Die Synagoge Kobersdorf

Aktuelle Ansicht der Synagoge KobersdorfIm Mai 2019 hat das Land Burgenland auf Initiative des Landeshauptmannes Mag. Hans Peter Doskozil das geschichtsträchtige Gebäude der ehemaligen Synagoge Kobersdorf erworben. In weiterer Folge wurde die LIB – Landesimmobilien Burgenland GmbH mit der alterswertigen Generalsanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes beauftragt. Ziel der alterswertigen Sanierung ist es, das Gebäude soweit als möglich in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Anhand behutsam konservatorischer Maßnahmen wird versucht möglichst viel Originalsubstanz zu retten. Dadurch soll die historische Aussagekraft der Synagoge – als sichtbarer Zeitzeuge einer grausamen historischen Epoche – nicht zerstört werden. Die baulichen Maßnahmen an der Synagoge sollen unter Einbindung des Bundesdenkmalamtes und der IKG Wien im Herbst 2020 beginnen und werden voraussichtlich mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Nach erfolgter Sanierung unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten soll das ehemalige Gebetshaus entsprechend der Intention der vormaligen Besitzer einerseits als Kultur-, Wissenschafts- und Bildungszentrum mit einem Schwerpunkt auf regionaler, jüdischer Kultur und Geschichte genutzt werden und einen regelmäßigen Veranstaltungsbetrieb entfalten und andererseits soll das Gebäude auch weiterhin die Funktion eines Mahnmals ausüben. Der Veranstaltungsbetrieb soll vom Land Burgenland und der landeseigenen Kulturbetriebsgesellschaft bewerkstelligt werden. Kooperationen mit Vereinen im Kulturbereich sowie mit wissenschaftlichen Einrichtungen sind ebenfalls vorgesehen. Um der Würde des Hauses gerecht zu werden und auf ausdrücklichen Wunsch der Israelitischen Kultusgemeinde Wien sollen an jüdischen Feiertagen keine Veranstaltungen durchgeführt werden. Die Synagoge von Kobersdorf soll ein sichtbares Zeichen dafür sein, dass das Land Burgenland sich seiner jüdischen Wurzeln, seiner jüdischen Traditionen und seiner Verantwortung für die jüdischen Opfer aus der Zeit des NS-Terrors bewusst ist.

Da bereits zum jetzigen Zeitpunkt ein enormes Interesse am Gebäude besteht, soll auch während der Sanierungsarbeiten Interessierten und Nachfahren der Mitglieder und auch Opfer der jüdischen Gemeinden die Möglichkeit geboten werden, einen – zumindest vorerst virtuellen – Zugang zum Synagogengebäude zu erlangen.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterHier finden Sie laufend Neuigkeiten, aktuelle Informationen und Bilder rund um das eindrucksvolle Gebäude. Für nähere Informationen können Sie sich gerne an die Abteilung 7 – Bildung, Kultur und Gesellschaft wenden.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterHier finden Sie allgemeine Informationen zur Geschichte der Synagoge

Öffnet internen Link im aktuellen FensterHier finden Sie Informationen zur Baugeschichte

 

Nähere Informationen:
Telefon: 05 7600 2089