Bodenschutz im Burgenland
Der Boden bildet zusammen mit Luft und Wasser eine der zentralen Lebensgrundlagen für unseren Planeten und für das menschliche Wohlergehen. Dieser bietet die Grundlage für die Produktion von Nahrung und sauberem Trinkwasser und erfüllt eine Reihe von Ökosystemdienstleistungen in der Erhaltung der Biodiversität und dem Funktionieren von Nährstoffkreisläufen.
Durch die übermäßige Beanspruchung durch den Menschen ist der Boden in seiner Qualität und Funktionalität gefährdet. Bodeninanspruchnahme und Versiegelung, Erosion, Verdichtung und Humusverlust führen zu Bodenverlusten und Bodendegradation. Damit ist die langfristige Versorgung mit Nahrung und sauberen Wasser gefährdet. Bodenbildung ist ein sehr langsamer Prozess, der viele Jahrhunderte andauert. Somit gilt der Boden als nicht erneuerbare Ressource.
Es besteht also dringender Handlungsbedarf, die Gefährdung der Ressource Boden zu stoppen und den Boden in seiner Qualität und Funktionalität zu erhalten und zu verbessern. Über eine Reihe von Maßnahmen sollen alle relevanten Kräfte gebündelt werden, um den Bodenschutz im Einklang mit der europäischen Bodenstrategie 2030 umzusetzen.
Zur Erreichung dieser Ziele werden insbesondere folgende Schwerpunkte verfolgt:
- Nachhaltige Reduktion der Flächeninanspruchnahme durch ökologisch verträgliche Entwicklungsmaßnahmen,
- Stärkung des Humusaufbaus in der Land- und Forstwirtschaft,
- Förderung wirksamer Maßnahmen gegen Bodenverluste durch Erosion,
- Vermeidung weiterer Bodenverdichtung in land- und forstwirtschaftlichen Nutzungen sowie im Siedlungsbereich.
Gemeinsam übernehmen wir Verantwortung für den Schutz und die nachhaltige Nutzung unserer Böden – heute, für morgen und für kommende Generationen.
