LR Dorner: Spatenstich am Wehoferbach markiert Beginn von Hochwasserschutz und ökologischer Aufwertung in Oberwart

Wolfgang Wukovits (Land Burgenland, Referat Wasser, Bau- und Umwelttechnik Außenstelle Süd), Landesrat Heinrich Dorner, Bürgermeister Georg Rosner, Wasserwirtschaft - Sektionschefin Monika Mörth (BMLUK), Bezirkshauptmann-Stellvertreterin Monika Dax und Vizebürgermeister Michael Leitgeb.
Beim Spatenstich am Wehoferbach in Oberwart setzten Vertreter von Bund, Land und Gemeinde gemeinsam mit Projektbeteiligten den symbolischen Startschuss für die Umsetzung der gewässerökologischen Maßnahmen und den Ausbau des Hochwasserschutzes.

Projekt stärkt Hochwassersicherheit, verbessert die Gewässerökologie und saniert bestehende Bachüberdeckungen im Stadtgebiet

Die Auswirkungen des Klimawandels führen zu einer steigenden Häufigkeit von Extremwetterereignissen und Überschwemmungen. Besonders das Hochwasser im Juni 2024 hat in der Region Oberwart erhebliche Schäden verursacht. Umso wichtiger ist es, Projekte umzusetzen, die Hochwasserschutz und ökologische Verbesserungen miteinander verbinden, besonders im innerstädtischen Bereich. Mit dem Spatenstich startet in der Stadtgemeinde Oberwart ein wichtiges Infrastrukturprojekt: Am Wehoferbach werden umfangreiche gewässerökologische Maßnahmen umgesetzt und gleichzeitig der Hochwasserschutz verbessert. „Die Hochwasserereignisse der vergangenen Jahre haben deutlich gezeigt, wie wichtig vorausschauende Investitionen in den Schutz unserer Gemeinden sind. Mit dem Projekt am Wehoferbach setzen wir gezielt Maßnahmen, die den Hochwasserschutz für die Bevölkerung in Oberwart verbessern und gleichzeitig den Bach ökologisch aufwerten. Damit verbinden wir Sicherheit für die Menschen mit einem verantwortungsvollen Umgang mit unseren Gewässern. Seitens des Landes fließen rund 1,8 Mio. Euro in das Projekt“, so Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner. Auch Umweltminister Norbert Totschnig betont anlässlich des Spatenstichs, wie essentiell solche Maßnahmen sind: „Der verbesserte Schutz der Bevölkerung vor Naturgefahren wie Hochwasser ist mir ein großes Anliegen. Daher investieren wir als zuständiges Umweltministerium österreichweit laufend in bauliche Maßnahmen und ökologische Verbesserungen, die Mensch und Natur gleichermaßen zugutekommen. Für das Projekt "Gewässerökologische Maßnahmen und Hochwasserschutz am Wehoferbach" in der Stadtgemeinde Oberwart stellen wir 3,1 Mio. Euro bereit. Jeder Euro, den wir in den Hochwasserschutz investieren, ist eine Investition in mehr Sicherheit, in eine intakte Umwelt und stärkt die regionale Wirtschaft.“

Das Projekt umfasst Maßnahmen entlang des Wehoferbachs im Stadtgebiet von Oberwart auf einer Länge von rund 1,7 Kilometern – vom Mündungsbereich in die Pinka bis zur Querung der B50 Burgenlandstraße. Ziel ist es, den Bach ökologisch aufzuwerten, seine Struktur zu verbessern und gleichzeitig die Hochwassersicherheit zu erhöhen.

Die Arbeiten sind in vier Teilbereiche gegliedert:

  • Schulgasse: rund 266 Meter
  • Badgasse: rund 246 Meter
  • Bachgasse – offener Gewässerabschnitt: rund 368 Meter
  • Bachgasse: rund 855 Meter

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Sanierung der bestehenden Bachüberdeckung in der Badgasse auf einer Länge von etwa 246 Metern. Dabei wird der überdeckte Bachabschnitt teilweise geöffnet, um eine ökologische Verbesserung zu erreichen und gleichzeitig die Abflusskapazität bei Hochwasser zu berücksichtigen.

Zusätzlich werden mehrere gewässerökologische Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen die Strukturierung des Gewässerbettes sowie Bepflanzungen im bestehenden Abflussprofil, um den derzeit schlechten ökologischen Zustand des Wehoferbaches zu verbessern. Der Bach ist zwar nicht durch Abwassereinleitungen belastet, weist jedoch aufgrund seiner geradlinigen Bauweise Defizite in der Gewässerstruktur auf.

Auch der Hochwasserschutz wird gezielt verstärkt. Geplant sind unter anderem:

  • die Sanierung bestehender Ufermauern
  • die Errichtung von Hochwasserschutzmauern mit einer Erhöhung von rund 65 Zentimetern
  • sowie sechs notwendige Überfahrten in der Badgasse, um weiterhin den Zugang zu öffentlichen Einrichtungen wie dem Freibad, dem Kindergarten und zum öffentlichen WC sowie zu privaten Grundstücken zu gewährleisten

Das genehmigte Gesamtbauvolumen des Projekts beträgt 5,22 Millionen Euro. Die Finanzierung teilt sich wie folgt auf: BMLUK 3,1 Mio. Euro (inkl. Biodiversitätsfonds), Land 1,79 Mio. Euro, Gemeinde 330.000 Euro. Die geplante Funktionsfähigkeit des Projekts ist für Dezember 2026 vorgesehen, die Gesamtfertigstellung ist für Juni 2027 geplant. „Dieses Projekt zeigt, wie Bund, Land und Gemeinde gemeinsam wichtige Infrastruktur für die Zukunft umsetzen können. Mit Investitionen von über fünf Millionen Euro stärken wir nicht nur den Hochwasserschutz, sondern schaffen auch mehr Lebensraum für die Natur und eine nachhaltige Entwicklung im Stadtgebiet von Oberwart“, so Dorner abschließend.

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Wehoferbach_1
Wehoferbach_2

Bildtext Wehoferbach_1: Beim Spatenstich am Wehoferbach in Oberwart setzten Vertreter von Bund, Land und Gemeinde gemeinsam mit Projektbeteiligten den symbolischen Startschuss für die Umsetzung der gewässerökologischen Maßnahmen und den Ausbau des Hochwasserschutzes.

Bildtext Wehoferbach_2: Wolfgang Wukovits (Land Burgenland, Referat Wasser, Bau- und Umwelttechnik Außenstelle Süd), Landesrat Heinrich Dorner, Bürgermeister Georg Rosner, Wasserwirtschaft - Sektionschefin Monika Mörth (BMLUK), Bezirkshauptmann-Stellvertreterin Monika Dax und Vizebürgermeister Michael Leitgeb.

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Dorothea Müllner-Frühwirth, 13. März 2026

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