interessierten im Detail über das Thema K.O.-Tropfen. Angeboten werden Beratung sowie Unterstützung für Personen, die vermuten, selbst oder im Freundeskreis betroffen zu sein.
Außerdem stellt die Beratungsstelle wichtige Informationen zur Verfügung, wie man sich selbst und das eigene Umfeld bestmöglich schützen kann.
Darüber hinausgehend bietet „der Lichtblick“ Schulungen für Mitarbeiter*innen von Blaulichtorganisationen, der Gastronomie und von Festivals zum Thema „K.O.-Tropfen“ an.
Sujets
Die Kampagne informiert mit verschiedenen Themen (Sujets), hier zum Download.
Wenn Sie uns bei Ihrem Event, Ihrem Fest oder in Ihrem Lokal unterstützen möchten, auf das Thema K.O.-Tropfen aufmerksam zu machen, dann schicken wir Ihnen gerne Plakate und Bierdeckel der Kampagne zu. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte:
Referat Frauen, Antidiskriminierung und Gleichbehandlung
Europaplatz 1
7000 Eisenstadt
Telefon: 057-600/3015
E-Mail: post.a9-frauen(at)bgld.gv.at

