Konzert-Stream "Ein Mond ist nicht genug - Lieder von Kurt Weill"

Im Rahmen von KulturON, einer Initiative von Thomas Mayer, wird das Programm "Ein Mond ist nicht genug - Lieder von Kurt Weill" mit Susanne Hell - Gesang und Petra Weber-Einramhof - Klavier am 17.4.2021 um 20.00 Uhr auf Öffnet externen Link in neuem FensterYoutube und Öffnet externen Link in neuem FensterFacebook live zu sehen sein.

Die Links findet man auch auf Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.kultur-bruck.at

 

Kurt Weill hat Deutschland nicht freiwillig verlassen. Er ist als deutscher Jude, geboren 1933 aus diesem Land regelrecht hinausgeekelt worden. Besonders hervorgetan hat sich da der nazistische „Kampf-bund für deutsche Kultur": „Gemeine Jazz- und Neger-rhythmen, scheußliche, gänzlich unmotivierte Dissonanzen… ". Dennoch waren seine in Europa komponierten Werke, allen voran jene in Zusammenarbeit mit Bert Brecht, beim Publikum beliebt und erfolgreich. Durch die Anfeindungen politischer Natur verlässt ihn sein Vertrauen in Europa. Kurt Weill beschließt einen Neubeginn: Amerika ist Hoffnung! Am 10. September 1935 kommen er und Lotte Lenya in New York an. Weill, kontaktfreudig und lernwillig, konzipiert zusammen mit dem linksorientierten und unabhängigen „Group Theatre" sein erstes Musical „Johnny Johnson", eine pazifistische Parabel. Weills Duktus wird weicher, fröhlicher, harmonischer.
Der amerikanische Weill ist in Europa eher unbekannt oder wird als zu „leichtgängig“ degradiert.

Die Seeräuber Jenny, Mackie Messer, Der Alabama Song, Sing me not a Ballad, I’m a Stranger here myself u.v.m. sind die kompositorischen Juwelen dieses Programms.