Das kleinste Bundesland macht es vor: Während in Österreich 1,529 Millionen Menschen – das sind 16,9 Prozent der Bevölkerung – armuts- oder ausgrenzungsgefährdet sind und 336.000 Menschen in absoluter Armut leben, hat das Burgenland die Quote mehr als halbiert. Mit einer Armutsquote von nur 6,4 Prozent verzeichnet das Burgenland die niedrigste Armutsgefährdung aller österreichischen Bundesländer – weniger als die Hälfte des österreichweiten Schnitts von 14,3 Prozent. „Diese Zahlen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Sozialpolitik. Wer arbeitet, muss von seinem Einkommen leben können – ohne Zweitjob, ohne Almosen. Das ist der Grundsatz, nach dem wir im Burgenland handeln“, betont Landesrat Dr. Leonhard Schneemann anlässlich des Internationalen Tages der sozialen Gerechtigkeit.
Die Zahlen schockieren: Österreichweit sind 1,529 Millionen Menschen armuts- oder ausgrenzungsgefährdet, 336.000 davon in absoluter Armut. Rein statistisch müssten im Burgenland rund 50.000 Menschen armutsgefährdet sein. Tatsächlich sind es nicht ganz 20.000 – dazu kommen rund 14.500 Mindestpensionistinnen und -pensionisten. Der Vergleich zeigt: Politik macht einen Unterschied. „Armut ist keine Schicksalsfrage, sondern eine politische. Wir haben im Burgenland bewiesen, dass man mit den richtigen Maßnahmen einen entscheidenden Unterschied machen kann“, unterstreicht Soziallandesrat Leonhard Schneemann.
Mindestlohn als Gamechanger
Herzstück dieser Politik ist der burgenländische Mindestlohn, der 2019 eingeführt wurde und seither als wichtigste sozialpolitische Säule des Landes gilt. „Der Mindestlohn ist der maßgebliche Grund, warum wir im Burgenland so niedrige Armutszahlen haben. Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer soll mit seinem Einkommen auch tatsächlich leben können.“
Die Wirkung ist messbar: Die Zahl der Sozialunterstützungsempfängerinnen und -empfänger ist auf knapp 2.000 Personen gesunken – ein Rückgang um ein Drittel gegenüber 2019.
Lückenloses Netz für alle Lebenslagen
Ergänzend zum Mindestlohn bündelt der Sozial- und Klimafonds alle Landesförderungen – vom Wärmepreisdeckel bis zur Hilfe in besonderen Lebenslagen – online und unbürokratisch. Flächendeckend eingerichtete Sozialmärkte, die sogenannten Sonnenmärkte, ermöglichen es rund 1.800 Burgenländerinnen und Burgenländern, Lebensmittel und Alltagsprodukte um rund ein Drittel günstiger einzukaufen.
Blick nach vorne: Zukunftsplan Burgenland 2030
„Wir wollen die niedrige Armutsquote nicht nur halten, sondern das Unterstützungsnetz weiter ausbauen. Delogierungsprävention, der Ausbau sozialer Angebote und unser Ziel, die Armutskonferenz in den nächsten Jahren ins Burgenland zu holen, sind dabei zentrale Vorhaben“, kündigt Schneemann abschließend an.
Eisenstadt, 20. Februar 2026
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