Anlässlich ihrer Teilnahme am Landesbäuerinnentag 2026 auf Burg Schlaining, unter dem Motto „Landheldinnen im Rampenlicht – Ein Nachmittag voller Stärke und Inspiration“, würdigte Landeshauptmann-Stellvertreterin und Agrarlandesrätin Anja Haider-Wallner die zentrale Rolle der Bäuerinnen für eine zukunftsfähige, innovative und sozial verankerte Landwirtschaft im Burgenland. Mit dem von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Jahr der Bäuerin sollen 2026 jene Frauen ins Zentrum gerückt werden, die tagtäglich Großartiges leisten – oft im Hintergrund, aber von unschätzbarem Wert. „Bäuerinnen waren immer da – sie haben Höfe getragen, Familien versorgt und wertvolles Wissen weitergegeben. Heute gestalten sie unsere Landwirtschaft aktiv, mutig und mit großer fachlicher Kompetenz“, betonte Haider-Wallner.
Im Burgenland werden rund 35 Prozent der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe von Frauen geführt, weitere 15 Prozent partnerschaftlich – ein starkes Zeichen für gelebte Gleichstellung und Verantwortung. Auch österreichweit liegt der Frauenanteil in der Betriebsführung im europäischen Spitzenfeld. Besonders erfreulich sei, so Haider-Wallner, dass immer mehr junge Frauen die Chance bekommen und die nächste Generation der Landwirtschaft prägen.
Ein besonderes Augenmerk legte Haider-Wallner auf die Innovationskraft der Bäuerinnen. Ob Bereiche wie Direktvermarktung und Bildungsarbeit, Angebote wie Urlaub am Bauernhof oder das Green-Care-Programm werden maßgeblich von Frauen geprägt. Die burgenländischen Seminarbäuerinnen leisten mit über 500 Schuleinsätzen pro Jahr – mehr als in jedem anderen Bundesland – einen unschätzbaren Beitrag zur Wissensvermittlung und schlagen eine wichtige Brücke zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Auch die Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen Burgenland stehe seit fast drei Jahrzehnten für Austausch, Solidarität und kontinuierliche Weiterentwicklung und bilde ein starkes Netzwerk für Frauen in der Landwirtschaft.
Mehrfachverantwortung als Herausforderung
Gleichzeitig sprach Haider-Wallner offen über die Herausforderungen, mit denen viele Bäuerinnen tagtäglich konfrontiert sind: die hohe Arbeitsbelastung am Hof, die Mehrfachverantwortung für Betrieb, Familie und soziale Aufgaben sowie eine oftmals unzureichende finanzielle und rechtliche Absicherung. Insbesondere die niedrigen Pensionen vieler Bäuerinnen und die fehlende Absicherung bei Einheirat in landwirtschaftliche Betriebe seien Themen, die dringend Aufmerksamkeit erfordern
„Absicherung darf kein Zufall sein. Sie braucht frühzeitige Information, gezielte Weiterbildung und klare Rahmenbedingungen“, betonte Haider-Wallner und verwies auf Projekte wie „Lebensqualität Bauernhof“, die wertvolle Unterstützung für die physische und psychische Gesundheit bieten.
Abschließend unterstrich die Landeshauptmann-Stellvertreterin die Bedeutung des Internationalen Jahres der Bäuerin: „2026 ist ein Jahr der Sichtbarkeit, der Anerkennung und des Respekts. Was wir jetzt anstoßen, soll weit über dieses Jahr hinauswirken – für faire Bedingungen und eine Landwirtschaft, die ohne Frauen nicht denkbar ist.“
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Landesbäuerinnentag 2026_3
Bildtext Landesbäuerinnentag 2026_1: Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner mit Keynote-Speakerin Mag.a Doris Schmidauer (v.r.).
Bildtext Landesbäuerinnentag 2026_2: Landwirtschaftskammer Burgenland-Präsident DI Nikolaus Berlakovich (r.) und sein Vizepräsident Ökonomierat Ing. Werner Falb-Meixner (l.) mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Mag.a Doris Schmidauer, Landesbäuerin, Kammerrätin Christine Riepl und Bundesbäuerin, Nationalrätin Irene Neumann-Hartberger (v.l.) beim Landesbäuerinnentag 2026 auf Burg Schlaining.
Bildtext Landesbäuerinnentag 2026_3: Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner bei ihrer Festansprache.
Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland
Stadtschlaining, 23. Jänner 2026
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