Eröffnung Selbsthilfewerkstätte: Neuer Standort stärkt Chancen auf Arbeit und Ausbildung

Landesholding-Burgenland Geschäftsführer Gerald Goger, Johannes Zsifkovits, Geschäftsführer der Sozialen Dienste Burgenland, Gruppenvorstand: Manfred Riegler, Soziallandesrat Leonhard Schneemann, Geza Petrakovits, Geschäftsführer der SHW, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Bürgermeister Harald Kahr mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der offiziellen Eröffnung der Selbsthilfewerkstätte am Standort Großpetersdorf.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Soziallandesrat Leonhard Schneemann und Geza Petrakovits, Geschäftsführer der SHW mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Selbsthilfewerkstätte.
Bei einem Rundgang durch die Werkstätte wurde der neue Betrieb in Großpetersdorf besichtigt.

LH Doskozil: „Arbeit ist der Schlüssel zur Teilhabe – wir schaffen konkrete Chancen für Menschen mit Beeinträchtigungen im Burgenland“

Die Selbsthilfe-Werkstätten-Burgenland-GmbH (SHW) ist ein Tischlereibetrieb, der als gemeinnützige Behindertenwerkstätte geführt wird und sich auf die Herstellung hochwertiger Produkte in den Bereichen Bautischlerei, Möbeltischlerei und Objekteinrichtungen spezialisiert hat. In den letzten drei Monaten übersiedelte die SHW von Stadtschlaining nach Großpetersdorf. Nun wurde der neue Standort, der eine moderne Ausstattung und mehr räumliche Kapazitäten bietet, feierlich eröffnet. Dabei waren neben Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Soziallandesrat Leonhard Schneemann auch der Geschäftsführer der Sozialen Dienste Burgenland, Johannes Zsifkovits, Landesholding-Burgenland Geschäftsführer Gerald Goger und der Geschäftsführer der Selbsthilfewerkstätte, Geza Petrakovits, sowie zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Werkstätte anwesend. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil unterstrich die Vorteile des neuen Standortes: „Wir bauen gezielt Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen aus – weil Teilhabe nur mit echter Beschäftigung funktioniert. Mit der neuen Betriebsstätte schaffen wir zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und übernehmen damit soziale Verantwortung gegenüber der burgenländischen Bevölkerung.“

Derzeit sind 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der SHW beschäftigt, rund die Hälfte nach dem Behinderteneinstellungsgesetz. Der Ausbau von Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen steht im Zentrum der Planungen am neuen Standort. Der Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau einer Lehre in Teilqualifikation, um Menschen mit Beeinträchtigungen und benachteiligten Personen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern – und in vielen Fällen überhaupt erst zu ermöglichen. Ziel ist es, die Ausbildung in Teilqualifikation in den kommenden Jahren zu etablieren, während der übrige Personalstand stabil bleibt, bzw. nach Auftragslage leicht erhöht werden soll. Soziallandesrat Leonhard Schneemann betonte: „Im Burgenland haben berufliche Teilhabe und Ausbildung für alle einen besonderen Stellenwert – sie sind kein Randthema, sondern ein zentrales Ziel und ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung unserer Region.“

Soziale Dienste bündeln Kräfte für mehr Chancen

Die Eingliederung der SHW in die Sozialen Dienste Burgenland im Jahr 2023 war ein erster Schritt, um mehr Menschen mit Beeinträchtigungen eine Qualifikation, einen Arbeitsplatz und bei Bedarf auch Betreuung oder Behandlung zu bieten. Der Umzug in die neue Tischlerei führt diesen Weg konsequent weiter. Johannes Zsifkovits, Geschäftsführer der Sozialen Dienste Burgenland, erklärt: „Der Ausbau der Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen in Zusammenarbeit mit unseren anderen Fachbereichen der Sozialen Dienste ist für uns ein wesentliches Ziel.“ Wichtig dabei seien auch Kooperationen mit langjährig bewährten Organisationen wie RETTET DAS KIND oder VAMOS – Verein zur Integration.

Neuer Standort bietet mehr Platz und Effizienz

Durch die Nutzung einer bereits bestehenden Betriebsstätte wird Bodenversiegelung vermieden und Leerstand in der Region entgegengewirkt. Geza Petrakovits, Geschäftsführer der SHW, hebt die Vorteile des neuen Standorts hervor: „Im neuen Gebäude können wir unsere Betriebsabläufe deutlich effizienter gestalten. Die Werkstätte konnte von der Firma Elkay Interior Systems Europe GmbH übernommen werden und war bereits großteils ausgestattet, wodurch ein reibungsloser Übergang in der Produktion möglich war.“

Möbel für Pflege und Gesundheit

Die Selbsthilfe-Werkstätten-Burgenland-GmbH in Stadtschlaining wurde 1995 als Nachfolgegesellschaft der Schlaininger Werkstätten gegründet. Der Betrieb verfügt über große Expertise in der Ausstattung von Krankenanstalten und Pflegeeinrichtungen. Das Leistungsspektrum reicht von Aufnahmepulten und Stationsstützpunkten über die Einrichtung von Patientenzimmern, Aufenthaltsräumen und Ambulanzbereichen bis hin zu maßgefertigten Schrankverbauten, Teeküchen und weiteren Einrichtungen für Bürogebäude, die auch vor Ort montiert werden. Mit handgefertigten Möblierungslösungen hat die SHW unter anderem wesentlich an der Einrichtung der neuen Klinik Oberwart mitgewirkt, stattet die Pflegestützpunkte des Landes aus und fertigte auch Teile der Einrichtung des im November eröffneten Pflegewohnhauses Redlschlag.

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Selbsthilfewerkstätte_1
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Bildtext Selbsthilfewerkstätte_1: Landesholding-Burgenland Geschäftsführer Gerald Goger, Johannes Zsifkovits, Geschäftsführer der Sozialen Dienste Burgenland, Gruppenvorstand: Manfred Riegler, Soziallandesrat Leonhard Schneemann, Geza Petrakovits, Geschäftsführer der SHW, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Bürgermeister Harald Kahr mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der offiziellen Eröffnung der Selbsthilfewerkstätte am Standort Großpetersdorf.

Bildtext Selbsthilfewerkstätte_2: Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Soziallandesrat Leonhard Schneemann und Geza Petrakovits, Geschäftsführer der SHW mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Selbsthilfewerkstätte.

Bildtext Selbsthilfewerkstätte_3: Bei einem Rundgang durch die Werkstätte wurde der neue Betrieb in Großpetersdorf besichtigt.

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Dorothea Müllner-Frühwirth, 18. März 2026

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