2. Burgenländisches Bodensymposium am 4. November 2026

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Am 4. November 2026 findet im Lisztzentrum Raiding das 2. Burgenländische Bodensymposium unter dem Motto "Wie kann aktiver Bodenschutz gelingen? Von der Theorie zur Praxis" statt. Freuen Sie sich auf spannende Fachvorträge, inspirierende Praxisbeispiele und konkrete Lösungsansätze aus unterschiedlichen Bereichen. Im Mittelpunkt steht dabei auch der gemeinsame Austausch: In einer interaktiven Zukunftswerkstatt haben Sie die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsam mit Expert:innen, Gemeinden, Vertreter:innen der Landwirtschaft, Politik und engagierten Bürger:innen an praxistauglichen Maßnahmen für das Burgenland zu arbeiten. 

Beim Bodensymposium im Vorjahr standen die vielfältigen Gefährdungen unserer Böden und deren Auswirkungen im Mittelpunkt. Nun richten wir den Blick auf die Umsetzung: Wie können aktiver Bodenschutz, Entsiegelung und ein nachhaltiger Umgang mit Bodenressourcen in der Landwirtschaft und Siedlungsentwicklung erfolgreich gelingen? 

Nutzen Sie die Gelegenheit, wertvolle Impulse für Ihre Arbeit zu gewinnen, neue Perspektiven kennenzulernen und aktiv an der Gestaltung eines klimafitten Burgenlandes mitzuwirken. 
 

Programm

9:00 Uhr: Ankunft der Teilnehmer:innen

9.30 Uhr: Begrüßung und einleitende Worte | LH-Stv.in Anja Haider-Wallner

9:45 Uhr: Keynote: Gesunder Boden - gesunder Mensch | Franz Rösl, Ig Gesunder Boden e.V.

10:10 Uhr: Der Beitrag der biologischen Landwirtschaft zu Bodenschutz, Bodenfruchtbarkeit und Bodengesundheit | Anna Tomic, FiBL 

10:30 Uhr: Regenerative Landwirtschaft in der Praxis | Franz Grötschl, Landwirt in Lackendorf

10:50 - 11:20 Uhr: Pause

11:20 Uhr: Bodenschutz in der Raumplanung | Arthur Kanonier, TU Wien

11:40 Uhr: Entsiegeln und Begrünen – Wege zu Projekten & Maßnahmen des Vereins Bodenfreiheit| Walter Fitz, Verein Bodenfreiheit

12:00 - 13:00 Uhr: Mittagspause & Networking

13:00 – 15:30 Uhr: Werkstatt Boden zu den Themen:

  • Bodenschutz in der Landwirtschaft
  • Bodenschutz im Siedlungsbereich 
  • Bodenschutz in Politik und Gesellschaft

15:30 - 16:00 Uhr: Pause

16:00 - 16:45 Uhr: Werkstatt Boden - Präsentation der Ergebnisse 

16:45 - 17:15 Uhr: Meilensteine des Bodenschutzes im Burgenland | LH-Stv.in Anja Haider-Wallner

17:15 - 17:30 Uhr: Beitritt Land Burgenland zum Bodenbündnis und Vorstellung Bodenbündnis | Bodenbündnis Österreich

18:00 Uhr: Boden-Kino: „Kernstück – Ortskernrettung und Bodenschutz in Gemeinden“

Die Veranstaltung findet am 4. November 2026 von 9:30 bis cirka 19.30 Uhr im Franz Liszt Zentrum Raiding, Lisztstraße 46 in 7321 Raiding statt. Bitte melden Sie sich bis 29.10.2026 über diesen Link an

Rückfragen zur Veranstaltung gerne via Mail: post.a4-dorferneuerung-bodenschutz(at)bgld.gv.at

Die Vorträge

Gesunde Böden sind die Grundlage für gesunde Lebensmittel, sauberes Wasser, Artenvielfalt und klimaresiliente Landschaften. Die Keynote zeigt die Zusammenhänge zwischen Bodenqualität, menschlicher Gesundheit und gesellschaftlicher Zukunftsfähigkeit auf und schlägt die Brücke zu den nachfolgenden Praxisbeispielen aus Landwirtschaft und Siedlungsbereich.

Landwirt*innen, die nach den Prinzipien der biologischen Landwirtschaft wirtschaften, setzen auf vielfältige Fruchtfolgen, verzichten auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und orientieren sich am Prinzip geschlossener Nährstoffkreisläufe. Der Vortragerläutert die zentralen Prinzipien der biologischen Landwirtschaft und stellt aktuelle Maßnahmen und Praxisbeispiele vor, die zur Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit beitragen. 

Grötschl Franz bewirtschaftet eine Landwirtschaft mit Milchkühen in Lackendorf, wegen Unwetter wie Hagel und Überschwemmungen und bei fast gleichzeitiger Trockenheit versuchte er sich anzupassen. So hat er auf den Pflug verzichtet und mittels Zwischenfrüchte Humus aufgebaut. Er wird uns über seine 20 Jahre Erfahrungen mit regenerativer Bewirtschaftung erzählen.

Um die hohe Flächeninanspruchnahme durch die Siedlungstätigkeitzu reduzieren, braucht es einen konsequenten Schutz des Grünlandes sowohl in der örtlichen als auch überörtlichen Raumplanung. Die künftige Siedlungstätigkeit ist verstärkt auf die Innenbereiche zu lenken („Innen- vor Außenentwicklung“), wobei das Instrumentariuminsb. zur Baulandmobilisierung, Rückwidmungen und Bodenbeschaffung (weiter) zu entwickeln sein wird.

Der Verein Bodenfreiheit setzt sich für den Schutz des Bodens und einen verantwortungsvollen Umgang mit der wertvollen Ressource Fläche ein. Er engagiert sich gegen Bodenversiegelung und Flächenfraß und fördert eine nachhaltige Raumplanung, um Natur, Lebensräume und landwirtschaftliche Flächen für zukünftige Generationen zu erhalten. Dies ist unter anderem mit dem Projekten "Ground:breaking" und "Grün statt Asphalt" gelungen, wo in mehreren Gemeinden unter Einbeziehung der Bevölkerung Flächen entsiegelt wurden.