Literaturwettbewerb 2025

PREISTRÄGERIN: Mag.a Susanne SOMMER
Susanne Sommer, 1982 geboren, ist eine vielseitige burgenländische Autorin, Texterin, Sprecherin, Performerin und Aktivistin. Ihre enge Verbindung zum Burgenland prägt sowohl ihr künstlerisches Schaffen als auch ihre Identität. Nach dem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie der Angewandten Linguistik an der Universität Wien sammelte sie Erfahrungen in der Regieassistenz an verschiedenen österreichischen Bühnen (u.a. Schauspielhaus Wien, Dschungel Wien, Kosmos Theater Wien, Seefestspiele Mörbisch) und in der Medienarbeit für diverse Nachrichtenagenturen und Radiosender (u.a. ORF, ZDF, pressetext).
Seit 2014 ist sie als freie Autorin, Texterin und Performerin tätig. Ihre Themen – selbstbestimmtes Lernen, Geburt, Trauma, Identität, Frausein und Muttersein – verarbeitet sie in Lyrik, Prosa und Sachtexten. Als Mitglied der IgfemAT und Literar-Mechana trägt sie aktiv zur feministisch geprägten Literaturszene bei und ist in der österreichischen Literaturgemeinschaft fest verankert.
ARTIST STATEMENT:
Mein Anliegen ist es, die Lyrik (und eben nicht nur „klassische Lyrik“, sondern auch lyrische Prosa) groß ins Rampenlicht zu setzen: indem sie authentisch ist. Spürbar. Erlebbar. Durch Wort. Gesang. Tanz. Durch das Einbeziehen des Publikums. Lyrik lebt sehr stark AUCH von der Verschwesterung mit anderen Kunstformen. Und umgekehrt. Das Planen und Erschaffen neuer Lyrik-Bühnen-Formate ist mir ein großes Anliegen.
JURYBEGRÜNDUNG:
Susanne Sommer gelingt mit ihrer Prosa „Puszta Züge“ ein vielgestaltiger Text, der ein Zugleich und Ineinander von seelischer Befindlichkeit, Welt und Sprache herstellt. Die dem Text inhärente Beobachtungsgabe macht das Erzählte gleichermaßen synästhetisch wie authentisch. Im Hintergrund der Begegnung der Ich-Erzählerin mit dem Flüchtling Nazar finden sich Themen wie Migration, Heimatlosigkeit oder Verfolgung ohne sich aufzudrängen. In dieser Hinsicht ist der Text eigen, weil er auf herkömmliche Inszenierungen des aktuell Politischen verzichtet und dennoch nachhaltig wirkt.
Fotonachweis: Bettina Hercher
