Pflege und Betreuung: EU-Kommissar befürwortet Burgenland-Modell!

Landesrat Christian Illedits mit Nicolas Schmit, EU-Kommissar für Beschäftigung und Soziales

Illedits präsentiert Anstellungsmodell für pflegende und betreuende Angehörige vor Beschäftigungs- und Sozialkommissar Schmit

Im Rahmen einer Plenartagung des Ausschusses der Regionen lud Nicolas Schmit, neuer EU-Kommissar für Beschäftigung und Soziales, ausgewählte RepräsentantInnen aus der gesamten Europäischen Union zu einer Aussprache. Soziallandesrat Christian Illedits, Vertreter des Burgenlandes, präsentierte dabei das Anstellungsmodell für pflegende bzw. betreuende Angehörige – und fang Anklang bei Schmit. Es handle sich um ein interessantes Projekt das weiterzuverfolgen sei, so der EU-Kommissar. Auch im Europäischen Parlament führte Illedits bereits erste Gespräche. Angesichts des hohen Interesses – beinahe jede Region ist bereits mit dem Thema Pflege und Betreuung konfrontiert – setzt er auf allen Ebenen an: Im kommenden Jahr wird er eine Initiative im Ausschuss der Regionen setzen, zudem suche man diesbezüglich Gespräche mit den zuständigen KommissarInnen für Demografie sowie Gleichstellung.

Pflege und Betreuung sind gesellschaftliche Schlüsselthemen der Zukunft. Dank der steigenden Standards nimmt das Alter der Bevölkerung im Burgenland, Österreich und ganz Europa zu. Mehr als 510 Mio. Menschen leben heuer in der Europäischen Union, rund 20 Prozent der Unionsbürgerinnen und Unionsbürger sind 65 Jahre alt oder älter. Im Burgenland werden im Jahr 2030 rund 37.000 Menschen mindestens 75 Jahre alt sein.

Kommissar Schmit betonte den Stellenwert von Pflege und Betreuung für den Arbeitsmarkt. „Um das Angebot an Pflegeleistungen, insbesondere die Verfügbarkeit qualifizierter Kräfte sicherzustellen braucht es Maßnahmen. Hier müssen wir europäisch denken – es ist davon auszugehen, dass mit steigendem Bedarf an Pflegekräften auch die Arbeitskräftemobilität innerhalb Europas, aber auch aus Drittstaaten, zunimmt,“ so Landesrat Illedits.

Im Rahmen der Europäischen Säule Sozialer Rechte hat die Europäische Kommission das Recht auf bezahlbare und hochwertige Langzeitpflegedienste, insbesondere häusliche Pflege und wohnortnahe Dienstleistungen festgelegt. Das Burgenland hat den „Zukunftsplan Pflege“ entwickelt, der auf Basis einer systematischen Bedarfserhebung, Pflege und Betreuung im Burgenland langfristig absichern soll und innovative Maßnahmen enthält.
„Wir haben ein neues Anstellungsmodell geschaffen: Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen und betreuen, können sich bei einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft des Landes Burgenland anstellen lassen – gegen eine faire Entlohnung und sozialrechtliche Absicherung,“ so der Landesrat. 54 Personen wurden seit 1. November bereits angestellt, mit dem nächsten Monatsersten werden es rund 80 sein.

„Das nationale und europäische Interesse ist enorm. Das Anstellungsmodell verspricht das nächste europäische Best Practice-Modell aus dem Burgenland zu werden,“ so der Landesrat.

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Bildtext: Landesrat Christian Illedits mit dem neuen EU-Kommissar für Beschäftigung und Soziales, Nicolas Schmit

Für Rückfragen:

Sandra Prükler, BA
Büroleiterin von Landesrat Illedits

Tel.: 057-600/2570
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