Elektrobus für VOR-Linienverkehr im Test

Testfahrt mit dem VOR-E-Bus. V.l.: VOR-GF Mag. Wolfgang Schroll, Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, VOR-GF Thomas Bohrn, MBA
Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, VOR-GF Thomas Bohrn MBA, VOR-GF Mag. Wolfgang Schroll

Landesrat Dorner bei E-Bus-Testfahrt zwischen Bruck/Leitha – Neusiedl *** E-Antriebe gelten als ein Schlüssel für schadstofffreie, klimafreundliche Mobilität. Für den künftigen Einsatz von alternativen Antriebsmöglichkeiten im Linienverkehr erprobt der Verkehrsbund Ost-Region (VOR) den batteriebetriebenen Regionalbus eCitaro von Mercedes-Benz.

Bei einer gemeinsamen Testfahrt von Bruck an der Leitha nach Neusiedl mit den VOR-Geschäftsführern Thomas Bohrn und Wolfgang Schroll sowie Experten des Herstellers machte sich Infrastrukturlandesrat Mag. Heinrich Dorner am Donnerstag, 5. Dezember 2019, ein Bild von den Vorzügen des Busses.

„Um die Treibhausgasemissionen in den kommenden Jahren kräftig zu senken, wollen wir die Mobilität im Land klimafreundlicher gestalten. Der Öffentliche Verkehr soll weiter ausgebaut werden - dabei wollen wir auch den Einsatz alternativer Antriebssysteme forcieren. Zum einen wollen wir verstärkt Wasserstoffbusse im Burgenland einsetzen, aber auch E-Busse werden - wie ab nächstem Jahr beim City-Bus in Mattersburg - zum Einsatz kommen. Die Tests vom VOR mit dem Bus eCitaro geben dabei wichtige Inputs. Und im Individualverkehr wollen wir die Schaffung von Ladeinfrastruktur für Elektromobilität vorantreiben und die Zahl der Elektroautos im Land vervielfachen", so Dorner.

Die E-Mobilität nimmt auch im öffentlichen Verkehr langsam an Fahrt auf. Die VOR als größter Mobilitätsverbund Österreichs prüft derzeit im Hinblick auf die Reduktion von Lärm und Schadstoffemissionen intensiv E-Antriebe. Das Unternehmen EvoBus Austria GmbH hat dem VOR einen für den Linienbetrieb konzipierten eCitaro von Mercedes für Testfahrten zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, unter winterlichen Alltagsbedingungen im Linienbetrieb Erfahrungswerte zu tatsächlicher Reichweite, Verlässlichkeit und Komfort zu gewinnen.

„Wir gehen mit innovativen Projekten neue Wege und übernehmen als größter Verkehrsverbund in Österreich Verantwortung. Mit derartigen E-Bussen können wir künftig den EU-Vorgaben in Bezug auf klimaneutrale Mobilität einen großen Schritt näherkommen. Bis 2025 sollen ja bis zu 45 % der ausgeschriebenen Regionalbusleistungen klimaneutral bedient werden“, sagt Bohrn.

Nach intensiven Testfahrten in den letzten Wochen sehen die VOR-Experten keine Abstriche bei Fahrleistungen, Sicherheit und Komfort; Verbesserungsbedarf gebe es allerdings bei der Reichweite, die derzeit bei voller Akkuladung beim Bus mit 88 Plätzen unter schlechten Bedingungen bei zumindest 100 Kilometern liegt. Fazit: Der E-Bus ist (noch) nicht für jeden Einsatz im Regionalbusverkehr geeignet. 

In den nächsten Jahren will der VOR E-Busse im südlichen Weinviertel im Echt-Betrieb einsetzen. „Voraussichtlich im Jahr 2022 werden wir damit österreichweit die ersten sein, die ein vollwertiges Regionalbussystem im elektrischen Betrieb umsetzen können“, so Schroll. Für den Vollbetrieb der geplanten zwei Linien müsse allerdings erst eigens eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur errichtet werden. 

 

Pressefotos zum Download:  E-Bus-Testfahrt_1, _2

Bildtext Bild 1:  Testfahrt mit dem VOR-E-Bus. V.l.: VOR-GF Mag. Wolfgang Schroll, Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, VOR-GF Thomas Bohrn, MBA

Bildtext Bild 2:  v.l.: Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, VOR-GF Thomas Bohrn MBA, VOR-GF Mag. Wolfgang Schroll

Bildquelle:  Landesmedienservice Burgenland

Hans-Christian Siess, 5. Dezember 2019 

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