Hohe Schlagzahl im ersten Arbeitsjahr – Landesregierung setzt „Zukunftsplan Burgenland 2030“ zügig um

Landesrat Heinrich Dorner gemeinsam mit Landesrätin Daniela Winkler, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner und Landesrat Leonhard Schneemann bei der Präsentation des Rechenschaftsberichtes.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner bei der Pressekonferenz.
Landesrat Heinrich Dorner gemeinsam mit Landesrätin Daniela Winkler, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner und Landesrat Leonhard Schneemann bei der Präsentation des Rechenschaftsberichtes.

LH Doskozil: „Oberstes Ziel ist mehr Lebensqualität für die Menschen“

Vor einem Jahr hat im Burgenland die rot-grüne Koalition die Regierungsarbeit aufgenommen. Miteinander wurde seither vieles getan, um auch in international unsicheren Zeiten das Burgenland auf einem sicheren und stabilen Weg zu halten. „Unser wichtigstes Ziel ist es, das Leben der Menschen konkret zu verbessern und die Lebensqualität der Burgenländerinnen und Burgenländer weiter zu steigern, auch und gerade unter schwierigen Rahmenbedingungen. Gemeinsam haben wir in diesem ersten Arbeitsjahr viel erreicht. Wir konnten aus unserem Regierungsprogramm, dem ‚Zukunftsplan Burgenland 2030‘, bereits 146 Maßnahmen verwirklichen, weitere 270 sind bereits in Umsetzung“, berichtete Landeshauptmann Hans Peter Doskozil am heutigen Dienstag bei einer Pressekonferenz mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner, Landesrätin Daniela Winkler sowie den Landesräten Leonhard Schneemann und Heinrich Dorner. „Unser gemeinsames Motto lautet: Die Burgenländerinnen und Burgenländer stehen im Mittelpunkt. Daran misst sich auch die Arbeit der Landesregierung“, so Haider-Wallner.

LH Doskozil zeigte sich überzeugt, vor einem Jahr die richtige Wahl getroffen zu haben: „Aufgrund der inhaltlichen Ausrichtung und der Ausrichtung des Regierungsprogrammes sowie der persönlich guten Zusammenarbeit war es die richtige Entscheidung, diese Koalition für das Burgenland einzugehen. In verschiedenen Bereichen sind wir österreichweit Vorreiter. Auch im letzten Jahr konnten wir weitere Verbesserungen erzielen – und wir haben noch viel vor“, betonte Landeshauptmann Doskozil und machte bereits drei konkrete Ansagen für die nächsten Monate: Die Abteilung für Herzchirurgie in der Klinik Oberwart ist nach der Errichtungs- und Betriebsbewilligungsverhandlung einen Schritt weiter und wird im März ihren Betrieb aufnehmen. Die Anlaufstelle für ME/CFS-Betroffene am Standort Bad Tatzmannsdorf wird einen Testbetrieb mit einer Pilotgruppe aufnehmen und eine Versicherung für Ehrenamtliche soll die rege Vereinstätigkeit im Burgenland unterstützen. 

Für Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner liegt „ein Jahr der konstruktiven, stabilen und respektvollen Zusammenarbeit hinter uns. Im Zuge der Erstellung des Rechenschaftsberichtes haben wir gesehen, was im letzten Jahr schon alles aus dem Regierungsprogramm umgesetzt wurde. Bereits bei den Regierungsverhandlungen sind wir sehr schnell bei wesentlichen Punkten zu gemeinsamen Zielen gekommen. Wir handeln strukturiert, verbindlich und mit einer langfristigen Perspektive. Ein wichtiger Meilenstein dieses Jahres war der Beschluss des Klimaschutzgesetzes. Das Gesetz macht den Klimaschutz überprüfbar, verbindlich und hat einen deutlichen Mehrwert gegenüber Absichtserklärungen. Ebenso wichtig war der Start der Bodenschutzoffensive mit dem ersten burgenländischen Entsiegelungswettbewerb für Gemeinden sowie dem Bodensymposium.“

In der Regierungsarbeit habe der Gesundheitsbereich, wo seitens der Landesregierung in den vergangenen zwölf Monaten sehr viel erreicht werden konnte, besondere Bedeutung, betonte Doskozil. Jedoch: „Wenn wir uns die Diskussion auf Bundesebene anschauen, geht es vordergründig darum, wer übt welche Kompetenz aus. Es wurde noch nicht einmal darüber diskutiert, dass es in Österreich eine 2-3- oder 4-Klassenmedizin gibt und was wir dagegen tun können. Und auch, wie wir nachhaltig auf Jahre hinaus die Quantität und Qualität des Angebotes im Gesundheitswesen absichern und auch sicherstellen, dass wir in Zukunft genügend Ärzte haben. Im Burgenland haben wir die Entscheidung getroffen, in Qualität und Quantität zu investieren, um der Bevölkerung die bestmögliche medizinische Versorgung vor Ort sichern zu können“, so Doskozil. Als Beispiel nannte er das Spital Oberwart, wo in den vergangenen Monaten mehrere Abteilungen, darunter die Herzchirurgie, aufgebaut wurden.

Das Regierungsteam gab einen Rückblick auf die Schwerpunkte: „Im letzten Jahr ist es uns gelungen, das Verfahren bei den Pflegestützpunkten ohne Einsprüche abzuschließen. Mit dem Start im April haben wir acht Pflegestützpunkte auch baulich zur Verfügung, weitere neun werden im Laufe des Jahres fertiggestellt und bei weiteren elf Standorten wird mit dem Bau begonnen“, berichtete Landesrat Leonhard Schneemann.

„Im Burgenland arbeiten wir seit Jahren intensiv daran, den öffentlichen Verkehr auszubauen und attraktiver zu gestalten. Mit der Einführung des Anrufsammeltaxis BAST ist eine Systemumstellung erfolgt“, so Landesrat Heinrich Dorner. Inzwischen stiegen die Zahlen beim BAST massiv. Auch die BAST App funktioniere sehr gut. 

„Mit den 'Feriencamps Burgenland' gehen wir einen weiteren Schritt hin zu Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wichtig im Bildungsbereich sind, Persönlichkeiten zu entwickeln und soziale Kompetenzen zu stärken, auf diese wollen wir ganz gezielt schauen und diese in den Feriencamps steigern und entfalten“, betonte Bildungslandesrätin Daniela Winkler.

Eckpunkte der Regierungsarbeit in Stichworten

  • Gesundheit bleibt auch 2025 bis 2030 zentrales Thema: Fortsetzung der Gesundheitsoffensive mit weiterem Ausbau der wohnortnahen Spitzenmedizin, z. B. Aufbau der Herzchirurgie Oberwart; Fünf-Spitäler-Garantie inklusive Errichtung der Klinik Gols; Kampf gegen Ärztemangel; Etablierung einer Privat-Universität für Medizin;
  • Stärkung des Ehrenamtes im Fokus: Implementierung einer Ehrenamts-Versicherung zur Stärkung des funktionierenden Vereinswesens und des Ehrenamtes;
  • „Projekt Tomorrow“. Österreichs größte Ausbauoffensive bei Erneuerbarer Energie; Schaffung neuer Speicherkapazitäten; PV-Ausbauoffensive; weiterer Ausbau der Windenergie; 
  • Klima- und Bodenschutz als Meilenstein: Klimaschutzgesetz macht Klimaschutz messbar, überprüfbar und damit verbindlich; Bodenschutz - Gesunde Böden als natürliche Klimaanlage und Lebensmittelgarant; 
  • 2025 wurden 4.400 Arbeitsplätze gesichert und 300 neu geschaffen: 412 Projekte im Rahmen der Wirtschaftsförderung genehmigt; 18,7 Millionen Euro an Landesförderungen vergeben; dadurch Auslösung von Investitionen in Höhe von 118 Millionen Euro;
  • Beitragsfreier Ganzjahreskindergarten: Reform ermöglicht Garantie kostenloser Betreuung ohne Schließtage im Burgenland; Modell der Lerncamps wurde weiterentwickelt;
  • Burgenland mit geringster Arbeitslosenquote unter ausländischen Staatsangehörigen in ganz Österreich: Seit Anfang 2025 Verpflichtung für Asylwerber in der Grundversorgung zu freiwilligen gemeinnützigen Tätigkeiten in den Gemeinden oder der Baudirektion; Aufnahme von maximal 330 Personen pro Jahr in die Grundversorgung;
  • Größte Pflegeoffensive in der burgenländischen Geschichte: Ende 2026 voraussichtlich 17 Pflegestützpunkte in Betrieb; Baubeginn für elf weitere Stützpunkte; Stand 17.02.2026: 395 aktive Anstellungen pflegender Angehöriger, insgesamt sind es bereits 761;
  • Niedrigste Armutsquote Österreichs: Burgenland weist mit 6,4 Prozent die niedrigste Armutsgefährdung in Österreich auf (österreichweit: 16,9 Prozent armuts- oder ausgrenzungsgefährdet)
  • Initiative zur weiteren deutlichen Entlastung beim Wohnen: Angebot an mehr als 23.000 Fördernehmerinnen und Fördernehmer, ihr Wohnbaudarlehen bis Ende April begünstigt zurückzuzahlen; bisher bereits mehr als 13.000 Anträge;
  • Öffi-Angebote der VBB auf der Überholspur: Rund 1,5 Millionen Fahrgäste nutzten 2025 die Busse der VBB; 200.000 BAST-Fahrten bedeuten ein Plus von mehr als 80 Prozent im Vergleich zu 2024; künftig Einsatz von acht neuen Elektro-Bussen und Errichtung einer eigenen E-Ladeinfrastruktur;

Der Tätigkeitsbericht erscheint als Sonderausgabe des Magazins „Mein Burgenland“ und wird Mitte März postalisch an jeden burgenländischen Haushalt zugestellt sowie online auf der Website des Landes Burgenland verfügbar sein.

Zum Herunterladen der Fotos klicken Sie auf die folgenden Links:

Zwischenbilanz Regierungsarbeit 1
Zwischenbilanz Regierungsarbeit 2
Zwischenbilanz Regierungsarbeit 3  

Bildtext Zwischenbilanz Regierungsarbeit 1 & 3: Landesrat Heinrich Dorner gemeinsam mit Landesrätin Daniela Winkler, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner und Landesrat Leonhard Schneemann bei der Präsentation des Rechenschaftsberichtes.

Bildtext Zwischenbilanz Regierungsarbeit 2: Landeshauptmann Hans Peter Doskozil mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner bei der Pressekonferenz.

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland.

Eisenstadt, 24. Februar 2026

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