Neuer Primar setzt auf modernste Technik, individuelle Kommunikation und patientenzentrierte Medizin

Primar Geberth leitet seit Oktober die Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin an der Klinik Kittsee.
Primar Geberth mit DGKP Marika Glaser-Orban (stv. Stationsleitung der Intensivstation) in der Intensivstation.

LH Doskozil: „Die bestehenden Leistungen werden in Kittsee gezielt gestärkt, um für die Burgenländerinnen und Burgenländer im Einzugsgebiet eine zeitgemäße und hochwertige wohnortnahe Gesundheitsversorgung zu sichern“

Primar Alexander Carl Geberth leitet die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin an der Klinik Kittsee. Gemeinsam mit seinem Team von derzeit elf Ärztinnen und Ärzten sowie einem Pool von Pflegekräften treibt er die Modernisierung und Weiterentwicklung der perioperativen und intensivmedizinischen Versorgung konsequent voran – mit einem klaren Fokus auf modernste Ultraschalltechnologie, höchste medizinische Standards und Kommunikation auf Augenhöhe. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hebt die Bedeutung der personellen Verstärkung und der klaren medizinischen Schwerpunktsetzung am Standort Kittsee hervor: „Die bestehenden Leistungen werden in Kittsee gezielt gestärkt, um für die Burgenländerinnen und Burgenländer im Einzugsgebiet eine zeitgemäße und hochwertige wohnortnahe Gesundheitsversorgung zu sichern. Gleichzeitig werden die notwendigen Schritte für die neue Klinik in Gols konsequent vorangetrieben, um langfristig und nachhaltig die beste Gesundheitsversorgung zu garantieren.“

„Die Intensivmedizin ist mir ein großes Anliegen“, betont der neue Primar. Seit Kurzem steht der Abteilung ein neues hochmodernes Ultraschallgerät zur Verfügung, das es ermöglicht, jederzeit und ohne Wartezeiten direkt am Intensivbett Untersuchungen von Herz, Lunge, Bauchorganen, Gefäßen etc. durchzuführen. Die unmittelbare Verfügbarkeit verbessert Diagnostik und Therapieentscheidungen entscheidend und stärkt die Sicherheit der Patientinnen und Patienten. „Auf einer Intensivstation, auf der viele Geräte piepsen und Schläuche notwendig sind, ist es unser oberstes Ziel, die Menschen und ihre Angehörigen in all ihren Bedürfnissen wahrzunehmen. Technik unterstützt uns, aber im Mittelpunkt bleibt der Mensch.“

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesundheit Burgenland: „Die umfangreichen Neubesetzungen in der Klinik Kittsee schaffen frische Impulse und bringen innovative Ideen. Leistungen werden gezielt weiterentwickelt, um den Burgenländerinnen und Burgenländern im Norden des Landes die bestmögliche wohnortnahe Gesundheitsversorgung bereitzustellen, während parallel die Weichen für die neue Klinik Gols gestellt werden.“

„Wir konnten einen jungen, äußerst engagierten Kollegen für die Leitung der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin für den Standort gewinnen, der europaweit anerkannte Spitzenqualifikationen mitbringt. Seine umfassende Ausbildung und seine internationalen Zertifizierungen stehen für höchste fachliche Kompetenz, ergänzt durch starke Schwerpunkte in Patientensicherheit und Medizinethik. Mit seiner klinischen, organisatorischen und akademischen Erfahrung ist er eine große Bereicherung für das Haus“, betont der medizinische Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland, Stephan Kriwanek.

Die Ultraschalldiagnostik wird künftig auch im OP-Bereich weiter an Bedeutung gewinnen, insbesondere mit der geplanten Erweiterung um die elektive Orthopädie. Ultraschallgezielte Regionalanästhesien erlauben es, einzelne Körperregionen präzise zu betäuben und Operationen unter Sedierung, in Kombination mit Vollnarkose oder auch vollständig wach, durchzuführen. Zoltan Kudela, Bereichsleiter Anästhesie/OP, bringt dazu umfangreiche Erfahrung aus dem Orthopädischen Spital Speising mit.

Perioperative Medizin am Punkt der Zeit

Die Klinik Kittsee verfügt über eine starke chirurgische und urologische Versorgung. Mit der geplanten Erweiterung um den orthopädischen Fachschwerpunkt wird die Zahl komplexer Eingriffe steigen und die Anforderungen an die Anästhesie werden wachsen. Unter Primar Geberth wurden dementsprechend bereits umfassende Schulungen initiiert und moderne Technologien implementiert. Bereits heute können in der Klinik Kittsee hochentwickelte, kombinierte Anästhesieverfahren mit kurzwirksamen und nebenwirkungsarmen Medikamenten durchgeführt werden.

An oberster Stelle steht die bestmögliche Sicherheit der Patientinnen und Patienten, auch jener mit erheblichen Vorerkrankungen. Dazu dienen maßgeschneiderte Anästhesiekonzepte sowie eine optimierte Patientenreise vor, während und nach Operationen. Mit der Einführung und dem Ausbau moderner Konzepte wie Fast-Track bzw. ERAS (Enhanced Recovery After Surgery) wird die Genesung nach Operationen beschleunigt, Komplikationen werden reduziert und Patient*innen können schneller mobilisiert und entlassen werden. Zudem soll die tagesklinische bzw. ambulante Chirurgie bedarfsgerecht erweitert werden, damit Patientinnen und Patienten nach kleineren Eingriffen möglichst rasch in ihr vertrautes Umfeld zurückkehren können.

Intensivmedizin: Höchste Standards und individuelle Therapie

Auf der Intensivstation werden Patientinnen und Patienten mit chirurgischen, internistischen, neurologischen und anderen akuten Erkrankungen betreut. Ziel ist, die internationalen Richtlinien mit individueller, menschlicher Medizin zu verbinden. Die zentralen Schwerpunkte der Intensivmedizin in der Klinik Kittsee reichen vom Einsatz modernster Ultraschalltechnologie, über eine frühe Mobilisation, individuelle Schmerztherapie, transparente Entscheidungen und einer engen Kommunikation zwischen allen Fachdisziplinen bis hin zu Gesprächen mit Angehörigen auf Augenhöhe.

Ein besonderes Anliegen des Primars ist die würdevolle Begleitung unheilbar erkrankter Patientinnen und Patienten. Die Klinik Kittsee ist ein zertifiziertes Palliativzentrum, und palliativmedizinische Expertise ist eng in die anästhesiologische und intensivmedizinische Betreuung eingebunden.

Schmerzambulanz

Die wöchentliche Schmerzambulanz bietet Patientinnen und Patienten, die im niedergelassenen Bereich keine ausreichende Schmerztherapie erhalten, individuelle Behandlungskonzepte nach internationalen Standards. In den kommenden Monaten sollen Ambulanzzeiten und Methoden weiter ausgebaut werden. Auch innerklinisch steht das Team bei akuten Schmerzen jederzeit für Konsile zur Verfügung.

Patientensicherheit und Kommunikation als Leitprinzip

Ob im OP oder auf der Intensivstation – Kommunikation ist für Geberth ein zentraler Baustein der Patientensicherheit: „Patientinnen und Patienten sind Expertinnen und Experten ihres eigenen Körpers. Sie müssen wissen, was mit ihnen geschieht, und sollen mitbestimmen können, was sie möchten oder nicht möchten.“ Regelmäßige interdisziplinäre Fallkonferenzen, strukturierte Abstimmungsprozesse und die Einbindung der Angehörigen gehören deshalb zum Selbstverständnis der Abteilung.

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Intensivstation_Geberth
Intensivstation_Geberth-Glaser-Orban

Bildtext Intensivstation_Geberth: Primar Geberth leitet seit Oktober die Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin an der Klinik Kittsee.

Bildtext Intensvstation_Gebert-Glaser-Orban: Primar Geberth mit DGKP Marika Glaser-Orban (stv. Stationsleitung der Intensivstation) in der Intensivstation.

Bildquelle: Gesundheit Burgenland

Kittsee, 19. Jänner 2026

Rückfragehinweis:
Gesundheit Burgenland - kommunikation(at)gesundheit-burgenland.at / www.gesundheit-burgenland.at