M 6 Maßnahmen zur Waldbrandprävention

Warum wird gefördert?

  • Vorbeugung von Waldbränden durch Präventionsmaßnahmen, Reduktion von Kosten der Waldbrandbekämpfung.
  • Vorbeugung von Folgerisiken durch Erosion, Lawinen, Hochwasser, Steinschlag und Schädlingskalamitäten.
  • Generelle Vorsorge für ein klimabedingt steigendes Waldbrandrisiko im Alpenraum.
  • Schutz des Siedlungs- und Wirtschaftsraums gegen das Übergreifen von Waldbränden.

Wer wird gefördert? 

  • Bewirtschafter land- und forstwirtschaftlicher Betriebe gemäß 1.4.6 der Sonderrichtlinie
  • Sonstige Förderungswerber:

    • Waldbesitzervereinigungen
    • Agrargemeinschaften
    • Gebietskörperschaften und Gemeindeverbände
    • Körperschaften öffentlichen Rechts
    • Vereine
    • Forschungseinrichtungen, sofern sie nicht dem Beihilferecht unterliegen

  • Zusammenschlüsse der o.a. Förderungswerber

Achtung! 

Sie benötigen für die Beantragung auf alle Fälle eine AMA Betriebs- oder Klientennummer! 

Für Land- und forstwirtschaftliche Betriebe können Sie Ihre Betriebsnummer bei der Statistik Austria unter nachfolgendem Link bzw. unter Tel.: +43 (1) 71128-7034 oder Email: lfr(at)statistik.gv.at erfragen. 

Für Nichtland- und forstwirtschaftliche Betriebe ist eine Klientennummer anzugeben.

Ihre zuständige Bezirksbauernkammer ist Ihnen gegebenenfalls gerne behilflich.

Was wird gefördert?

  • Nationale Waldbrand-Risikobewertung (inkl. Datenbank, Geodatenportal), Monitoringprogramme (nach den europäischen Standards EFFIS/JRC) und Frühwarnsysteme
  • Präventive Waldbehandlung in Waldbrand-Risikogebieten durch örtliche vorbeugende Aktionen kleineren Ausmaßes gegen Brände oder sonstige natürliche Gefahren;
  • Anpassung und Einrichtung einer vorbeugend schützenden Infrastruktur; Spezialgeräte und -ausrüstung zur Waldbrandbekämpfung und Prävention auf Basis einer regionalen Waldbrandbekämpfungsstrategie;
  • Vorbeugende Maßnahmen gegen Folgerisiken, Erosions- und Bodenschutz von Brandflächen sowie einfache technische Begleitmaßnahmen;
  • Öffentliche Bewusstseinsbildung, strategische und operative Einsatzplanung für Brandbekämpfung in Waldbrand-Risikogebieten und Ausbildungsprogramm Waldbrand

Wie hoch ist die Förderung?

  • Zuschuss zu den anrechenbaren Investitions- und Sachkosten (einschließlich projektbezogener Personalkosten) im Ausmaß von 100 % der Maßnahme „Öffentliche Bewusstseinsbildung“ und 80 % bei allen anderen Maßnahmen.
  • Der Zuschuss zu den anrechenbaren Investitions- und Sachkosten (einschließlich projektbezogener Personalkosten) wird an Förderungswerber für den Förderungsgegenstand “Spezialgeräte und -ausrüstung zur Waldbrandbekämpfung” als De-minimis-Beihilfe gemäß Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 gewährt.
  • Bei der Abrechnung über Kosten sind Vergleichsangebote zur Kostenplausibilisierung: bis € 10.000, -- netto der anerkennbaren Kosten 2, darüber 3 Angebote beizulegen.
  • Projekte mit weniger als EUR 500,- anrechenbaren Kosten werden nicht gefördert
  • Laufzeit des Projektes max. 3,5 Jahre

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Hinsichtlich Förderungsgegenstände „Präventive Waldbehandlung und Anpassung und Einrichtung einer vorbeugend schützenden Infrastruktur“ gilt: 

  •  

    • Nachweis aller erforderlichen rechtlichen Bewilligungen und Genehmigungen (Forstgesetz, Wasserrecht, Naturschutzbestimmungen der Länder, etc.).
    • Nachweis eines mittleren bis hohen Waldbrandrisikos im Einsatzgebiet
    • Vorlage von einschlägigen Informationen über die nachhaltige Waldbewirtschaftung aus einem Waldbewirtschaftungsplan oder einem gleichwertigen Instrument für Betriebe ab 100 Hektar Waldfläche.

  • Die Anschaffung von Spezialgeräten und Spezialausrüstung zur Waldbrandprävention erfolgt auf Basis einer regionalen Waldbrandbekämpfungsstrategie und wird als De-minimis-Beihilfe gewährt.
  • Vorhaben werden nur gefördert, wenn für die konkrete geplante Aktivität kein Antrag für Förderungen oder Investitionen aus anderen öffentlichen Mitteln genehmigt wurde. Eine schriftliche Dokumentation für den Ausschluss einer Doppelförderung erfolgt.
  • Für Betriebe mit einer Waldfläche über 100 ha liegt eine einschlägige Information über eine nachhaltige Waldbewirtschaftung aus einem Waldbewirtschaftungsplan oder einem gleichwertigen Instrument im Betrieb vor (z.B. Waldzertifizierung, Waldtypisierung, Einheitswertbescheid).
  • Bei Maßnahmen ohne Standardkosten sind Preisauskünfte vorzulegen (unter 10.000 € Nettokosten: 2 Auskünfte mehr als 10.000 €: 3 Auskünfte)
  • Projekte mit weniger als EUR 500,- anrechenbaren Kosten werden nicht gefördert
  • Laufzeit des Projektes max. 3,5 Jahre
  • Maßnahmen für öffentliche Bewusstseinsbildung, strategische und operative Einsatzplanung für Brandbekämpfung in Waldbrand-Risikogebieten und Ausbildungsprogramm Waldbrand wird als De-minimis-Beihilfe gewährt, sofern der Förderungswerber dem Beihilfenrecht unterliegt. (De-minimis-Formular ist beizulegen) Link zum Formular De-minimis – (BMLRT)

Wo kann ich den Förderantrag stellen?

Achtung!

Sie benötigen für die Beantragung auf alle Fälle eine AMA Betriebs- oder Klientennummer! 

Für Land- und forstwirtschaftliche Betriebe können Sie Ihre Betriebsnummer bei der Statistik Austria unter nachfolgendem Link bzw. unter Tel.: +43 (1) 71128-7034 oder Email: lfr(at)statistik.gv.at erfragen. 

Für Nichtland- und forstwirtschaftliche Betriebe ist eine Klientennummer anzugeben.

Ihre zuständige Bezirksbauernkammer ist Ihnen gegebenenfalls gerne behilflich.

Wer hilft mir bei der Antragstellung? 

Beratungsstellen 

  • Landesforstinspektion Burgenland: Sekretariat: Karin Puschnig-Dragschitz, 02682 600/6560
    Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf: Ing Stefan Weiss, 0664/6125875 und Ing Stephan Salburg, 0664/1455699
    Bezirk Oberpullendorf: Ing Franz Fichtinger, 0664/5124905 und Ing. Michael Kefeder, 0664/8204868
    Bezirke Mattersburg und Eisenstadt Umgebung: DI Bernd Schreiber, 0664/9636666
    Bezirk Neusiedl: Klaus Unterberger, 0664/88291252
  • Landwirtschaftskammer Burgenland: DI Herbert Stummer, 0664/4102611