Hitze-Warnstufe Rot: Land appelliert zu Vorsicht und Eigenverantwortung

Land Burgenland: Bevölkerung wird ersucht, Wetterentwicklung aufmerksam zu verfolgen und entsprechende Empfehlungen zu beachten 

Am kommenden Wochenende sind im Osten Österreichs Höchsttemperaturen um 40 Grad zu erwarten. Die GeoSphere Austria hat aufgrund dieser andauernden Hitzewelle für Wien, Teile Niederösterreichs und das Nordburgenland die höchste Wetterwarnstufe (Rot) ausgerufen. Konkret wurden die burgenländischen Bezirke Neusiedl am See, Eisenstadt-Umgebung sowie Mattersburg von Orange auf Rot gestellt. Die Hitzewarnstufe Rot gilt mehrere Tage für große Gebiete. Das Land Burgenland appelliert daher an alle Burgenländerinnen und Burgenländer sowie an Gäste, sich den außergewöhnlichen Witterungsverhältnissen entsprechend umsichtig und verantwortungsvoll zu verhalten. Auf der Internetseite des Landes finden sich der burgenländische Hitzeschutzplan sowie nützliche Hitzetipps, um die Extremtemperaturen gut zu überstehen: www.burgenland.at/themen/gesundheit/hitzetipps/. Zur Sicherheit hat die Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ) mit den Rettungsorganisationen vor allem für die rot eingestuften Bezirke eine Aufstockung des diensthabenden Personals vereinbart.

Besonders ältere Menschen, Kinder sowie Personen mit Vorerkrankungen sind durch die anhaltende Hitze gesundheitlich gefährdet. Das Wichtigste ist daher, sich vor den hohen Temperaturen zu schützen:

  • Ausreichend Flüssigkeit – vorzugsweise Wasser – zu trinken.
  • Direkte Sonneneinstrahlung während der Mittagsstunden möglichst zu vermeiden.
  • Körperliche anstrengende Tätigkeiten nach Möglichkeit auf die frühen Morgen- oder Abendstunden zu verlegen.
  • Leichte, helle Kleidung sowie geeigneten Sonnenschutz zu verwenden
  • Auf Mitmenschen, insbesondere ältere oder alleinlebende Personen, besonders zu achten. 

Auch Gäste sowie Urlauberinnen und Urlauber werden ersucht, Wanderungen, Radtouren und andere Freizeitaktivitäten den hohen Temperaturen sowie möglichen Wetterumschwüngen anzupassen und ausreichend Trinkwasser mitzuführen.

Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Wald- und Flurbränden beachten

Aufgrund der extremen Hitze ist die Gefahr von Vegetations-, Flur- und Waldbränden derzeit deutlich erhöht. Ausgetrocknete Wiesen, Felder und Böschungen sowie das bereits erntereife Getreide können sich bereits durch kleinste Zündquellen entzünden. Schon eine achtlos weggeworfene Zigarette, Funkenflug bei Arbeiten im Freien oder offenes Feuer können schwerwiegende Brände auslösen.

Das Land Burgenland ersucht daher insbesondere um Beachtung folgender Vorsichtsmaßnahmen:

  • Offenes Feuer im Freien nur dort entzünden, wo es ausdrücklich erlaubt ist, und niemals unbeaufsichtigt lassen.
  • Grillen und Lagerfeuer nur an dafür vorgesehenen Plätzen. 
  • Zigaretten oder andere glimmende Gegenstände niemals achtlos wegwerfen.
  • Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras oder Stoppelfeldern abstellen, da heiße Fahrzeugteile Brände verursachen können.
  • Bei Arbeiten mit Maschinen oder Geräten, die Funken erzeugen können, besondere Vorsicht walten lassen und diese – wenn möglich – in die kühleren Morgenstunden verlegen. 
  • Land- und forstwirtschaftliche Maschinen regelmäßig kontrollieren und geeignete Löschmittel mitführen. 
  • Wetterwarnungen beachten und bei aufziehenden Gewitter Wälder, freie Flächen sowie Gewässer rechtzeitig verlassen. 

Wichtig: Laufende Beobachtung der Wetterlage

Neben der extremen Hitze weisen die Wetterprognosen auch auf die Möglichkeit lokal begrenzter Gewitterzellen hin, die sich innerhalb kurzer Zeit zu Unwettern mit Starkregen, Sturmböen, Hagel und Blitzschlag entwickeln können. Diese Ereignisse treten oft sehr kleinräumig auf und können innerhalb weniger Minuten erhebliche Schäden verursachen. Die Bevölkerung wird daher ersucht, Wetterwarnungen aufmerksam zu verfolgen und Aktivitäten im Freien rechtzeitig an die Wetterentwicklung anzupassen.

Die Einsatzorganisationen beobachten die Wetter- und Gefahrenlage laufend und stehen im Bedarfsfall jederzeit bereit. 

Der wirksamste Schutz bleibt jedoch das verantwortungsvolle Verhalten jeder und jedes Einzelnen. 

Eisenstadt, 25. Juni 2026

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