Regionlaes Pflegestützpunktsystem

Das regionale Pflege- und Betreuungsstützpunktsystem ist ein zentrales Element des burgenländischen Zukunftsplans Pflege. Ziel ist eine flächendeckende, gemeindenahe und serviceorientierte Versorgung der Bevölkerung mit Leistungen der mobilen Pflege und Betreuung, der Seniorentagesbetreuung, des „Wohnens im Alter“ sowie der Pflege- und Sozialberatung. Gleichzeitig sollen durch die Bündelung der Angebote Effizienzsteigerungen aus versorgungstechnischer, personeller und wirtschaftlicher Sicht erzielt werden.

Auf Basis einer wissenschaftlichen Evaluierung der bestehenden Versorgungsstrukturen durch die EPIG GmbH – Entwicklungs- und Planungsinstitut für Gesundheit – wurde das Burgenland in 28 Versorgungsregionen gegliedert. Das Pflegestützpunktsystem umfasst insgesamt 71 Standorte in 71 Gemeinden, darunter 28 Hauptstützpunkte sowie weitere Nebenstützpunkte in den jeweiligen Subregionen. Die Regionen setzen sich aus mehreren umliegenden Gemeinden zusammen und orientieren sich an einer Zielgröße von rund 4.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Im Rahmen des regionalen Versorgungsmodells wird die nicht-stationäre Pflege- und Betreuungsversorgung innerhalb einer Region gebündelt durch eine Trägerorganisation erbracht. Das Leistungsspektrum reicht von der Hauskrankenpflege beziehungsweise mobilen Pflege und Betreuung über die Seniorentagesbetreuung und das „Wohnen im Alter“ bis hin zur Pflege- und Sozialberatung. Durch die Bündelung von Ressourcen sollen eine abgestimmte Versorgung aus einer Hand sowie effizientere personelle und organisatorische Strukturen gewährleistet werden. Auch für die Beschäftigten im Pflegestützpunktmodell wurden einheitliche Rahmenbedingungen geschaffen; für die Pflegekräfte gilt der burgenländische Mindestlohn.

Der Ausbau des Pflege- und Betreuungsstützpunktsystems erfolgt seit mehreren Jahren schrittweise im gesamten Burgenland. Zahlreiche Standorte wurden bereits errichtet und haben ihren Betrieb aufgenommen, weitere Pflege- und Betreuungsstützpunkte befinden sich in unterschiedlichen Phasen der Planung und Umsetzung. Ziel ist die vollständige flächendeckende Umsetzung des Systems in allen 28 Versorgungsregionen.

Pflegeregionen