Kulturveranstaltungen

Es finden regelmäßig Kulturveranstaltungen wie Konzerte und Theateraufführungen, aber auch Lesungen in der ehemaligen Synagoge statt. 

Publikumsliebling Marika Lichter begibt sich auf Spurensuche in die familiäre Vergangenheit, die mehr ist als nur persönliche Erörterung. Der außergewöhnliche Theaterabend ist eine Hommage an all die „Vorhergegangenen“, eine Auseinandersetzung mit den Begrifflichkeiten „Heimat“ und „Zuhause“, eine Untersuchung des Phänomens „being jewish“ und eine Liebeserklärung an das Leben. 
Marika Lichter erzählt, zitiert und singt, lässt Vergangenes neu erblühen und beleuchtet das Gefühl des Fremdseins „hier“ wie „da“ – im Geburtsland wie im Exil. Behutsam ausgewählte Lieder illustrieren und konterkarieren die Dramaturgie des Abends – ob (jüdischer) Tango oder Wiegenlied, ob Schlager oder (Operetten-) Arie, Polit-Song oder Liebesballade.

Tickets: € 23 - erhältlich bei der KBB – Kultur-Betriebe Burgenland GmbH (www.kultur-burgenland.at) oder telefonisch 02682 / 719 1000.
In Kooperation mit der KBB – Kultur-Betriebe Burgenland GmbH

 

Lackenbach war die größte der sieben jüdischen Gemeinden unter Esterházyscher Schutzherrschaft im Burgenland, die der Herrschaft des Nationalsozialismus zum Opfer fielen – bereits im November 1938 wurde das Burgenland für „judenfrei“ erklärt. Im Dokumentarfilm wird das Schicksal von Protagonist:innen aus Lackenbach erzählt, die den Holocaust überlebt haben, weil ihnen die Flucht ins Ausland gelungen war. Zentral ist dabei die Frage nach der kollektiven Erinnerung an diese einst größte jüdische Gemeinde im Burgenland: Wie haben die Nachfahren der jüdischen Bewohner:innen Erinnerungen an Lackenbach internalisiert? Und wie erinnern sich die heutigen Bewohner:innen Lackenbachs an die frühere jüdische Gemeinde? Diese Gegenüberstellungen bieten die Grundlage für eine Geschichte, die bislang noch nicht erzählt worden ist, und lassen gleichzeitig einen Sehnsuchtsort wiederauferstehen, der nicht so weit von den gemeinsamen Erinnerungen aller Bewohner:innen Lackenbachs aus dem frühen 20. Jahrhundert entfernt ist.


Eintritt: frei
Anmeldung: bis spätestens 29.03.24 an norbert@blecha.biz

 

 

Isabel Frey, Stimme & Gitarre

Ivan Trenev, Akkordeon

Moritz Weiß, Bassklarinette & Klarinette

Das Isabel Frey Trio widmet sich dem sogenannten New Yiddish Song – der Kontinuität des jiddischen Lieds und deren zeitgenössische Interpretation. Gemeinsam mit dem steirischen Klezmer-Klarinettisten Moritz Weiß und dem mazedonischen Akkordeonisten Ivan Trenev singt Isabel Frey jiddische Lieder von zeitgenössischen Komponist:innen aus aller Welt, eigens vertonte moderne jiddische Poesie und Neuinterpretationen von bekannten jiddischen Liedern. Jenseits von Kitsch und Nostalgie schafft das Trio so ein musikalisches Erlebnis, in dem jiddische Musik nicht einer verlorenen Welt der Vergangenheit angehört, sondern Teil einer lebendigen kulturellen Tradition ist.

Tickets: € 23 - erhältlich bei der KBB – Kultur-Betriebe Burgenland GmbH (www.kultur-burgenland.at) oder telefonisch 02682 / 719 1000.

In Kooperation mit der KBB – Kultur-Betriebe Burgenland GmbH

Ein Abend in Erinnerung an Ruth Maier und an die vielen vor den Nationalsozialisten geflohenen und ermordeten jüdischen Jugendlichen. Ruth Maier war ein junges Mädchen aus Wien mit Träumen und Plänen, die ihr ganzes Leben noch vor sich hatte. 1939 gelang ihr die Flucht nach Norwegen. In ihrem Tagebuch schreibt sie über Sehnsucht, Liebe, Hoffnung, Verzweiflung. 1942 wurde sie in Auschwitz ermordet. Ein Konzertabend der Erinnerung, gestaltet von den Schüler:innen und Pädagog:innen des Franz-Liszt-Gymnasium Oberpullendorf, der Musikschulen Oberpullendorf und Deutschkreutz und Nachkommen der dritten Generation von Holocaust-Überlebenden. Zu Gast: Rachel Schon, Urenkelin von Emanuel Stössel aus Lockenhaus.

Musik von: Amy Winehouse, John Zorn, Fritz Spiegl, u.a.


Eintritt: freie Spende
Anmeldung: Zählkartenreservierung unter
musikgedenkschule(at)aon.at
Information: musikgedenkschule.com oder shalom-lockenhaus.at

In Kooperation mit den Musikschulen Oberpullendorf und Deutschkreutz, shalom.nachbar in Lockenhaus sowie mit dem Franz-Liszt Gymnasium Oberpullendorf

 

 

Die Berliner Autorin Rike Reiniger verknüpft im Theatermonolog „Name: Sophie Scholl“ die Geschichte der historischen Sophie Scholl, die 1943 wegen „Hochverrat und Wehrkraftzersetzung“ hingerichtet wurde, mit der einer fiktiven heutigen Jusstudentin gleichen Namens. Diese Sophie Scholl ringt im Gerichtssaal mit sich, ob sie eine unschuldige Sekretärin entlastet und damit ihre Karriere sowie die ihrer Studienkollegen zerstört, oder sich durch ihre Aussagenverweigerung moralisch schuldig macht. In der Inszenierung von Michael Muhr spielt Carmen Kirschner die Doppelrolle der Sophie Scholl.

Tickets: € 18,- (Vorverkauf), € 20,- (Abendkassa ab 18.30 Uhr)
Ticketreservierung: 
office@kufos.at oder telefonisch unter 0664 / 46 43 238

In Kooperation mit dem Kulturforum Südburgenland, Eberau

Arnold Schoenberg: Zweites Quartett (fis-Moll) für zwei Violinen, Viola, Violoncello und eine Sopranstimme op. 10
Felix Mendelssohn: Streichquartett op. 80 f-Moll

Aus Anlass des 150. Geburtstages von Arnold Schoenberg steht jenes Stück auf dem Programm, das bei seiner ersten Aufführung 1908 zu einem „Skandal“ geführt hat. Und heute? Die einfühlsame Verbindung des Streichquartetts mit einer Sopran-Singstimme berührt und verzaubert. Und klingt absolut modern und heutig, eben zeitlos.

Dazu das letzte Streichquartett von Felix Mendelssohn-Bartholdy, entstanden nach dem plötzlichen Tod seiner geliebten Schwester Fanny, in der „Todestonart“ f-Moll gehalten: düstere Vorahnungen auf den eigenen Tod des Komponisten, der seiner Schwerster nur ein halbes Jahr später folgen sollte.

Ausführende: Studierende der Joseph Haydn Hochschule Burgenland
Einstudierung: Cornelia Gradwohl, Othmar Müller
Moderation: Gerhard Krammer
Eintritt: frei
Anmeldung: 
post(at)jhp.ac.at

In Kooperation mit der Joseph Haydn Privathochschule

Paul Gulda, Cembalo
Marwan Abado, Oud / Orientalische Laute &. Voc.

„Path of love“ ist die musikalische Begegnung von Cembalo und Oud - eine Seltenheit in der Weltmusikszene. Bach Suiten, andalusische Duftgärten, klangliche Wüstenschlösser und damit ein freier Raum der Improvisation entfaltet sich zwischen zwei Instrumenten des Okzidents und des Orients: Guldas Cembalo tastet sich heran und Abados Laute wird leise gezupft, während seine Stimme orientalischer Poesie Laut gibt.

Tickets: € 23 - erhältlich bei der Kultur-Betriebe Burgenland GmbH (www.kultur-burgenland.at oder telefonisch 026 82 / 719 1000).

In Kooperation mit der Kultur-Betriebe Burgenland GmbH

Chorworkshop "Sefer Ha-Shirim"

Bei einem gemütlichen Chorsingtag werfen wir einen Blick in die jüdische Chorliteratur. Roman Grinberg, Musiker und Chorleiter des Wiener Jüdischen Chores, erkundet mit uns hebräische und jiddische Lieder. "Sefer Ha-Shirim", ein deutsch-jüdisches Chorbuch, führt uns durch diesen Tag,

Workshop: 10-16 Uhr; Treffpunkt Gemeindesaal Kobersdorf, Hauptstraße 38 

Kosten Workshop: € 30,- (Eintritt für Konzert inkludiert)

Anmeldung erforderlich: office@chorverband-burgenland.at

 

Konzert "Roman Grinberg Klezmer Swingtett"

Inmitten der Feierlichkeiten von "Sukkot" bieten wir Ihnen einen vielfältigen musikalischen Abend. Jiddische und hebräische Lieder sowie Klezmer-Melodien werden uns vom Roman Grinberg Klezmer Swingtett präsentiert. Gemeinsamer Chorgesang zu Beginn und am Ende sorgt für Freude an der musikalischen Gemeinschaft.

 

Konzert: 17.30 Uhr; Synagoge Kobersdorf, Schlossgasse 25

Eintritt Konzert: € 20,-

Anmeldung: nicht erforderlich

In Kooperation mit dem Burgenländischen Chorverband

 

Die „Geigen der Hoffnung“ ist eine Sammlung von Streichinstrumenten, die seit dem zweiten Weltkrieg gesammelt wurden. Einige davon wurden in Konzentrationslagern gespielt, einige waren ehemals in Besitz vertriebener oder ermordeter jüdischer MusikerInnen, manche sind mit einem Davidstern verziert. „Sie haben alle einen gemeinsamen Nenner: Sie sind Symbole der Hoffnung und eine Möglichkeit zu sagen: Erinnere dich an mich, erinnere dich an uns“ (Violins of Hope). Gesammelt und restauriert werden sie von Amnon und Avshalom Weinstein in ihren Geigenbau-Werkstätten in Istanbul und Tel Aviv.

Der Konzertabend beinhaltet Solo- und Kammermusik für Streichinstrumente und wird von den Schüler:innen und Pädagog:innen der Musikschulen Oberpullendorf und Deutschkreutz gestaltet. Im Rahmen des Konzerts sollen voraussichtlich 2-3 Instrumente aus der Sammlung „Violins of Hope“ ausgestellt und präsentiert werden.

Eintritt: freie Spende
Anmeldung: Zählkartenreservierung unter musikgedenkschule@aon.at
Information: musikgedenkschule.com oder shalom-lockenhaus.at

In Kooperation mit den Musikschulen Oberpullendorf und Deutschkreutz und shalom.nachbar in Lockenhaus sowie mit der Geigenbauwerkstatt Weinstein