Der neue Pflegestützpunkt in Mannersdorf an der Rabnitz nahm am Samstag offiziell seinen Betrieb auf. Er ist Teil des burgenlandweiten Ausbaus der Pflegeversorgung, mit dem das Land eine wohnortnahe, gut organisierte und bedarfsgerechte Betreuung sicherstellt. In Mannersdorf werden die acht Gemeinden Lockenhaus, Pilgersdorf, Piringsdorf, Unterrabnitz-Schwendgraben, Mannersdorf an der Rabnitz, Oberloisdorf, Lutzmannsburg und Frankenau-Unterpullendorf eingebunden. Neben dem Hauptstützpunkt in Mannersdorf wird ein Nebenstützpunkt in Lockenhaus errichtet werden. Betreiber ist das Hilfswerk Burgenland. Landesrat Leonhard Schneemann erklärte bei der offiziellen Eröffnung: „Dieser Pflegestützpunkt ist ein Mosaikstein in einer umfassenden Systemumstellung, die die Lücke zwischen stationärer und häuslicher Pflege schließt und die Pflege und Betreuung im Burgenland nachhaltig verändern wird. Hier wird sichtbar, was wir mit dieser Reform erreichen wollen: eine wohnortnahe, gut organisierte, leistbare und für die Menschen leicht zugängliche Versorgung.“ Landesrat Heinrich Dorner betonte: „Die Wohnortnahe Versorgung im Gesundheits- und Pflegebereich ist ganz entscheidend. Die Pflegestützpunkte sind eine neue Errungenschaft im Burgenland. Damit erhalten die älteren Menschen die Möglichkeit, dass sie in ihrem Umfeld, möglichst wohnortnahe, gepflegt werden.“
Der Bezirk Oberpullendorf umfasst insgesamt zehn Pflegestützpunkte in vier Pflegeregionen. Landesweit sieht das Modell 71 Pflegestützpunkte in 28 Pflegeregionen vor. Ziel ist es, die Pflegeangebote besser miteinander zu vernetzen und klare Zuständigkeiten zu schaffen.
Pflege und Betreuung aus einer Hand
Am Standort Mannersdorf werden verschiedene Angebote gebündelt. Dazu zählen die mobile Pflege und Betreuung zu Hause, die Tagesbetreuung sowie die Pflege- und Sozialberatung. Auch betreute und begleitete Wohnformen für ältere Menschen sind Teil des übergeordneten Pflegestützpunktmodells. Die Angebote sollen ineinandergreifen und flexibel auf unterschiedliche Lebenssituationen reagieren.
Ein wesentlicher Vorteil liegt in der klaren Zuständigkeit: Die Trägerorganisation übernimmt die Verantwortung für die Organisation der nicht-stationären Pflege in der jeweiligen Region. Planung, Koordination und Umsetzung erfolgen damit aus einer Hand. Das schafft Orientierung für Pflegebedürftige und Angehörige und soll eine verlässliche Versorgung sicherstellen.
Das Land Burgenland übernimmt Verantwortung für die notwendige Infrastruktur und setzt bei der Pflege auf gemeinnützige Träger. Damit soll die Versorgung langfristig abgesichert und die Leistungen für die Bevölkerung erschwinglich gehalten werden.
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Bildtext Eröffnung PSP Mannersdorf 1 und 2: Soziallandesrat Dr. Leonhard Schneemann, Infrastrukturlandesrat Mag. Heinrich Dorner, Hilfswerk-Burgenland-Präsident LAbg. Mag. Thomas Steiner und Bürgermeister Herbert Schedl bei der Eröffnung des Pflegestützpunktes Mannersdorf an der Rabnitz.
Bildquelle: Büro LR Schneemann
Daniel Fenz, 10. Oktober 2026
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