Gerhard Breitenberger – Österreich
WM 1978 in Argentinien
Österreich – Deutschland 3-2, 21. Juni 1978 in Cordoba, Zwischenrunde Gruppe A
Tore: Hans Krankl (2), Berti Vogts (Eigentor); Karl-Heinz Rummenigge, Bernd Hölzenbein
„I wer‘ narrisch!“ Mit diesem Ausruf machte sich Radio-Reporter Edi Finger senior an diesem denkwürdigen 21. Juni 1978 in seiner Heimat ebenso unsterblich wie die österreichischen Spieler. Hans Krankls Siegtor kurz vor Schluss versetzte nicht nur Edi Finger senior in Euphorie, was die Spieler nach ihrer Rückkehr bald bemerken sollten. Für Edi Krieger und Josef Hickersberger war dies das letzte Spiel für Österreich, ebenso für Teamchef Helmut Senekowitsch. Auch für den Titelverteidiger Deutschland war durch dieses 2-3 das Turnier vorbei. Bundestrainer Helmut Schön nahm wie angekündigt seinen Hut, besser gesagt seine Mütze. Seine Ära von 1964 bis 1978 ging mit WM- und EM-Titel als eine der erfolgreichsten Trainerkarrieren in die Länderspielgeschichte ein. Bei all diesen Turnierendrunden unter Helmut Schön verlor Deutschland lediglich 2 Spiele in der regulären Spielzeit: 1974 in Hamburg mit 0-1 gegen die DDR und eben an diesem Tag in Cordoba gegen Österreich.
Gerhard Breitenberger bestritt 14 Länderspiele für Österreich, dabei 4 im Rahmen dieser WM. Der Linksverteidiger von VÖEST Linz saß gegen Deutschland nur auf der Bank, nach der WM kam er nicht mehr für Österreich zum Einsatz. Das Cordoba-Trikot von Gerhard Breitenberger mit der Nummer 4, das er nach dem Spiel mit Dieter Müller tauschte, ist das einzige Leiberl dieser Ausstellung, das bereits bei der Trikotausstellung 2024 im Eisenstädter Landhaus gezeigt wurde. Es gibt eben nur 22 Cordoba-Trikots, größer durfte der Kader nicht sein. Und ohne Cordoba lässt sich keine österreichische Geschichte der Fußballweltmeisterschaften erzählen.
