Mit der kostenlosen Nachhilfe zu Lernerfolgen
Das Burgenland setzt auch imSchuljahr 2026/27 auf kostenlose Lernunterstützung für Pflichtschüler.
Das Angebot hilft Kindern beim Lernen besser zu werden und bewahrt Familien vor hohen privaten Nachhilfekosten.
Unterstützung direkt in der Schule
Wenn Mathematik, Deutsch oder Englisch Schwierigkeiten bereiten, kann zusätzliche Unterstützung entscheidend sein. Im Burgenland sind Eltern dafür nicht auf kostenintensive private Nachhilfe angewiesen. Das Land bietet Pflichtschülerinnen und Pflichtschülern mit Förderbedarf kostenlose Nachhilfe direkt in der Schule an.
Das Angebot, das 2023 eingeführt wurde, hat sich als wichtige und wertvolle Maßnahme des Landes erwiesen.
Wenn Nachhilfe für Familien zu teuer wird
Private Nachhilfe kann für Familien zu einer beträchtlichen zusätzlichen finanziellen Belastung werden. Besonders schwierig ist die Situation, wenn mehrere Kinder Unterstützung benötigen oder über längere Zeit Nachhilfe notwendig ist.
Genau hier setzt das burgenländische Modell an. Die Förderung stellt sicher, dass schulische Unterstützung nicht davon abhängt,wie viel Geld eine Familie zurVerfügung hat. Das Land verfolgt damit das Ziel, Kindern unabhängig von ihrer finanziellen Situation faire Bildungschancen zu ermöglichen.
Lernen dort, wo der Unterricht stattfindet
Ein wesentlicher Vorteil des Angebots: Die Nachhilfe findet imUmfeld der Schule statt und wird von Lehrkräften organisiert. Dadurch kann die Unterstützung am Schulstandort auf den jeweiligen Lernstand und den konkreten Bedarf der Schülerinnen und Schüler abgestimmt werden. Das Angebot ist freiwillig und richtet sich vor allem an Kinder, bei denen Pädagoginnen und Pädagogen einen Förderbedarf feststellen. Im Mittelpunkt stehen die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch sowie die Volksgruppensprachen. Je nach Situation kann die Förderung im Einzel- oder Kleingruppenunterricht erfolgen.
Ein Modell mit messbarer Nachfrage
Wie groß der Bedarf ist, zeigte bereits die Bilanz des Projekts: Mehr als 4.200 Kinder nahmen pro Schuljahr die kostenlose Nachhilfe in Anspruch. Insgesamt wurden rund 20.000 Nachhilfestunden von den jeweiligen Lehrkräften abgehalten. Das Land bezeichnete das Angebot als wichtigen Beitrag zu mehr Chancengleichheit. Auch im Schuljahr 2026/27 wird das Modell fortgesetzt.
Hilfe nicht erst am Jahresende
Die Idee hinter der kostenlosen Nachhilfe ist, Probleme möglichst früh aufzufangen. Wer bei einem bestimmten Thema Schwierigkeiten hat, bekommt zusätzliche Unterstützung, bevor sich größere Lücken entwickeln.
Das kann besonders bei grundlegenden Fächern wie Mathematik oder Deutsch wichtig sein. Es ist wichtig, Wissenslücken zu schließen, da spätere Unterrichtsinhalte darauf aufbauen. Eine gezielte Förderung kann daher nicht nur für eine bessere Note sorgen, sondern auch dabei helfen, wieder mehr Sicherheit beim Lernen zu gewinnen. Das Burgenland setzt auch im Schuljahr 2026/27 auf kostenlose Lernunterstützung für Pflichtschüler.
Auch Volksschüler profitieren
Das Angebot gilt für alle Schülerinnen und Schüler in den Pflichtschulen. Auch Kinder in Volksschulen können die kostenlose Unterstützung nutzen, wenn Förderbedarf besteht. Das Land weist darauf hin, dass bereits bei der Einführung des Modells ein erheblicher Teil der Nutzerinnen und Nutzer aus den Volksschulen kam. Von den damals 4.235 Kindern waren 1.260 Volksschülerinnen und Volksschüler.
Kostenlos bleibt kostenlos
Finanziert wird das Angebot vom Land Burgenland. Bei der Einführung wurden dafür 32 zusätzliche Dienstposten für Lehrkräfte geschaffen und knapp zwei Millionen Euro budgetiert. Das Modell wurde als österreichweites Vorreiterprojekt präsentiert.
Bildung darf keine Frage des Geldes sein
Mit der kostenlosen Nachhilfe verbindet das Burgenland ein einfaches Ziel: Kinder sollen die notwendige Unterstützung bekommen, wenn sie sie brauchen – unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern. Gerade für Familien, bei denen das Haushaltsbudget ohnehin knapp kalkuliert werden muss, kann das einen spürbaren Unterschied machen. Statt zusätzliche Nachhilfestunden privat finanzieren zu müssen, steht die Unterstützung über die Schule kostenlos zur Verfügung. Das Angebot ist nicht nur eine schulische Fördermaßnahme, sondern auch eine finanzielle Entlastung für Familien. Und es zeigt, dass zusätzliche Lernhilfe nicht zwingend eine private Ausgabe sein muss. Die Zahlen aus dem AK Nachhilfebarometer 2026 zeigen: Österreichweit erhalten 338.000 Kinder und Jugendliche bzw. 32 Prozent der Schülerinnen und Schüler bezahlte Nachhilfe; Familien geben dafür durchschnittlich 720 Euro pro Kind und Jahr aus.
Starke Frauen für die Gemeindepolitik
Mit dem neuen Lehrgang „Starke Frauen in der Gemeindepolitik 2027“ sollen Frauengezielt auf eine Tätigkeit in der Kommunalpolitik vorbereitet werden. Das Bildungsprogramm richtet sich an Frauen, die bereits in der Gemeindepolitik aktiv sind oder künftig politische Verantwortung übernehmen möchten.Die Lehrgänge sollen rechtzeitig vor den Gemeinderatswahlen politisches Basiswissen und praktische Kompetenzenvermitteln.
Die Arbeit in den Gemeinden wird zunehmend anspruchsvoller. Angespannte Gemeindefinanzen, gesellschaftliche Veränderungen, Digitalisierung und die Folgen des Klimawandels stellen die Kommunalpolitik vor neue Aufgaben. Gefragt sind daher fundiertes Wissen, strategisches Denken und die Fähigkeit, zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln. Unter dem Motto „Zukunft. Gemeinde. Frau“ umfasst der Lehrgang vier Module. Behandelt werden unter anderem die Burgenländische Gemeindeordnung, politische Entscheidungsprozesse, Kommunikation und Auftreten sowie moderne politische Arbeit. Auf dem Programm stehen auch Themen wie Gemeindebudgets, Ausschüsse und politische Rechte. Ein intensives Rhetoriktraining mit Kameraanalyse soll die Teilnehmerinnen zudem auf öffentliche Auftritte vorbereiten. Ergänzend werden Strategien für den Umgang mit Widerständen sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz für Social Media und Pressearbeit vermittelt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Zukunftsthemen der Gemeinden. Der Lehrgang richtet sich an Gemeinderätinnen, Ersatzgemeinderätinnen und Frauen, die künftig kommunalpolitischeVerantwortung übernehmen wollen. Eine feierliche Zertifikatsverleihung bildet den Abschluss des Lehrgangs. Die Lehrgänge starten im Jänner 2027.
