Der Verein „Unser Dorf“ hat im Juni 2025 das landesweite Projekt „Vielfalt vor der Haustür“ erfolgreich beim österreichischen Biodiversitätsfonds eingereicht. 37 von insgesamt 171 burgenländischen Gemeinden – und damit mehr als jede fünfte – errichten im Rahmen des Förderprojekts sogenannte Trittsteinbiotope in den jeweiligen Ortsgebieten. Die offizielle Förderzusage erfolgte im Februar 2026 durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Für die Umsetzung stehen im Burgenland insgesamt rund 322.000 Euro zur Verfügung. Besonders erfreulich: Es handelt sich um eine 100-Prozent-Förderung – für die teilnehmenden Gemeinden entstehen keinerlei Kosten. „Gerade angesichts angespannter Gemeindebudgets war mir wichtig, eine Fördermöglichkeit zu schaffen, die Artenschutz attraktiv macht und Gemeinden finanziell entlastet. Mit dieser Initiative verbinden wir ökologischen Nutzen mit unkomplizierter Umsetzung – eine echte Win-Win-Situation für Gemeinden und Biodiversität“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, die dem Verein „Unser Dorf“ als Obfrau vorsteht und in der Landesregierung die Dorferneuerung verantwortet.
Seit der Gründung im Jahr 1989 ist „Unser Dorf“ eine zentrale Plattform für innovative und nachhaltige Dorfentwicklung im Burgenland. Als Netzwerk- und Servicestelle unterstützt der Verein Gemeinden bei zukunftsorientierten Projekten und finanziert sich aus Fördermitteln von Land, Bund und EU. Grundlage der Arbeit sind ausschließlich gemeinnützige Ziele im Sinne einer ökologisch und sozial verantwortungsvollen und langfristig wirksamen Ortsentwicklung.
Das große Interesse an „Vielfalt vor der Haustür“ bestätigt diesen Kurs: 37 Gemeinden aus allen burgenländischen Bezirken haben ihre Vorhaben zur Steigerung der Artenvielfalt über den Verein eingereicht. Der Start der Umsetzungsphase erfolgt ab März 2026, die Maßnahmen können bis Ende 2027 realisiert werden.
„Mit dem Projekt verankern wir Artenschutz direkt in den Gemeinden. Es geht nicht nur um einzelne Maßnahmen, sondern um ein langfristiges Umdenken im Sinne einer nachhaltigen Dorfentwicklung, die Klima-, Boden und Naturschutz berücksichtigt“, unterstreicht Haider-Wallner.
Artenvielfalt vor der Haustür
Die geplanten Projekte sind vielfältig und an die jeweiligen Standorte in den Gemeinden angepasst: Blühflächen, Totholzhecken, Trockensteinmauern, Feuchtbiotope sowie die Pflanzung von Hecken, Sträuchern und Bäumen schaffen wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleinsäuger. Ziel ist es, die Artenvielfalt unmittelbar im Siedlungsraum zu stärken und wirksame Maßnahmen zur Klimawandelanpassung umzusetzen.
Bei einem Lokalaugenschein in der Gemeinde Oslip, wo im Rahmen des Projekts geschotterte Verkehrsinseln durch Blühwiesen ersetzt und 20 Bäume gepflanzt werden, erklärt Bürgermeisterin Margit Wennesz-Ehrlich: „Als Bürgermeisterin suche ich laufend nach Möglichkeiten, die Aufenthaltsqualität in unserer Gemeinde weiter zu steigern. Kleinere, gezielte Maßnahmen zur Förderung von Artenvielfalt und Mikroklima bringen spürbare Verbesserungen und stoßen auf große Zustimmung in der Bevölkerung.“
Landeshauptmann-Stellvertreterin Haider-Wallner zeigt sich dabei erfreut über das breite Engagement: „Jede einzelne Gemeinde setzt ein sichtbares Zeichen für mehr Biodiversität und trägt dazu bei, unsere Ortschaften lebenswerter zu gestalten. Diese Veränderungen sind im Alltag unmittelbar spürbar – beim Spaziergang, auf dem Weg zur Arbeit oder bei Veranstaltungen im Ort.“
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Vielfalt vor der Haustür 1 Vielfalt vor der Haustür 2
Bildtext Vielfalt vor der Haustür: LH-Stv.in Haider-Wallner mit Bürgermeisterin Margit Wennesz-Ehrlich bei einer Schotterfläche, die demnächst begrünt wird
Bildquelle: Büro LH-Stv.in / Hannah Neugebauer
Eisenstadt, 20. Februar 2026
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