Mit Julia Mainx übernimmt eine erfahrene Pädagogin mit langjähriger Praxis in der Landwirtschaft die Leitung der Landwirtschaftlichen Fachschule Eisenstadt. Landeshauptmann-Stellvertreterin und Agrarlandesrätin Anja Haider-Wallner präsentierte die neue Direktorin heute an deren Wirkstätte. „Landwirtschaft ist ein Zukunftsberuf. Dafür brauchen wir eine Ausbildung, die nahe an der Praxis ist und gleichzeitig nach vorne schaut. Mit Julia Mainx übernimmt eine Direktorin Verantwortung, die selbst fest in der Landwirtschaft verwurzelt ist und die Schule seit vielen Jahren kennt“, so Haider-Wallner. Gleichzeitig stellte sie mit AgriNEXT einen rund einjährigen Zukunftsprozess für die Landwirtschaftlichen Fachschulen in Eisenstadt und Güssing vor. Ziel ist es, die Bildungsangebote weiterzuentwickeln, künftige Anforderungen an die Landwirtschaft zu analysieren und die Schulstandorte langfristig zu stärken. Haider-Wallner erklärt: „Mit AgriNEXT wollen wir gemeinsam mit den Schulen genau hinschauen: Was braucht die Landwirtschaft von morgen und welche Kompetenzen müssen wir dafür heute vermitteln? Wie gehen wir mit den Herausforderungen des Klimawandels um? Wir wollen die Erfahrungen von Lehrkräften, Schüler:innen und Betrieben mit wissenschaftlicher Expertise verbinden und daraus konkrete Perspektiven für die Weiterentwicklung unserer landwirtschaftlichen Fachschulen entwickeln. So stellen wir sicher, dass unsere Ausbildung nah an der Praxis bleibt und gleichzeitig neue Entwicklungen aufgreift.“
Julia Mainx ist seit 2010 als Lehrerin und Erzieherin an der Landwirtschaftlichen Fachschule Eisenstadt tätig. Ihre Verbindung zur Landwirtschaft reicht weit zurück: Im Alter von neun Jahren zog sie mit ihrer Familie ins Waldviertel, wo diese eine Landwirtschaft übernahm und in die biologische Wirtschaftsweise einstieg. Mit 14 Jahren besuchte sie das Francisco Josephinum in Wieselburg und absolvierte anschließend eine berufspädagogische Ausbildung.
Vor ihrer Tätigkeit an der LFS Eisenstadt sammelte Mainx Erfahrungen unter anderem im Obst- und Gemüsebereich, in der Landtechnik, im Natur- und Umweltschutz sowie als Jagd- und Waldpädagogin. Sie verfügt zudem über zahlreiche Weiterbildungen, etwa in Naturmediation, Wald- und Kräuterpädagogik, Permakultur und Bienenwirtschaft. Seit 25 Jahren lebt sie im Burgenland und betreibt eine kleine Bio-Hobbylandwirtschaft.
„Julia Mainx verbindet landwirtschaftliche Praxis mit pädagogischer Erfahrung und kennt den Schulstandort aus ihrer langjährigen Tätigkeit. Diese Verbindung ist eine gute Grundlage für die Weiterentwicklung der LFS Eisenstadt“, betont Haider-Wallner.
„Die Landwirtschaft steht vor großen Veränderungen – und damit auch die Ausbildung. Unsere Aufgabe ist es, junge Menschen fachlich fundiert und möglichst praxisnah auf diese Veränderungen vorzubereiten. Dazu gehört für mich nicht nur Wissen über Produktion und Betriebsführung, sondern auch ein Verständnis für Boden, Natur, Ressourcen und die wirtschaftlichen Zusammenhänge eines landwirtschaftlichen Betriebs. Gleichzeitig entstehen durch die neuen Anforderungen auch neue berufliche Möglichkeiten – etwa im Klima- und Naturschutz, in der Landschaftspflege oder in Naturparken und Nationalparks. Landwirtschaft und Naturschutz sind dabei kein Widerspruch, sondern können sich gegenseitig ergänzen“, sagt die neue Direktorin Julia Mainx.
AgriNEXT: Ausbildung gemeinsam weiterentwickeln
Im Mittelpunkt von AgriNEXT steht die Frage, wie die landwirtschaftliche Ausbildung im Burgenland bestmöglich auf die Herausforderungen der Zukunft ausgerichtet werden kann. Themen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und innovative Produktionsformen werden ebenso betrachtet wie die Anforderungen der landwirtschaftlichen Praxis.
Wissenschaftlich begleitet wird das rund einjährige Projekt von der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien. Eingebunden sind die Bildungsdirektion, Schulleitungen und Lehrkräfte sowie Schulqualitätsmanagerinnen und -manager. Auch Schülerinnen und Schüler, Absolventinnen und Absolventen, landwirtschaftliche Betriebe, Interessenvertretungen und weitere Expertinnen und Experten sollen ihre Perspektiven einbringen.
„Wir wollen diesen Prozess nicht über die Köpfe der Menschen hinweg gestalten. Die besten Ideen entstehen dort, wo Praxis, Erfahrung und neue Perspektiven zusammenkommen. Am Ende sollen konkrete Handlungsempfehlungen stehen, mit denen wir die Schulstandorte gezielt weiterentwickeln können“, so Haider-Wallner.
Biolandwirtschaft als Zukunftsschwerpunkt
Ein weiterer Schwerpunkt ist die biologische Landwirtschaft. Im Regierungsprogramm “Zukunftsplan Burgenland 2030” ist das Ziel verankert, den Anteil biologisch bewirtschafteter Flächen von derzeit rund 41 Prozent auf 50 Prozent bis 2030 zu erhöhen.
„Wenn wir die biologische Landwirtschaft im Burgenland weiterentwickeln wollen, müssen wir auch bei der Ausbildung ansetzen. Die jungen Menschen von heute sind die Landwirtinnen und Landwirte von morgen. Sie brauchen das Wissen und die Fähigkeiten, um Böden fruchtbar zu halten, Ressourcen sorgsam einzusetzen und Landwirtschaft auch unter den Bedingungen des Klimawandels erfolgreich zu betreiben. Mit AgriNEXT wollen wir unsere landwirtschaftlichen Fachschulen zukunftsfit machen“, so Haider-Wallner abschließend.
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Weinbauschule 1
Weinbauschule 2
Weinbauschule 3
Weinbauschule 4
Bildtext Weinbauschule 1 & 3: Franz Bock, Leiter der Bildungsregion Nord, Julia Mainx, die neue Direktorin der Landwirtschaftlichen Fachschule Eisenstadt, ihr Vorgänger Erich Unger, Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (v.l.).
Bildtext Weinbauschule 2: Franz Bock, Leiter der Bildungsregion Nord, Julia Mainx, die neue Direktorin der Landwirtschaftlichen Fachschule Eisenstadt und Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner.
Bildtext Weinbauschule 4: Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner gratuliert der Direktorin der Landwirtschaftlichen Fachschule Eisenstadt, Julia Mainx, zu ihrer neuen Aufgabe.
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
Eisenstadt, 28. September 2026
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