„Wilde Ecken“ – Sichtbare Zeichen für mehr Biodiversität in burgenländischen Gemeinden

Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner

LH-Stv.in Haider-Wallner: Klare Kennzeichnung von naturnahen Flächen schafft Akzeptanz und reduziert Pflegeaufwand

Nicht jede Grünfläche muss geschniegelt und gestriegelt sein: Dort, wo Gras wachsen darf, Blumen blühen und nicht ständig gemäht wird, entstehen wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel und viele andere Arten. Mit der Kampagne „Wildes Eck“ unterstützt das Land Burgenland Gemeinden dabei, naturnahe Flächen zu kennzeichnen. „Ein Englischer Rasen schaut vielleicht ordentlich aus, aber für die Natur ist er oft ziemlich langweilig. Dagegen ist ein ‚Wildes Eck‘ wie ein kleines Abenteuer direkt vor der Haustür – nur eben für Bienen, Schmetterlinge und Co.“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin und Naturschutzlandesrätin Anja Haider-Wallner.

Angesichts des allgemein hohen Versiegelungsgrads erfüllen naturnahe Grünflächen im Ortsgebiet eine bedeutende ökologische Funktion. Durch einfache Maßnahmen wie die Reduktion der Mahd entstehen Korridore, die der Vernetzung von Lebensräumen dienen und Rückzugsgebiete für Pflanzen- und Tierarten bieten. Naturnahe Grünflächen sind zudem resilienter gegenüber Hitze, Trockenheit und Starkregenereignissen – und das bei deutlich geringerem Arbeitsaufwand im Vergleich zu intensiv gemähten Flächen.

Erfahrungen aus zahlreichen österreichischen Gemeinden zeigen, dass naturnahe und ungemähte Flächen auf deutlich höhere Akzeptanz stoßen, wenn diese klar gekennzeichnet sind. Gemeinden profitieren gleich mehrfach von gekennzeichneten Flächen: „Wilde Ecken“ fördern die Artenvielfalt, reduzieren die Kosten für den Pflegeaufwand und stärken ein positives Umweltbewusstsein in der Bevölkerung.

„Ein einfacher Hinweis kann manchmal Wunder wirken“, sagt Haider-Wallner. „Wenn man weiß, warum gerade nicht gemäht wird, sieht man auf einmal viel mehr: summende Insekten, blühende Pflanzen – ein Stück lebendige Natur mitten im Ortsgebiet.“

Alle 171 burgenländischen Gemeinden erhalten automatisch ein „Wildes Eck“-Schild zur freien Verwendung. Unter Angabe der zu kennzeichnenden Gemeindeflächen werden weitere Schilder zur Verfügung gestellt: post.a4-natur-lebensraum(at)bgld.gv.at.

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Bildtext Wildes Eck 1: Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Eisenstadt, 15. Mai 2026

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