Land Burgenland verurteilt Greenpeace-Verunsicherungskampagne aufs Schärfste 

Landhaus

Kritik an medialer Inszenierung – Burgenland bleibt bei sachlicher Aufarbeitung 

"Die Verunsicherungskampagne von Greenpeace geht weiter", hält das Land Burgenland fest: "Nach einer erfolglosen Anzeige gegen ein Regierungsmitglied wird nun offenbar versucht, den politischen Angriff auf weitere Mitglieder der Burgenländischen Landesregierung auszuweiten". Das Land Burgenland weist diese Vorgangsweise entschieden zurück und fordert eine sachliche Diskussion auf Basis wissenschaftlicher Fakten ein – "ohne Alarmismus und ohne Inszenierung". Das Thema Asbest werde seitens des Landes "von Beginn an verantwortungsvoll behandelt", im Mittelpunkt steht weiterhin der Schutz der Bevölkerung. Das Land Burgenland werde sich daher "nicht von medial inszenierten Einzelaktionen beirren lassen, die rein den Schlagzeilen dienen". Auch der Bund muss endlich aktiv tätig werden und in seinem Verantwortungsbereich handeln, kritisiert das Land. Es gehe darum, endlich einheitliche und klare Regelungen für geogenen Asbest zu schaffen. Wie bisher wird seitens des Landes konsequent auf eine seriöse fachliche Aufarbeitung gesetzt, um den Schutz der Bevölkerung garantieren zu können. Es gilt weiterhin das Vorsorgeprinzip. 

Klar zurückgewiesen wird insbesondere die Vorgangsweise von Greenpeace, einzelne Proben und punktuelle Messergebnisse ohne nachvollziehbare fachliche Gesamteinordnung öffentlich zu dramatisieren. Einzelne entnommene Steine oder isolierte Messpunkte erlauben für sich genommen keine belastbare Aussage über die tatsächliche Gefährdungslage. Entscheidend sind stets die konkreten Rahmenbedingungen, die tatsächliche Staubentwicklung, die Exposition sowie eine wissenschaftliche Gesamtbewertung aller relevanten Faktoren. 

Weiters wird klargestellt, dass die Ausgangslage in Ungarn nicht mit jener im Burgenland vergleichbar ist. In Ungarn handelt es sich um eine von LKW stark befahrene Straße in einem Wohngebiet. Eine derartige Situation ist im Burgenland, wie von LH-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner in der letzten Landtagssitzung Ende April angeführt wurde, nicht gegeben. Die Aussage der Landeshauptmann-Stellvertreterin bezog sich ausdrücklich auf diese konkrete Vergleichssituation. Die Aussage der Landeshauptmann-Stellvertreterin ist vor diesem Hintergrund sachlich richtig.

Das Land Burgenland betont ausdrücklich, dass eine gesamte Region nicht auf Basis einzelner, medial zugespitzter Darstellungen in Misskredit gebracht werden darf. Bekannt ist, dass es im Burgenland geogene Asbestvorkommen gibt, die aufgrund der natürlichen geologischen Beschaffenheit bestimmter Gesteinsformationen auftreten können. Das Land Burgenland wird weiterhin konsequent nach dem Vorsorgeprinzip handeln: Dort, wo Prüfungen notwendig sind, werden diese durchgeführt. 
Es darf auch festgehalten werden, dass das Land Burgenland nicht für den Abbau, Verkauf oder das Inverkehrbringen von Gesteinsmaterial verantwortlich zeichnet. Die Informationen, die derzeit von den unabhängigen Expertinnen und Experten der Taskforce gesammelt und eingeordnet werden, sollen eine sachliche Debatte auf Basis überprüfbarer Ergebnisse gewährleisten. Gleichzeitig können die Ergebnisse seitens der zuständigen Bundesbehörden genutzt werden, um klare und eindeutige rechtliche Grundlagen für den zukünftigen Umgang mit geogenen Asbestvorkommen zu schaffen.

Eisenstadt, 13. Mai 2026 

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