Biologisch wirtschaftende Betriebe

In biologisch wirtschaftenden Betrieben werden gesunde, leistungsfähige und langlebige Nutztiere, die hochwertige Lebensmittel und Dünger liefern, möglichst natur- und artgemäß gehalten.  

Folgende Rechtsvorschriften regeln die biologische Produktion in der Europäischen Union. https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/lebensmittel/rechtsvorschriften/eu/bio_recht_eu.html

In den BIO AUSTRIA Produktionsrichtlinien werden die Vorgaben gemäß Anerkennung, Kontrollwesen, soziale Verantwortung, Bestandsobergrenzen, Tierzukauf, Umstellungsfristen, Tierzucht, Betreuung, Fütterung, Weide, Krankheitsverhütung und –bekämpfung, Desinfektion, Schädlingsbekämpfung und die tiergerechte Haltung der Nutztierarten für Österreich festgelegt.
Leitet Herunterladen der Datei einBIO Austria Produktionsrichtlinien Fassung April 2020

Der „Leitfaden für die Behandlung am Biobetrieb“ bietet eine kompakte Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen zur Tierbehandlung auf Bio-Betrieben. Zusätzlich wird eine umfangreiche und übersichtliche Auskunft über die Möglichkeiten der Tierbehandlung in biologisch geführten Betrieben gegeben. Im „Merkblatt Tierbehandlung am Biobetrieb“ sind die wichtigsten Informationen zusammengefasst.
Leitet Herunterladen der Datei ein"Leitfaden für die Behandlung am Biobetrieb"
"Merkblatt Tierbehandlung am Biobetrieb" 

Kurzinformation: Tierbehandlung am Biobetrieb

Der Betriebsmittelkatalog für die biologische Landwirtschaft in Österreich dient jedem Bio-Betrieb als wichtige Unterlage und als Nachschlagwerk für den Einsatz von Betriebsmitteln. Enthalten sind die in Österreich zum Einsatz in der biologischen Landwirtschaft erlaubten Futtermittel, Pflanzenschutzmittel, Schädlingsbekämpfungsmittel, Düngemittel, Reinigungsmittel sowie die gültigen Richtlinien und Einschränkungen in diesen Bereichen. Zusätzlich sind Bezugsquellen für Bio-Tiere und Bio-Saatgut bzw. Bio-Pflanzen angeführt, sowie die Richtlinien für Direktvermarkter mit Bezugsquellen für gentechnikfreie Lebensmittelzusatzstoffe und Zutaten.
https://www.bio-austria.at/download/betriebsmittelkatalog/

Ergänzungsfuttermittelliste

 

Ab 1.1.2020 müssen alle Tierhalter um Genehmigung für die Durchführung von

  • Enthornungen bei Kälbern unter sechs Wochen und weiblichen Kitzen bis zu einem Alter von vier Wochen
  • sowie das Kupieren des Schwanzes bei weiblichen Lämmern, die für die Zucht bestimmt sind, bis zu einem Alter von sieben Tagen

um Genehmigung ansuchen:

Amt der Burgenländischen Landesregierung Abt. 6, Referat Lebensmittelaufsicht Europaplatz 1 7000 Eisenstadt Tel: +43 57 600 2693 E-Mail: post.a6-lma(at)bgld.gv.at Website: www.burgenland.at

Leitet Herunterladen der Datei einFormular Antrag für eine betriebsbezogene Ausnahmegenehmigung

Mit Erhalt des von der Behörde bestätigten Antragsformulars gilt der Antrag für die Durchführung der angeführten Eingriffe bis auf Widerruf, längstens bis zum 31.12.2022, als genehmigt. Das Antragsformular hat am Betrieb aufzuliegen und ist für Kontrollen vor Ort bereitzuhalten.

Für andere als die oben genannten Eingriffe ist ein Einzelantrag an die zuständige Behörde zu stellen. Es handelt sich hierbei um das

  • Einziehen von Nasenringen und
  • die Enthornung bei über sechs Wochen alten Kälbern und Rindern.

Leitet Herunterladen der Datei einFormular Antrag für eine fallweise Ausnahmegenehmigung

Die behördliche Genehmigung mittels schriftlichen Bescheids hat am Betrieb aufzuliegen und ist für Kontrollen vor Ort bereitzuhalten.

Für die

  • Verkleinerung der Eckzähne bei Ferkeln und
  • Schnäbelstutzen
  •  ebenso für das Kupieren von Schwänzen bei anderen Schafen als weiblichen Lämmern und bei anderen Tierarten,

wird ab 2020 grundsätzlich keine Genehmigungen mehr erteilt.

 

Der Tiergesundheitsdienst Burgenland beratet biologisch wirtschaftenden Betriebe über Eingriffe bei Nutztieren und die Tierbehandlung und zeigt die besonderen Bestimmungen betreffend Arzneimitteleinsatz und Wartezeiten auf.  

Dank der Förderung durch das Land Burgenland können auch viele Tiergesundheitsprogramme für biologisch wirtschaftende Betriebe angeboten werden.  Angefangen von Fruchtbarkeitsprogrammen, Ankauf von Fangeinrichtungen, über Unterstützung der Klauenpflege bis hin zu Parasitendiagnostik und -bekämpfung, Trichophytiebekämpfung, Transportförderung zur Universität, Förderung der Labordiagnostik (Futtermitteluntersuchungen, bakteriologische Untersuchungen, Antibiogramme, Sektionen, etc.), Rindergrippeschutzimpfungen und Bestandssanierungen.