Schwimmen, malen, Fußball spielen oder reiten: Das breite Angebot an burgenländischen Feriencamps lässt keine Kinderwünsche unerfüllt. Die Sommerferien bieten die perfekte Gelegenheit, Neues auszuprobieren, aktiv zu sein und Zeit mit Gleichaltrigen zu verbringen. Doch so vielfältig das Angebot im Burgenland auch ist, so oft stellt es Familien vor finanzielle Herausforderungen. Wenn die Kosten für Feriencamps das Haushaltsbudget stark belasten, geraten Freizeitaktivitäten für viele Eltern ins Hintertreffen. Damit die Teilnahme nicht am Einkommen scheitert, bietet das Land Burgenland mit dem bewährten Solidaritätsfonds eine verlässliche Unterstützung. Mit einem Zuschuss von bis zu 126 Euro pro Kind sorgt die Landesregierung für eine spürbare Entlastung und sichert die soziale Teilhabe aller jungen Burgenländerinnen und Burgenländer. „Jedes Kind hat das Recht auf ein bisschen Ferienzauber und auf Erlebnisse, von denen es im Herbst voller Stolz im Kreis der Schulkameraden erzählen kann. Als Vater berührt es mich tief, wenn finanzielle Sorgen der Eltern die unbeschwerte Kindheit überschatten. Mit dem Solidaritätsfonds wollen wir genau dort einspringen, wo die Last zu schwer wird – unkompliziert und direkt“, betont Soziallandesrat Leonhard Schneemann.
Hinter dieser Initiative steht eine klare gesellschaftliche Verantwortung des Landes. Aktuell sind im Burgenland rund 6.000 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht – das betrifft statistisch gesehen etwa jedes fünfte Kind. Der Solidaritätsfonds, der einst in den herausfordernden Zeiten der Corona-Pandemie ins Leben gerufen wurde, hat sich zu einem unverzichtbaren Sicherheitsnetz entwickelt. Er ist das Versprechen des Landes, dass kein Kind am Spielfeldrand stehen muss, während die anderen gemeinsam das Leben entdecken. Soziallandesrat Leonhard Schneemann findet hierzu deutliche politische Worte: „Fußball spielen, Tiere streicheln, reiten, die Gegend erkunden oder einfach im Pool abtauchen – das vielseitige Angebot an Feriencamps im Burgenland lebt von der Gemeinschaft und vom Miteinander. Wenn wir zulassen, dass Kinder aus finanziellen Gründen zu Hause isoliert bleiben, verlieren wir ein Stück unserer sozialen Identität. Armut darf im Burgenland niemals zu Ausgrenzung führen. Jedes Kind verdient die Chance auf eine unbeschwerte Ferienzeit und die Möglichkeit, neue Talente an sich zu entdecken. Das ist eine fundamentale Frage der sozialen Gerechtigkeit und unserer politischen Verantwortung.“
Bürgernah und diskret: So funktioniert die Unterstützung
Die Hilfe ist treffsicher gestaltet und orientiert sich an fairen, sozial ausgewogenen Einkommensgrenzen, um gezielt einkommensschwächere Haushalte spürbar zu entlasten. Für Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher gilt eine Netto-Einkommensgrenze von 1.498 Euro, für Familien liegt der Deckel bei 2.001 Euro. Insgesamt ist der Topf des Fonds für das laufende Jahr mit 100.000 Euro dotiert.
Besonders wichtig ist dem Soziallandesrat der würdevolle Umgang bei der Antragstellung: „Wir wissen, dass der Gang zu einer Behörde, um finanzielle Unterstützung zu bitten, Mut erfordert und oft mit unbegründeter Scham behaftet ist. Deshalb ist uns eine bürgernahe, unbürokratische und absolut vertrauliche Abwicklung über die Bezirkshauptmannschaften ein echtes Herzensanliegen. Niemand muss sich rechtfertigen – für den Antrag reichen die Anmeldung zum Camp und die Einkommensnachweise der letzten drei Monate.“
Zusammenhalt statt Spaltung: Eine Investition in unser Land
Der Fokus der burgenländischen Sozialpolitik liegt auf der Prävention langfristiger Folgen. Kinderarmut zeigt sich oft schleichend: im schrittweisen Rückzug aus Vereinen, in verpassten Chancen der Talentförderung oder in psychischen Belastungen, die junge Menschen oft bis ins Erwachsenenalter begleiten.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in den Kinderzimmern beginnt. Ausgrenzung gefährdet den sozialen Frieden und das gesunde Aufwachsen unserer Jugend. Der Solidaritätsfonds ist daher weit mehr als eine finanzielle Beihilfe – er ist eine weitsichtige Investition in die Chancengleichheit, in die Zukunft unserer Kinder und in den echten, spürbaren Zusammenhalt unserer burgenländischen Gesellschaft“, erklärt Schneemann abschließend.
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Ferien ohne Hürden - Solidaritätsfonds
Bildtext Ferien ohne Hürden - Solidaritätsfonds: Soziallandesrat Dr. Leonhard Schneemann (Mitte, im Bild mit Kindern).
Bildquelle: Büro LR Schneemann
Eisenstadt, 7. Juli 2026
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