Ehemalige Synagoge Kobersdorf startet im April in die fünfte Saison

LH Doskozil: „Ehemalige Synagoge Kobersdorf steht beispielhaft für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Geschichte“

Mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm startet die ehemalige Synagoge Kobersdorf im April 2026 in ihre fünfte Saison. Der historische Ort, der als Kultur-, Bildungs- und Erinnerungsraum genutzt wird, lädt auch heuer zu einem breit gefächerten Angebot aus Konzerten, Lesungen, Vorträgen, Filmabenden, Ausstellungen und wissenschaftlichen Veranstaltungen ein. Im Mittelpunkt stehen Themen rund um jüdische Geschichte, Erinnerungskultur sowie gesellschaftlichen Dialog.

„Die ehemalige Synagoge Kobersdorf steht beispielhaft für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Geschichte. Sie ist heute ein lebendiger Ort, der Erinnerung bewahrt und zugleich wichtige Impulse für ein respektvolles Miteinander setzt. Dieses Engagement ist für das kulturelle Selbstverständnis des Burgenlandes von großer Bedeutung, gerade in Zeiten wie diesen, in denen es wichtiger denn je ist, Geschichte sichtbar zu machen und daraus Verantwortung für die Zukunft abzuleiten“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

„Die fünfte Saison zeigt einmal mehr, wie vielfältig und aktuell die Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte und Erinnerungskultur sein kann. Unser Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, Perspektiven zu erweitern und Erinnerung auf vielfältige Weise erfahrbar zu machen – indem wir mit unserem Programm nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Emotionen ansprechen und neue Zugänge eröffnen, insbesondere für junge Menschen“, so Kultur-Betriebe Burgenland Geschäftsführung Claudia Priber. 

Das Programm 2026 spannt einen thematischen Bogen von Musik und Literatur über wissenschaftliche Impulse bis hin zu Workshops und Vermittlungsangeboten. Den Auftakt im April bilden unter anderem eine Lesung und ein Gespräch zur Geschichte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus sowie mehrere Konzerte, darunter Kammermusik mit Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Alexander Zemlinsky sowie ein musikalisch-literarisches Programm, das jüdische Lebensgeschichten hörbar macht. 

Im weiteren Verlauf der Saison stehen Vorträge zur jüdischen Geschichte in der Region sowie thematische Rundgänge durch Kobersdorf auf dem Programm. Das jährlich stattfindende wissenschaftliche Symposium zählt bereits zu den festen Bestandteilen des Programms und widmet sich heuer unter dem Titel „Ungehörte Stimmen. Opfer- und Häftlingsgruppen im Burgenland während der NS-Verfolgung“ jenen Personen, die bislang nur wenig öffentliche Aufmerksamkeit erfahren haben. Musikalische Höhepunkte sind unter anderem ein Klezmer-Konzert sowie ein Jewish-Jazz-Abend mit Oberkantor Shmuel Barzilai und Pianist Elias Meiri. Auch literarische Programme, Filmvorführungen und Diskussionen über historische und gesellschaftliche Fragen bilden zentrale Programmpunkte. 

Besondere Akzente setzt zudem die Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“ des österreichischen Künstlers Manfred Bockelmann, die Porträts von Kindern zeigt, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Ergänzt wird das Kulturprogramm durch Bildungsangebote, Workshops und Führungen, die sich insbesondere auch an Schulklassen und junge Menschen richten.

Darüber hinaus beteiligt sich die ehemalige Synagoge Kobersdorf an österreichweiten Initiativen wie den „Europäischen Tagen der jüdischen Kultur“, der „Langen Nacht der Museen“ sowie dem „Tag des Denkmals“. Diese Veranstaltungen bieten zusätzliche Möglichkeiten, das historische Gebäude und seine Geschichte kennenzulernen.

Mit der fünften Saison unterstreicht die ehemalige Synagoge Kobersdorf ihre Bedeutung als lebendiger Kultur- und Erinnerungsort im Burgenland – ein Ort, der Vergangenheit sichtbar macht und zugleich Raum für Austausch, Kunst und gesellschaftliche Reflexion schafft.

Für weitere Informationen klicken Sie auf den folgenden Link: Synagoge Kobersdorf

Eisenstadt, 24. März 2026

Kontakt:
EHEMALIGE SYNAGOGE KOBERSDORF
Schlossgasse 25 | 7332 Kobersdorf
E-Mail: synagoge-kobersdorf(at)kultur-burgenland.at · t +43 664 85 44 527