1. Gewährung von Ankaufsprämien für weibliche Zuchtrinder, Zuchtschafe und -ziegen aus Landesmitteln ...

auf Basis der Verordnung (EU) 2019/316 der Kommission vom 21. Februar 2019 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1408/2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf De-minimis-Beihilfen im Agrarsektor, ABl. L51I/2019 vom 22.02.2019.

Ziel dieser Förderung ist die Erhaltung und Qualitätsverbesserung der burgenländischen Rinder-, Schaf- und Ziegenzucht und damit verbunden die Sicherung der traditionellen, bäuerlichen Landbewirtschaftung und vor allem die Erhaltung der Wiesen- und Grünlandflächen.

Gegenstand der Förderung ist der Ankauf weiblicher Zuchtrinder, sowie von Zuchtschafen und -ziegen mit Zuschüssen. 

Die Förderhöhe beträgt maximal 30 Prozent des Netto- Ankaufspreises und ist bei Rindern mit
max. € 650,- pro Tier
sowie für Biobetriebe mit max. € 1.000,- pro Tier
unter Einhaltung der Vorgaben der Verordnung (EU) Nr. 2019/316 begrenzt. 

Die Förderung kann unter der Voraussetzung gewährt werden, dass die von der Förderungswerberin bzw. vom Förderungswerber anzugebenden bisher genehmigten De-minimis-Beihilfen für den Agrarsektor laut Verordnung (EU) Nr. 2019/316 im 3-jährigen Zeitraum den Betrag von € 20.000,- nicht übersteigt.

Förderungsvoraussetzungen 

  • Ein und dasselbe Tier kann nur einmal Gegenstand der Förderung sein.
  • Nachweis des positiven Zuchtwerts bei Schafen und Ziegen
  • Voraussetzungen für weibliche Zuchtrinder:
    • Als weibliche Zuchtrinder gelten Erstlingskühe, Kühe und trächtige Kalbinnen.
    • Der Mindestankaufspreis muss netto € 1.300,- pro Tier betragen.
    • Die angekauften Tiere müssen laut Stammschein mindestens der Bewertungsklasse IIb angehören. 

Nähere Details sind der Richtlinie zu entnehmen:

Mit der Abwicklung der Förderung ist die Abteilung 4 - Ländliche Entwicklung, Agrarwesen und Naturschutz des Amtes der Burgenländischen Landesregierung betraut.

2. Unterstützung aus Landesmitteln für Kosten der Elektrifizierung im Zuge von Betriebsaussiedlungen

Ziel dieser Förderung ist die Erreichung einer marktgerechten Produktivität und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben, welche im Zuge von Betriebserrichtungen, -ausweitungen oder –reorganisationen sowie aufgrund von immissionsschutzrechtlichen Problemen eine Aussiedlung tätigen.

Gegenstand der Förderung ist die Unterstützung bei Kosten der Elektrifizierung im Rahmen von landwirtschaftlichen Aussiedlungen. Gefördert werden können natürliche und juristische Personen, die auf eigene Rechnung einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb im Burgenland bewirtschaften.

Die Förderhöhe beträgt 40 Prozent der Netto-Kosten und ist mit max. € 15.000,- sowie für zertifizierte Biobetriebe mit € 20.000,- unter Einhaltung der Vorgaben der Verordnung (EU) Nr. 2019/316 begrenzt.

Weitere Details sind der Richtlinie zu entnehmen: