Anlässlich des Tags der Elementarpädagogik fand am Dienstag im Bundesschulzentrum Eisenstadt eine Fachtagung statt. Diese stand im Burgenland unter einer besonderen Rahmung: Mit Jahresbeginn 2026 wanderte die behördliche Zuständigkeit für die Elementarpädagogik von der Landesverwaltung zur Bildungsdirektion für Burgenland. Gleichzeitig erweitert die Private Pädagogische Hochschule Burgenland (PPH Burgenland) ihr Studienangebot und startet ab Herbst 2026 erstmals ein grundständiges Bachelorstudium Elementarpädagogik. Bildungslandesrätin Daniela Winkler unterstrich in ihrer Begrüßung die Bedeutung der Elementarpädagogik und die Arbeit in den Kinderbildungseinrichtungen und Kinderbetreuungseinrichtungen: „Das Burgenland hat sich in der Kinderbildung und Kinderbetreuung eine Vorreiterrolle erarbeitet. Dazu braucht es laufend ein Zutun von mehreren Seiten. Die Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen mit ihren Teams leisten tagtäglich hervorragende Arbeit in dieser für unsere Kinder so wichtigen Entwicklungsphase.“
Für die Bildungslandesrätin ist genauso die Zusammenarbeit der Gemeinden mit dem Land wichtig, „damit eine umfassende und erfolgreiche Kinderbildung und Kinderbetreuung gewährleistet werden kann. Dass das Burgenland im österreichweiten Vergleich auf eine der höchsten Betreuungsquoten verweisen kann, ist eine Summe all dieser Faktoren. Wie wichtig die Arbeit in den Kinderkrippen und Kindergärten ist, bestätigen unterschiedliche Studien, wie zuletzt die PIAAC-Studie, wonach eine qualitätsvolle Betreuung und Förderung im frühen Alter die Basis ist für einen späteren Bildungserfolg. Sie stärken nicht nur die persönliche Entwicklung, sondern verbessern auch die Chancen auf eine gute Bildungslaufbahn.“
Unter dem Motto „Frühe Kindheit im 21. Jahrhundert: Positionen, Potenziale, Perspektiven“ bot die Fachtagung Impulse aus Wissenschaft und Praxis. Im Mittelpunkt standen Themen wie Ausbildung und Professionalisierung in der Elementarpädagogik, die Qualität in Kindergärten, zeitgemäße Arbeitsbedingungen für Pädagoginnen und Pädagogen, die Zusammenarbeit mit Eltern sowie die vielfältigen Herausforderungen des pädagogischen Alltags.
Das Programm umfasste hochkarätige Online-Vorträge von zwei renommierten Expertinnen: Catherine Walter-Laager, Vizerektorin der Karl-Franzens-Universität Graz, Erziehungswissenschaftlerin und Expertin für Elementarpädagogik, sowie Dorothee Gutknecht, Professorin für Kindheitspädagogik an der Evangelischen Hochschule Freiburg (Deutschland), Expertin für Säuglings- und Kleinkindpädagogik, Responsivitätsforschung und Inklusion. Im anschließenden Podiumsgespräch diskutierten Sabine Weisz (Rektorin der PPH Burgenland), Alfred Lehner (Bildungsdirektor für Burgenland), Herwig Wallner (Direktor der BAfEP Oberwart), Tanja Leberl (Leitung Zentrum für Elementarpädagogik der PPH Burgenland) und Katharina Samek (Leitung Montessori-Kinderhaus Kalvarienberg, Neusiedl am See) über Herausforderungen und Chancen der Elementarpädagogik.
Bildungsdirektor Alfred Lehner betonte die Bedeutung der strukturellen Neuerung: „Mit der Neueingliederung der Elementarpädagogik in die Bildungsdirektion sehen wir es als Auftrag, die Lebens- und Bildungsbegleitung unserer Kinder vom Kindergarten bis zum Schulabschluss aus einer Hand mitzugestalten. Unser Ziel ist es, die Elementarpädagogik weiterzuentwickeln, an die gesellschaftlichen Herausforderungen anzupassen und nachhaltig zu stärken. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der weiteren Verbesserung der Übergänge zwischen den einzelnen Bildungsinstitutionen, den sogenannten Transitionsprozessen. Unser oberstes und gemeinsames Anliegen wurde bereits im Bildungsziel der Bildungsreform 2017 definiert, allen Kindern – unabhängig von sozialer Herkunft, Geschlecht, Sprache, ethnischer/kultureller Herkunft, Religionszugehörigkeit und individuellen Bedürfnissen, ihren bestmöglichen Bildungsweg zu eröffnen.“
Ein zentrales Zukunftsprojekt ist das neue grundständige Bachelorstudium Elementarpädagogik an der PPH Burgenland, das ab Herbst 2026 startet und die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte für Kindergärten weiter stärkt.
Rektorin Sabine Weisz unterstrich die Verantwortung der PPH Burgenland: „Gerade die Arbeit mit den jüngsten Kindern bringt die wirkmächtigsten Fördermöglichkeiten. Daher ist es notwendig, auch wissenschaftlich ausgebildete Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen im Feld zu haben. Österreich zieht hier den anderen europäischen Ländern nach. Wir freuen uns, dass wir ab Herbst Studienplätze anbieten und somit unseren Beitrag leisten können, um beste Entwicklungsmöglichkeiten für unsere Kinder bereitzustellen.“
Kurzinfo: Grundständiges Bachelorstudium Elementarpädagogik
Studienstart: Herbst 2026
Dauer: 6 Semester
Abschluss: Bachelor of Education (BEd) inkl. Berufsberechtigung
Infotag 2026
21. März 2026, 9 bis 14 Uhr
PPH Burgenland, Thomas-Alva-Edison-Straße 1, 7000 Eisenstadt
Rückfragehinweis: Mag.a Marie Mörz | Leiterin des Zentrums Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit ꟾ +43 676 870 430 31 ꟾ marie.moerz(at)ph-burgenland.at
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Bildtext Tag der Elementarpädagogik: Landesrätin Daniela Winkler (Mitte) gemeinsam mit Vizerektor Herbert Gabriel (Forschung und Hochschulentwicklung, Private Pädagogische Hochschule Burgenland), Rektorin Sabine Weisz (PPH Burgenland), Leiterin Sandra Steiner (Präsidialbereich Bildungsdirektion Burgenland) und Bildungsdirektor Alfred Lehner (v.l.) beim Tag der Elementarpädagogik (v.l.).
Bildquelle: Büro LRin Winkler/Christoph Novak
Eisenstadt, 20. Jänner 2026
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