Burgenländischer Integrationspreis 2024/25

Burgenländischer Integrationspreis 2024/25 mit Landesrätin Daniela Winkler
Burgenländischer Integrationspreis 2024/25 mit Landesrätin Daniela Winkler
Burgenländischer Integrationspreis 2024/25 mit Landesrätin Daniela Winkler
Burgenländischer Integrationspreis 2024/25 mit Landesrätin Daniela Winkler

LR.in Winkler: „Integration ist die Basis für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“ / Preisträger ist das Projekt „Ringen verbindet“ des ASKÖ Ringsportvereins Neufeld

Der Burgenländische Integrationspreis 2024/25 wurde von Landesrätin Daniela Winkler im Landhaus in Eisenstadt verliehen. Der ASKÖ Ringsportverein Neufeld wurde für das Projekt „Ringen verbindet“ und das herausragende Engagement in Bewegung, Sport und der Integration ausgezeichnet. „Integration ist ein Thema, das allgegenwärtig und, darüber sind wir uns alle einig, eine wesentliche Grundlage für ein funktionierendes Zusammenleben ist. Erfolgreiche Integration ermöglicht und erleichtert besonders jenen Menschen die Teilnahme und Teilhabe an der Gesellschaft“, betonte die Landesrätin bei der Verleihung der Preise. Würdigungen gab es für die Projekte „Interkulturelles Sporttraining“ des Frauenhauses Burgenland, Trainings für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine und Russland des Judoklubs Oberwart und den kostenlosen Schwimmkurs der Sportunion für Kinder mit Flucht- oder Migrationshintergrund aus dem SOS-Kinderdorf. Mit dem Burgenländischen Integrationspreis sollen Personen, Initiativen, Institutionen, Vereine oder pädagogische Einrichtungen für besonderes Engagement in integrativen, interkulturellen, sozialen, kulturellen oder künstlerischen Projekten gewürdigt werden. Die Verleihung fand im Beisein von Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf im feierlichen Rahmen im Landtagssitzungssaal statt. Der Burgenländische Integrationspreis wurde zum vierten Mal vergeben.

2024/25 stand der Burgenländische Integrationspreis im Zeichen des Sports. „Sport überwindet kulturelle, sprachliche und soziale Barrieren. Auf dem Spielfeld, auf der Matte oder im Schwimmbecken zählt nicht, woher man kommt, sondern wie man sich in das Team, in die Mannschaft oder in den Verein einbringt. Gerade der Sport verbindet und schweißt zusammen, egal, ob aktiv oder passiv, und ist eine universelle Sprache, die keinen Dolmetscher braucht“, unterstrich Winkler. „Die ausgezeichneten Projekte zeigen: Integration ist kein abstrakter Begriff, sondern ein tägliches Tun. Sie bauen Brücken, wo andere vielleicht Mauern sehen. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern!“

Preisträger Integrationspreis 2024/25: ASKÖ Ringsport Neufeld

Unter dem Motto „Ringen statt Raufen“ hat der Verein ASKÖ Ringsport Neufeld bereits vor einigen Jahren das erfolgreiche Schulprojekt „Wrestling goes school“ ins Leben gerufen und damit Kindern eine Chance gegeben, ihre Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Teamgeist und ihr Durchhaltevermögen zu trainieren.

Mit dem aktuellen Projekt „Ringen verbindet – Gewaltprävention, Integration, Talentfindung“ hat der Verein nun eine Brücke von der Schule zum Verein geschlagen und führte eine wichtige Maßnahme zur Gewaltprävention und sozialen Integration fort.

Das Projekt, das seit September 2024 durchgeführt wird, hat sich zum Ziel gesetzt, Teilhabe durch Sport zu ermöglichen, und leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration von ausländischen Kindern und Jugendlichen. Von den derzeit 30 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen haben 15 keine österreichische Staatsbürgerschaft. Sie kommen zum Teil aus Staaten, in welchen Ringen einen hohen Stellenwert hat. In der Altersgruppe bis zehn Jahre wird drei Mal pro Woche trainiert, Jugendliche trainieren täglich im Rahmen der schulischen Nachmittagsbetreuung 90 Minuten.

Um sprachliche Barrieren zu überwinden, werden Trainerinnen und Trainer mit Migrationshintergrund eingesetzt. Bewiesenermaßen werden durch die Sportart Ringen Neigungen zu Gewalttätigkeiten und Aggressionen reduziert. Zudem lernen die Jugendlichen, nicht nur Vertrauen und Respekt dem Gegenüber aufzubauen, sondern auch das eigene Körpergefühl zu optimieren.

Durch das langfristige „Dranbleiben“ des Projekts wird Sorge dafür getragen, dass dies alles auch nachhaltig passiert. Gleichzeitig sollen mit dem Ringtraining Talente erkannt und gezielt gefördert werden – sei es im langfristigen aktiven Leistungssport, als sportliche Aktivität ohne Leistungsorientierung wie auch als Trainerin und Trainer.

Würdigungen für herausragende Projekte im Bereich „Integration im Sport“

Frauenhaus Burgenland

Das Projekt „Interkulturelles Sporttraining“ hat sich zum Ziel gesetzt, Bewegung in den Alltag der von Gewalt betroffenen Frauen im Frauenhaus Burgenland, die vielfach Migrationshintergrund haben, zu integrieren. Ziel ist es, eine wöchentliche bis zweiwöchentliche Sporteinheit mit anschließender Entspannung im Frauenhaus zu etablieren.

Die Termine der niederschwelligen Turneinheiten sollen eine konstante Gemeinsamkeit im Leben der Frauen werden wie auch ihr Körpergefühl und damit auch ihren Selbstwert steigern. Nach mindestens zehn gemeinsamen Stunden können die Frauen eine Jahresmitgliedschaft in einem Online-Fitnessprogramm erhalten und die Hanteln behalten.

Judoklub Oberwart

Für den 1964 gegründeten Judoklub Oberwart ist Kinder- und Jugendarbeit besonders wichtig, und er bietet deshalb laufend integratives Judotraining an und arbeitet dabei gezielt mit Kindern anderer Herkunft.

Viele Kinder haben einen Fluchthintergrund und stammen aus der Ukraine und Russland. Den Kindern wird nicht nur das Training ermöglicht, sondern in den gemeinsamen Stunden in einem Sportverein wird auch das Ankommen in Österreich erleichtert. Kinder mit diagnostiziertem Integrationsbedarf werden in die Trainings miteinbezogen und gefördert. Aktuell trainiert ein Kind mit Trisomie 21 im Verein.

Sportunion Burgenland

Die Sportunion Burgenland konnte mit der „Vereinsbonus“-Förderung ein integratives Bewegungsangebot für Personen mit Migrationshintergrund und sozial benachteiligte Menschen realisieren mit dem Ziel, Barrieren und Benachteiligungen abzubauen. Die Sportunion Burgenland führte im Sommer 2024 einen kostenlosen Schwimmkurs für rund 15 Kinder mit Flucht- oder Migrationshintergrund aus dem SOS-Kinderdorf durch. Ziel war es, nicht nur die wichtige Fähigkeit Schwimmen zu erlernen, sondern auch gegenseitig Vertrauen aufzubauen und Spaß in der Gruppe zu haben.

Viele der teilnehmenden Kinder hatten keinen Zugang zu professionellem Schwimmunterricht aufgrund von kulturellen, sozialen oder finanziellen Gründen. Der Schwimmkurs sollte mehr als eine reine Sportförderung sein: Er war ein konkreter Beitrag zur Chancengleichheit, Unfallprävention und sozialen Inklusion.

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LRin Winkler_Integrationspreis_1
LRin Winkler_Integrationspreis_2
LRin Winkler_Integrationspreis_3
LRin Winkler_Integrationspreis_4

Bildtext LRin Winkler_Integrationspreis_1: Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf, Marc Bock (ASKÖ Ringsport Neufeld - Trainer), Mario Schindler (ASKÖ Ringsport Neufeld - Obmann und Trainer) und Landesrätin Daniela Winkler (v.l.).

Bildtext LRin Winkler_Integrationspreis_2: Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf, Eva Artner (Frauenhaus – Psychologin), Kerstin Bedenik (Leiterin des Frauenhauses) und Landesrätin Daniela Winkler (v.l.).

Bildtext LRin Winkler_Integrationspreis_3: Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf, Roland Poiger (Judoklub Oberwart - Obmann und Trainer) und Landesrätin Daniela Winkler (v.l.).

Bildtext LRin Winkler_Integrationspreis_4: Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf, Silvia Mayerhofer (Vizepräsidentin der Sportunion Burgenland), Maximilian Karlich (Sportkoordinator der Sportunion Burgenland) und Landesrätin Daniela Winkler (v.l.).

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland 

Eisenstadt, 13. Jänner 2026 

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