Verkehrslandesrat Heinrich Dorner bekräftigte heute im Rahmen der Konferenz der Landesverkehrsreferenten in Bregenz die Forderung nach einer bundeseinheitlichen Lösung für den Wegfall der ÖBB-Vorteilscard Senior als Voraussetzung einer Ermäßigung für Senioren und Senioren. Hintergrund dieses Ansinnens ist, dass für die Nutzung des Seniorentarifs in öffentlichen Verkehrsmitteln auf Verlangen der ÖBB eine ÖBB Vorteilscard Senior vorzuweisen ist. Diese Regelung stellt insbesondere für Seniorinnen und Senioren im Süd- und Mittelburgenland, wo keine Anbindung an den Schienenverkehr besteht und der Transport vorwiegend mit Bussen und Anrufsammeltaxis erfolgt, eine erhebliche Benachteiligung dar. Auch Fahrgäste in vergleichbaren Regionen Niederösterreichs sind davon betroffen.
„Wir wollen, dass den Verkehrsverbünden ermöglicht wird, ausschließlich das Erreichen des Alters von 65 Jahren und nicht zusätzlich den Besitz einer ÖBB-Vorteilscards Senior für die Gewährung des SeniorInnentarifs als Grundlage heranzuziehen. Das ist unbürokratisch und gerecht und muss rasch im Sinne der älteren Menschen, die mit Öffis unterwegs sind, umgesetzt werden“, betonte der Landesrat und verwies diesbezüglich auf den neuerlichen Beschluss der Landesverkehrsreferenten. Auch die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland sind in dieser Frage als Tarifpartner im Verkehrsverbund Ostregion (VOR) bereits an die ÖBB herangetreten, um eine Anpassung der bestehenden Tarifbestimmungen zur erwirken.
Dorner erneuerte bei der Konferenz in Vorarlberg auch das Ansinnen der Landesverkehrsreferenten, dass es in Hinkunft für länderorganisierte bedarfsgesteuerte Verkehre (Mikro-ÖV) eine Bundes-Kofinanzierung geben soll. Bis dato gibt es nur für Gemeinden als Träger von bedarfsgesteuerten Verkehren eine Förderung des Bundes bei der Konzipierung und in den ersten Jahren für den Betrieb von bedarfsgesteuerte Mobilitätslösungen. Aus Sicht der Länder ist eine Bundes-Kofinanzierung für integrierte bedarfsgesteuerte Verkehrslösungen, sofern sie langfristig durch das Land organisiert, gefördert und umgesetzt werden, für das jeweilige Land notwendig. „Gerade für ländlich strukturierte Bundesländer wie das Burgenland ist der Einsatz von Anrufsammeltaxis maßgeschneidert. Wir haben mit dem BAST vor fast zwei Jahren ein flächendeckendes, attraktives und kostengünstiges Angebot für den Umstieg auf Öffis geschaffen. Es wäre nur fair und gerecht, wenn diese Vorreiterrolle bei der klimafreundlichen Mobilität vom Bund finanziell honoriert wird, so Dorner.
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Landesverkehrsreferenten-Konferenz 1
Landesverkehrsreferenten-Konferenz 2
Bildtext Landesverkehrsreferenten-Konferenz 1: Landesrat Heinrich Dorner (rechts im Bild) nahm am Freitag in Bregenz an der Konferenz der Landesverkehrsreferenten teil.
Bildtext Landesverkehrsreferenten-Konferenz 2: Landesrat Heinrich Dorner (3.v.l.) bei der Konferenz der Landesverkehrsreferenten.
Bildquelle: Büro Landesrat Dorner
Eisenstadt, 02. Oktober 2026
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