LR Dorner: „Wir schauen drauf, dass die Burgenländer gut und sicher durch den Winter kommen“

Lkw der Baudirektion bereit für den Winterdienst im Burgenland

Der Winter steht vor der Tür, und die burgenländische Baudirektion ist bestens für den Wintereinsatz vorbereitet. Denn: „Die Verkehrssicherheit und der Verkehrsfluss müssen auch bei Schnee, Verwehungen, Eisglätte und widrigsten Verhältnissen aufrechterhalten werden. Wir schauen drauf, dass die Burgenländer mit ihren Kraftfahrzeugen gut und sicher durch den Winter kommen“, betont Infrastrukturlandesrat Mag. Heinrich Dorner.
Die Einsatzkräfte der Fachgruppe Betriebliche und Bauliche Erhaltung in den Bau- und Betriebsdienstleistungszentren Nord und Süd sind an zehn Standorten mit insgesamt 15 Straßenmeistereien im ganzen Bundesland positioniert. Das gesamte Betreuungsgebiet der Winterdienstmitarbeiter umfasst ca. 3700 Fahrstreifenkilometer.

Das Konzept für den Winterdienst auf burgenländischen Landesstraßen basiert auf der permanent durch Rufbereitschaft verfügbaren Mannschaft des Straßendienstes und der modernen Ausrüstung mit Räum- und Streufahrzeugen. Im Volleinsatz kommt die gesamte Einheit von Räum- und Streugeräten zum Einsatz. Dies geschieht im Regelfall durch die Mitarbeiter der Baudirektion und landeseigene Fahrzeuge.

„Von den 73 Einsatzfahrzeugen sind 30 Räum- und Streugeräte im sogenannten Turnusdienst täglich im Einsatz, um Eisbildung und Reifglätte auf der Fahrbahn zu bekämpfen“, erklärt Dorner. Mit einer durchschnittlichen Betreuungslänge von ca. 50 Fahrstreifenkilometern je Einsatzfahrzeug und einem durchschnittlichen Verbrauch an Streumitteln von drei Tonnen je Fahrstreifenkilometer befindet sich das Land Burgenland im Bundesländervergleich in Bezug auf die betreuten Streckenlängen im Verhältnis zum geringen Streumittelverbrauch im österreichischen Spitzenfeld.

Im Burgenländischen Straßendienst wird seit Jahrzehnten grundsätzlich Feuchtsalzstreuung durchgeführt. Der besondere Vorteil bei dieser Technik liegt darin, dass einerseits eine bessere Haftung und gleichmäßigere Verteilung der Streumittel auf der Fahrbahn erreicht wird, und andererseits eine schnellere Tauwirkung einsetzt. Das Mittel besteht zu einem Teil aus Trockensalz (NaCl), dem ein Anteil Sole (eine wässrige Lösung mit einem Salzgehalt von nur rund 20 Prozent) beigemengt wird. Die Vorteile dieser Methode sind vielfach erprobt: Es gibt eine wesentlich geringere Verwehung des Feuchtsalzes beim Ausstreuen, eine gute Anhaftung auf der Fahrbahn sowie eine raschere und intensivere Tauwirkung des Salzes. Die positive Folge ist eine leichtere Räumbarkeit der Straße. Die Feuchtsalzstreuung funktioniert optimal, wenn auf den Straßen noch vor Beginn des Schneefalls präventiv das Feuchtsalz ausgebracht wird.

Durch diese vorbeugende Salzstreuung - auch auf trockener Straße - vor Niederschlagsereignissen und vor zu erwartender Reifbildung kann die Verkehrssicherheit wesentlich erhöht werden. Denn diese Methode hilft, ein Festfrieren von Schnee bzw. eine Eisbildung auf der Fahrbahn zu verhindern. Dies spart bei nachfolgenden Streuvorgängen Auftausalz und ist somit umweltfreundlicher. Man darf sich daher nicht wundern, wenn die Einsatzfahrzeuge Salz mitunter auf eine trockene und schneefreie Fahrbahn ausbringen. Das bedeutet nämlich, dass entweder Niederschläge in Kürze eintreten werden oder dass Eisbildung durch Reif erwartet wird. „Die Einsatzleiter verfügen über einen Zugriff auf das ausgezeichnete Wetterradar der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik und können daher Niederschläge mit hoher Treffsicherheit bereits Stunden zuvor vorhersagen“, sagt Dorner. „Daraus ergibt sich auch eine hohe Wirtschaftlichkeit, da das verwendete Streusalz insgesamt effektiver eingesetzt wird.“

Zahlen und Fakten zum Winterdienst:
>>> Fahrzeuge: Es stehen 73 Winterdienst-Fahrzeuge (55 Winterdienst-LKW, 17 UNIMOG und 1 angemietetes Frächterfahrzeug mit fixer Streckenzuteilung) zur Verfügung. Diese sind überwiegend mit Frontpflug sowie Salzstreuautomaten bzw. Splittstreuanhänger ausgerüstet.
>>> Salz: Im gesamten Burgenland stehen 9.295 Tonnen an Lagerkapazität für Streusalz in Salzhallen oder Silos zur Verfügung.
>>> Vorbereitende Maßnahmen: 60.000 Schneestangen und 20.000 Stück Schneewände (Breite á 2,0 m) werden entlang der Straßen aufgestellt.
>>> Im Winter 2018/19 herrschte an 21 Tagen Schneefall.

Statistik der Baudirektion:
>>> Arbeitsstunden: Im Durchschnitt wurden in den letzten fünf Jahren rund 97.986 Arbeitsstunden für den Winterdienst geleistet.
>>> Rund 3.600 Tonnen Splitt und rund 8.750 Tonnen Salz wurden durchschnittlich in den vergangenen Wintern verbraucht.

„Trotz bester Vorbereitung und Durchführung des Winterdienstes auf dem neuesten Stand der Technik muss auch auf die Verantwortung der Verkehrsteilnehmer hingewiesen werden. Durch eine der Witterung und den winterlichen Fahrbahnverhältnissen angepasste Fahrweise kann viel zur Verkehrssicherheit beigetragen werden“, betont der Landesrat abschließend.

 

Der Link zum VIDEOBEITRAG: 

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Bildtext: Winterdienst_Lkw_1.JPG: Ein Lkw der Baudirektion vorbereitet für den Einsatz im Winterdienst.

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Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice

Mag. Christian Frasz, 13. Dezember 2019

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