Mit der feierlichen Eröffnung des „Kirschblütenradwegs Shiga“ heute, Mittwoch, 15. April, wird die Partnerschaft zwischen dem Burgenland und der japanischen Präfektur Shiga sichtbar und erlebbar. Zur Radweg-Eröffnung konnten Landesrat Heinrich Dorner und Regierungskoordinator LAbg. Robert Hergovich neben zahlreichen anderen Gästen auch den japanischen Botschafter in Österreich, Kiminori Iwama, begrüßen. Das Projekt markiert einen weiteren Meilenstein in der engen Kooperation zwischen dem Burgenland und der japanischen Präfektur Shiga. Auf japanischer Seite wurde bereits im Herbst 2023 ein „Burgenland-Radweg“ eröffnet. Der „Kirschblütenradweg Shiga“ stellt das burgenländische Gegenstück dazu dar. „Heute schließt sich gewissermaßen ein Kreis, der im Herbst 2023 in Japan seinen Anfang nahm. Mit dem Kirschblütenradweg schaffen wir das Gegenstück zum ,Burgenland-Radweg‘ am japanischen Biwa-See und festigen damit die Verbundenheit, die unsere Regionen vereint. Dieser Radweg ist ein sichtbares Zeichen unserer gewachsenen Freundschaft. Er lädt Einheimische wie Gäste dazu ein, diese besondere Verbindung inmitten unserer Natur zu erleben. Für die Zukunft sehe ich noch großes Potenzial, die Partnerschaft durch einen verstärkten Austausch in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltiger Tourismus und Kultur weiter zu festigen. Der ,Kirschblütenradweg Shiga‘ ist ein Versprechen für unseren gemeinsamen Weg nach vorne“, so Dorner bei der Eröffnung des Radweges in Breitenbrunn. Für Botschafter Kiminori Iwama ist „dieser Weg ist ein Symbol für die freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Burgenland und der Präfektur Shiga. Die Botschaft von Japan wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, diese wertvolle Beziehung zu unterstützen und den Austausch in vielfältigen Bereichen zu fördern.”
Die Präfektur Shiga und das Burgenland sind sich in vielen Bereichen ähnlich. So verbindet die beiden Regionen ihr verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Umwelt und ihrem kulturellen Erbe und ihr Engagement, diese nachhaltig zu erhalten und zu bewahren. Bereits im Jahr 2023 wurde zur Vertiefung der Zusammenarbeit von Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil und dem Vizegouverneur Koji Ejima der Präfektur Shiga ein Memorandum of Understanding unterzeichnet.
Regierungskoordinator LAbg. Robert Hergovich sieht im Kirschblüten-Radweg „weit mehr als ein touristisches Highlight. Er steht sinnbildlich für die enge und gewachsene Verbindung zwischen dem Burgenland und Japan. Diese Partnerschaft zeigt sich auch ganz konkret, denn auch in unserer Partnerpräfektur Shiga wurde bereits ein Radweg mit dem Namen ‚Burgenland-Radweg‘ eröffnet. Das verbindet nicht nur unsere Regionen, sondern auch unsere Menschen. Kultur und Wirtschaft profitieren gleichermaßen von diesem Austausch, und gerade das Radfahren entlang der Kirschblüten macht diese besondere Beziehung auf eine sehr persönliche Weise erlebbar – entschleunigt, naturnah und verbindend.“
Der „Kirschblütenradweg Shiga“, die ehemalige Radroute „B12“, führt über 43 Kilometer entlang am Fuß des Leithagebirges und des Neusiedler Sees durch den Welterbe-Naturpark Neusiedler See – Leithagebirge und verbindet die Gemeinden Purbach, Winden, Jois, Breitenbrunn am Neusiedler See und Donnerskirchen.
„Mit dem Kirschblütenradweg Shiga erhält eine unserer beliebtesten Radrouten eine internationale Note mit Bezug zur japanischen Präfektur Shiga. Gleichzeitigzeigt der Radweg, wie attraktiv das Burgenland als Radregion ist“, so Didi Tunkel, Geschäftsführer von Burgenland Tourismus.
Der Radweg ist ein weiterer Schritt zur Festigung der Partnerschaft Burgenland-Japan, die sich in zahlreichen Projekten widerspiegelt: dem musikalischen Auftritt der Josef Haydn Privathochschule in Shiga oder einem Projekt zwischen einer Keramikschule in Shiga und Ceramico Stoob. Die Präfektur Shiga ist eine der bekanntesten Stätten der japanischen Keramikherstellung und beherbergt mit „Shigaraki“ eine der sechs historischen Töpfereien (Rokkoyo) Japans.
Aber die Verflechtungen zwischen dem Burgenland und Japan reichen noch weiter zurück: Von den japanischen Skulpturen im Römersteinbruch in St. Margarethen – 1970 holte Karl Prantl im Rahmen des von ihm gegründeten Symposiums mit fünf jungen Japanern erstmals ein Bildhauerkollektiv nach St. Margarethen – über das markante Storchenhaus des japanischen Architekten Terunobu Fujimori in Raiding hin zu einem der berühmten japanischen Origami-Kraniche, einem internationalen Symbol für den Frieden, in Stadtschlaining. Kulinarische Brücken werden mit dem burgenländischen „Tenno“-Wein oder burgenländischem Wasabi geschlagen.
Über die Präfektur Shiga
Die Präfektur Shiga liegt auf der japanischen Hauptinsel Honshû und hat rund 1,4 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 4.017,38 Quadratkilometern. Trotz fehlendem Zugang zum Meer profitiert Shiga von seiner strategischen Lage am Schnittpunkt der Wirtschaftszonen Kansai, Chubu und Hokuriku und hat sich zu einem bedeutenden Industriestandort entwickelt – insbesondere in den Bereichen Automobil, Elektronik und Pharma.
Darüber hinaus ist die Präfektur für ihre traditionelle Land- und Forstwirtschaft sowie für kulturelle Schätze wie Bonsai und das handgeschöpfte Papier „Hosokawashi“ bekannt, das von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde.
Ein zentrales Symbol Shigas ist der Biwa-See, der größte und zugleich älteste Süßwassersee Japans. Mit einer Fläche von rund 670 Quadratkilometern nimmt er etwa ein Sechstel der Präfektur ein und bildet das Herz eines einzigartigen Ökosystems, das seit über tausend Jahren eng mit Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei verknüpft ist. Dieses sogenannte Biwa-See-System wurde als landwirtschaftliches Welterbe ausgezeichnet.
Auch kulturell hat Shiga große Bedeutung: Mit Shigaraki beherbergt die Präfektur eine der sechs historischen Töpferregionen Japans und zählt zu den wichtigsten Zentren der traditionellen Keramikkunst.
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Kirschblütenradweg Shiga 1 Kirschblütenradweg Shiga 2
Kirschblütenradweg Shiga 3 Kirschblütenradweg Shiga 4
Kirschblütenradweg Shiga 5
Bildtext Kirschblütenradweg Shiga 1: eröffneten den Kirschblütenradweg Shiga (v. l.): Landesrat Heinrich Dorner, S. E. Botschafter Kiminori Iwama, Regierungskoordinator LAbg. Robert Hergovich und Breitenbrunns Bürgermeister Helmut Hareter.
Bildtext Kirschblütenradweg Shiga 2: S. E. Botschafter Kiminori Iwama erhielt von Landesrat Heinrich Dorner als Geschenk und als Zeichen der Verbundenheit ein Burgenland-Leibchen überreicht.
Bildtext Kirschblütenradweg Shiga 3 & 4: Landesrat Heinrich Dorner bei seiner Rede.
Bildtext Kirschblütenradweg Shiga 5: Breitenbrunns Bürgermeister Helmut Hareter, Landesrat Heinrich Dorner, S. E. Botschafter Kiminori Iwama, und Regierungskoordinator LAbg. Robert Hergovich (v.l.).
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Eisenstadt, 15. April 2026
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