Das Land Burgenland fördert die Impfung von Schafen gegen Infektionen mit dem Blauzungenvirus (BTV) des Serotyps 3 (BTV-3)

Um Tierleid zu vermeiden und Behandlungskosten zu reduzieren, wird Halterinnen und Haltern von Schafen dringend empfohlen, ihre Tiere impfen zu lassen

Höhe der Förderung

Die Förderung beträgt 3 Euro pro verabreichter Impfdosis (Impfstich) mit einer maximalen Fördersumme pro Betrieb von 3000,-.
Insgesamt stehen 15.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung.

Voraussetzungen

  • Einhaltung aller geltenden tierseuchenrechtlichen Bestimmungen
  • Gefördert werden Impfungen, die vom 15.09.2026 bis einschließlich 11.12.2026 durchgeführt werden.
  • Der vollständig ausgefüllte und unterschriebene Beihilfeantrag (Formulare und Anträge - Land Burgenland) muss spätestens am 11.12.2026 bei der zuständigen Behörde eingelangt sein.
  • Dem Antrag sind die Impfliste, Tierarztrechnung über die Impfstoffkosten und ein Zahlungsnachweis beizulegen. 

Die Impfung wird nach Übermittlung der Impflisten durch die zuständige Behörde im VIS erfasst.

Nicht förderfähig sind Kosten für die Durchführung der Impfung,

Zur Blauzungenkrankheit:

Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue Disease, BT) ist eine Viruserkrankung der Wiederkäuer, die durch Gnitzen übertragen wird. Schafe können besonders schwere Krankheitsverläufe entwickeln; Todesfälle sind möglich. Für den Menschen besteht keine Infektionsgefahr.

Eine spezifische Therapie steht nicht zur Verfügung. Die Impfung ist derzeit die wichtigste Maßnahme zum Schutz empfänglicher Tiere vor schweren klinischen Erkrankungen und wird für Schafe dringend empfohlen.

Wichtiger Hinweis

Auf die Gewährung der Beihilfe besteht kein Rechtsanspruch. Die Auszahlung erfolgt in der Reihenfolge des Einlangens der vollständigen Anträge und im Rahmen der verfügbaren Fördermittel. Bei Nichteinhaltung der Fördervoraussetzungen kann die Beihilfe nicht gewährt bzw. bereits ausbezahlte Förderungen können zurückgefordert werden.

Blauzungenkrankheit (BTV)

Allgemeines

Die Blauzungenkrankheit (Bluetongue Disease, BTV) ist eine Viruserkrankung der Rinder, Schafe, Ziegen, Kamelartiger und wildlebender Wiederkäuer. Sie zählt laut AHL zu den meldepflichtigen Tierseuchen und es sind zahlreiche verschiedene Serotypen bekannt. Als empfänglichste Tierart gilt das Schaf. Für den Menschen besteht keine Infektionsgefahr.

Derzeit gibt es in Österreich Ausbrüche von BTV-3, BTV-4 und BTV-8. Die Inkubationszeit beträgt 4-8 Tage. Die Übertragung des Erregers erfolgt durch Gnitzen (beißend-saugende Insekten). Das klinische Krankheitsbild kann an die Maul- und Klauenseuche erinnern (z.B. Fieber, Schleimhautrötungen/-entzündungen, Lahmheit). Meist erkranken Schafe schwerer als Rinder. Bei Rindern und bei Ziegen kommen häufig auch symptomlose Verläufe vor. Bei erkrankten Rindern kommt es häufig zu einem deutlichen Milchleistungsrückgang, der sehr lange andauern kann. Es gibt keine spezifische Therapie. Um die Übertragung der Krankheit durch Gnitzen zu verhindern, können insektenabwehrende Mittel genutzt werden bzw. wird empfohlen, die Tiere vor allem morgens und abends so unterzubringen, dass sie vor Gnitzen geschützt sind.

Nähre Informationen zur Blauzungenkrankheit sind unter folgenden Links abrufbar: Blauzungenkrankheit, Bluetongue - AGES, Blauzungenkrankheit - KVG
 

Impfung

Eine Impfung mit inaktivierten BTV-Impfstoffen stellt in der gegenwärtigen Situation die wirksamste Maßnahme dar, um Tiere vor Krankheit und Tod zu schützen. 

Die BTV Impfung ist freiwillig, wird aus veterinärfachlicher Sicht für Rinder und Schafe dringend empfohlen, weil damit die Viruslast im Tier und die Schwere des Krankheitsverlaufes reduziert werden. Einen vollständigen Impfschutz bietet sie jedoch nicht. Nach Umwidmung durch den Tierarzt/die Tierärztin wäre die Impfung von anderen empfänglichen Arten, wie Ziegen, Neuweltkameliden und Farmwild möglich.