Herbert Prohaska – Österreich

WM – Qualifikation 1976/77

Österreich – DDR 1-1, 24. September 1977 in Wien, Gruppe 3

Tore: Willy Kreuz; Martin Hoffmann

Für Österreichs Nationalmannschaft, die sich seit 1958 für keine WM-Endrunde qualifiziert hatte, bescherte das Heimspiel gegen den stärksten Gruppengegner den ersten Punktverlust in dieser Qualifikation. Die Österreicher dominierten im ausverkauften Praterstadion das Spiel und gingen früh in Führung, um noch vor der Pause nach einem indirekten Freistoß den Ausgleich zu kassieren. Die Enttäuschung nach Spielende war groß, noch dazu hatte Torjäger Hans Krankl in der Schlussphase nach heftiger Kritik wegen eines aberkannten Treffers Rot gesehen und fehlte nun im Rückspiel in Leipzig. Dort erkämpfte sich das Team von Helmut Senekowitsch ein bravouröses 1-1 und behielt die Gruppenführung. Ein 1-0 in der Türkei im letzten Spiel reichte schließlich für das Ticket zur WM 1978.

Austria Wiens Spielmacher Herbert Prohaska schoss mit seinem Tor in der Türkei, dem „Spitz von Izmir“, Österreich zu dieser WM in Argentinien. Während der Qualifikationsphase kämpfte er um seinen Stammplatz und wurde gegen die DDR erst in der 78. Minute für Kurt Jara eingewechselt. In Leipzig begann er für den gesperrten Hans Krankl, in Izmir für den am Blinddarm operierten Josef Hickersberger. „Schneckerl“ bestritt 83 Länderspiele (10 Tore) und stand als einziger Spieler bei drei erfolgreichen WM-Qualifikationen am Feld. Als Teamchef führte Prohaska 1998 Österreich zur bislang letzten WM-Endrundenteilnahme.