Pflege- und Sozialberatung wird weiter ausgebaut

Soziallandesrat Leonhard Schneemann und Waltraud Kölly-Schranz, Operative Leitung und Prokuristin der Pflege- und Sozialberatung.
Soziallandesrat Leonhard Schneemann und Waltraud Kölly-Schranz, Operative Leitung und Prokuristin der Pflege- und Sozialberatung.

LR Schneemann: Mehr Nähe, mehr Qualität, mehr Unterstützung im ganzen Burgenland

Im Technologiezentrum Mittelburgenland in Neutal präsentierte Soziallandesrat Leonhard Schneemann heute gemeinsam mit Waltraud Kölly-Schranz, Operative Leitung und Prokuristin der Pflege- und Sozialberatung, die Bilanz und die weiteren Ausbaupläne der Pflege- und Sozialberatung im Burgenland. Das Burgenland baut die Pflege- und Sozialberatung konsequent aus und schafft damit mehr Orientierung, Qualität und Nähe für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. Mit einem flächendeckenden Netz an Pflege- und Sozialberaterinnen in den Pflegestützpunkten in allen 28 Pflegeregionen, der gebündelten Qualitätskontrolle im Angehörigenmodell sowie einer neu strukturierten Ehrenamtskoordination entsteht ein dichtes, effizientes Unterstützungsnetz. Bereits 12.300 Beratungen im Jahr 2025 zeigen: Der Bedarf ist groß. „Wir reagieren mit klaren Strukturen, weniger Bürokratie und persönlicher Begleitung vor Ort. Mit klaren Zuständigkeiten, starken Pflegestützpunkten und einer unabhängigen Beratung aus einer Hand geben wir Sicherheit – für Betroffene und für ihre Familien. Wir schaffen ein starkes, nachhaltiges Pflegesystem, das die Selbstständigkeit so lange wie möglich erhält und Menschen wohnortnah unterstützt“, betonte der Landesrat.

Die Pflege- und Sozialberatung ist die erste Anlaufstelle für alle Fragen rund um Pflege, Betreuung und Unterstützung im Burgenland (Hotline: 05 09 44 – 1111). Aktuell sind 15 Beraterinnen und Berater (14 Frauen und ein Mann) – meist stationiert an den Bezirkshauptmannschaften landesweit im Einsatz. „Die Pflege- und Sozialberaterinnen rücken näher zu den Burgenländerinnen und Burgenländern. Mit der Inbetriebnahme der Pflegestützpunkte in Deutsch Jahrndorf, Müllendorf, Kobersdorf, Grafenschachen, Unterkohlstätten und Minihof-Liebau sind auch die Pflege- und Sozialberater direkt vor Ort an den Stützpunkten verankert und garantieren persönliche Beratung vor Ort, Hausbesuche, Informationsabende und Präsenz bei Gemeindeveranstaltungen“, erläutert Soziallandesrat Leonhard Schneemann.

Bis Jahresende werden mindestens 15 Pflegestützpunkte aktiv sein, langfristig entsteht in allen 28 Pflegeregionen ein Hauptstützpunkt. Damit erweitert sich auch die Zahl der Pflege- und Sozialberaterinnen auf 28.

12.300 Beratungen im Jahr 2025

Waltraud Kölly-Schranz zog eine eindrucksvolle Bilanz für das Jahr 2025: „Wir haben im vergangenen Jahr 12.300 Beratungen in allen sieben Bezirken durchgeführt. Das zeigt, wie groß der Bedarf an Orientierung und Unterstützung ist. Künftig werden wir direkt an den Pflegestützpunkten tätig sein, in die Haushalte fahren, bei Förderanträgen unterstützen, Veranstaltungen an den Stützpunkten organisieren und Schulungen anbieten, damit pflegende Angehörige gut vorbereitet sind und Sicherheit im Alltag haben.“ Die Beratung erfolgt telefonisch, persönlich und digital über die App „Alles Clara“.

Stärkung des Angehörigenmodells

Ein zentrales Element ist das burgenländische Anstellungsmodell für betreuende Angehörige. Aktuell sind 397 Personen bei der Pflegeservice Burgenland angestellt, die pflegebedürftige Menschen ab Pflegestufe 3 betreuen. Ab 1. April übernimmt die Pflege- und Sozialberatung die Vorprüfung, die laufenden Unterstützungsbesuche sowie die Qualitätskontrollen. Sämtliche Unterstützungsbesuche erfolgen künftig gebündelt über die Pflege- und Sozialberatung, mindestens einmal monatlich und ohne zusätzliche Kosten für die Familien. „Mit der Qualitätskontrolle aus einer Hand stärken wir dieses österreichweit einzigartige Modell weiter. Die Pflege- und Sozialberatung wird damit zur zentralen Ansprechstelle für betreuende Angehörige“, so Schneemann.

Ehrenamt flächendeckend neu organisiert

„Pflege ist mehr als professionelle Versorgung. Sie lebt auch von Gemeinschaft. Daher wird das Ehrenamt neu strukturiert und künftig in allen 171 burgenländischen Gemeinden koordiniert“, führt Schneemann weiter aus. Mit klarer Organisation über die 28 Pflegeregionen, enger Abstimmung mit den Gemeinden und effizienter Mittelverwendung entsteht ein flächendeckendes Netz freiwilligen Engagements. Ziel ist es, soziale Kontakte zu fördern, Einsamkeit zu verhindern und das Miteinander zu stärken.

Nachhaltige Investition in die Zukunft

„Pflege betrifft jede und jeden von uns, oft plötzlich. Genau dann braucht es Orientierung, Qualität und Verlässlichkeit. Das Pflegestützpunkt-Modell, die Pflege- und Sozialberatung, das erweiterte Angebot dieser mit der Qualitätskontrolle im Angehörigenmodell und der neuen Ehrenamtsstruktur garantiert ein dichtes, leistungsfähiges Unterstützungsnetz im ganzen Land, direkt in den Gemeinden“, so Schneemann abschließend. Das Burgenland setze damit österreichweit Maßstäbe, nicht als kurzfristige Maßnahme, sondern als nachhaltige Antwort auf den demografischen Wandel.

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Pflege- und Sozialberatung_01
Pflege- und Sozialberatung_02

Bildtext Pflege- und Sozialberatung_01: Soziallandesrat Leonhard Schneemann und Waltraud Kölly-Schranz, Operative Leitung und Prokuristin der Pflege- und Sozialberatung.

Bildtext Pflege- und Sozialberatung_02: Soziallandesrat Leonhard Schneemann und Waltraud Kölly-Schranz, Operative Leitung und Prokuristin der Pflege- und Sozialberatung.

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Dorothea Müllner-Frühwirth, 2. März 2026

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