Taskforce "Vorsorgeabklärung Luftqualität"
Die vom Land Burgenland eingesetzte Taskforce "Vorsorgeabklärung Luftqualität“ überprüft fachlich sauber und nach behördlichen Standards eine mögliche Asbestbelastung der Luft im Zusammenhang mit asbesthältigen Gesteinsmatieralien.
Hier finden Sie Informationen rund um die Ausgangslage und die Maßnahmen der Taskforce "Vorsorgeabklärung Luftqualität".
Für weitere Fragen und Informationen wenden Sie sich an die Hotline 057 600 1027.
Mögliche Gesundheitsfragen werden mit höchster Verantwortung behandelt und wissenschaftlich geprüft werden. Das Land wird daher vorsorglich Luftmessungen an ausgewählten, sensiblen Standorten durchführen lassen. Die parallel dazu eingerichtete interdisziplinäre Taskforce wird die Vorgangsweise fachlich begleiten und weitere Schritte vorbereiten.
Ein interdisziplinäres Team aus Experten bildet die Taskforce, die die weiteren Schritte fachlich und wissenschaftlich begleiten wird. Die Mitglieder der Taskforce werden in Kürze bekanntgegeben.
Alle Informationen und Ergebnisse werden auf der Homepage des Landes Burgenland veröffentlicht werden, ergänzt durch eine übersichtliche Landkarte sowie FAQs, die laufend ergänzt werden. Außerdem wird eine telefonische Hotline für Fragen aus der Bevölkerung eingerichtet, auch für Gemeinden wird es einen Ansprechpartner geben.
Gesundheit
Nein, denn in gebundener Form stellt Asbest keine Gefahr dar und ist nicht gesundheitsgefährdend.
Gebunden findet sich Asbest
- als natürliches Vorkommen im Gestein (Serpentinit z.B.)
- in Baumaterial (z. B. Eternit-Dach- und Fassadenplatten, Lüftungs- und Abwasserrohre oder Spritzasbest), in PVC-Boden- und Wandbelägen, in Fliesenkleber usw. wo es wegen seiner Eigenschaften (Hitze- und Feuerbeständigkeit, isolierend und chemisch stabil) bis zum Verbot im Jahr 1990 „absichtlich“ zugesetzt und verwendet wurde.
Erst wenn das asbesthaltige Material bearbeitet (zB. geschliffen, geschnitten, abgerieben, abgefräst) wird können sich die Asbestfasern durch massive mechanische Einwirkung lösen und in die Luft gelangen. Erst das Einatmen von in der Luft befindlichen Asbestfasern könnte Lungenkrankheiten auslösen.
Aus medizinischer Sicht gibt es derzeit keinen Anlass zur Sorge. Für das Ergreifen von Schutzmaßnahmen besteht keine besondere Veranlassung. Die bekannten Testergebnisse beziehen sich auf Gesteinsproben. Solange Asbest im Gestein (auch im Rollsplit) fest gebunden ist, besteht keine Gefahr für die Gesundheit.
Erst wenn man asbesthaltiges Material bearbeitet (z.B. Eternitdach entfernen), sollten Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden.
Feinstaub stellt an sich eine potentielle Gefahr für die Gesundheit dar.
Um mögliches im Gestein vorhandenes Asbest herauszulösen, damit es in die Luft gelangt, bedarf es massiver mechanischer Einwirkungen.
Grundsätzlich ist aber nicht davon auszugehen, dass sich bei normaler Verkehrsbelastung Asbestfasern aus dem Schotter löst.
Derzeit liegen den Gesundheitsämtern im Burgenland keine Hinweise auf vermehrte Erkrankungen im Zusammenhang mit Asbest vor.

