Neue Messdaten in Großpetersdorf vervollständigen Lagebild – Sofortmaßnahmen umgesetzt, dauerhafte Lösung wird vorbereitet 

Gemeinde setzt Empfehlungen der Taskforce laufend um – aktuelle Messergebnisse ermöglichen präzisere Einordnung der Situation – weitere Überprüfung nach Abschluss der Maßnahmen vorgesehen 

Nachdem Anfang Mai bei einer Probemessung im Bereich einer Straße in Großpetersdorf erhöhte Messwerte festgestellt worden waren, wurden seitens der Taskforce unverzüglich weitere Schritte zur fachlichen Einordnung und Staubminimierung eingeleitet. Zwischenzeitlich liegen zusätzliche Messergebnisse vor, die ein umfassenderes Bild der Situation ermöglichen. Parallel dazu wurden gemeinsam mit den Gemeindeverantwortlichen bereits Sofortmaßnahmen gesetzt; eine dauerhafte Lösung wird vorbereitet. 

Dabei ist zu beachten, dass es sich im konkreten Fall nicht um eine herkömmliche Schotterstraße handelt. Verwendet wurde Fräsmaterial bzw. recyceltes Material, das auf mechanische Einwirkungen anders reagiert als klassische Schotteroberflächen. Dieser wesentliche Unterschied zu vergleichbaren Situationen in anderen Gemeinden ist bei der Bewertung der Messergebnisse mitzudenken. 

• Erste Vergleichsmessung: Eine Messung am 10.2.2026 ergab bei feuchter Witterung einen Wert von 95 Fasern pro Kubikmeter Luft. Dass unter trockeneren und wärmeren Bedingungen höhere Werte auftreten können, wurde seitens der Taskforce grundsätzlich erwartet. 

• Worst-Case-Messung unter Extrembedingungen: Eine weitere Messung am 7.5.2026 wurde gezielt unter Bedingungen durchgeführt, die ein möglichst hohes Staubaufkommen simulieren sollten. Dabei wurden rund 13.000 Fasern pro Kubikmeter Luft gemessen. Die Untersuchung diente ausdrücklich dazu, potenzielle Belastungsspitzen sichtbar zu machen. Das dabei erzeugte Staubaufkommen lag deutlich über dem Niveau, das unter üblichen Alltagsbedingungen typischerweise auftritt. Aufgrund des hohen Wertes bei dieser Messung wurden nach dem Minimierungsprinzip vorsorglich umgehend Maßnahmen zur Staubreduktion empfohlen. Diese wurden seitens der Gemeinde auch vorbildlich umgesetzt.

• Messung unter Realbedingungen: Um die tatsächliche Situation vor Ort fundiert beurteilen zu können, wurde am 19.5.2026 eine zusätzliche Messung unter realen Bedingungen vorgenommen. Die Ergebnisse liegen der Taskforce seit heute, Freitag, vor: Dabei wurden durchschnittlich 300 Fasern pro Kubikmeter Luft festgestellt. Diese Messung ergänzt das bestehende Datenbild und bildet eine wesentliche Grundlage für die weitere Bewertung. 

• Weitere Evaluierung: Nach Umsetzung der dauerhaften Maßnahmen wird eine erneute Messung erfolgen, um deren Wirksamkeit nachvollziehbar zu überprüfen. 

Nach Vorliegen der erhöhten Messergebnisse nahm die Taskforce unmittelbar Kontakt mit den Verantwortlichen der Gemeinde auf und sprach konkrete Empfehlungen zur Staubminimierung aus. Als Sofortmaßnahme erfolgt bei trockenen Witterungsverhältnissen eine Bewässerung der betroffenen Fläche. Parallel dazu wird eine dauerhafte Bindung der Oberfläche vorbereitet. Geprüft werden derzeit geeignete technische Lösungen, darunter eine Asphaltierung beziehungsweise das Aufbringen einer Spritzgussdecke. Das weitere Vorgehen erfolgt in enger Abstimmung zwischen Gemeinde und Taskforce. 

Grundsätzlich gilt weiterhin: Der Schutz der Bevölkerung steht im Mittelpunkt. Wo fachlich Handlungsbedarf besteht, werden Empfehlungen ausgesprochen und Maßnahmen gesetzt. Maßgeblich bleiben eine seriöse, datenbasierte Aufarbeitung der Situation und wirksame Lösungen vor Ort. Land und Taskforce verfolgen diesen Weg konsequent und verlässlich weiter. 

Eisenstadt, 22. Mai 2026

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