Plattform für Kunstschaffende im Burgenland

Mag.a Trude Kloiber

Kloiber
© Mimi Poêtz

Hauptstraße 58
7521 Bildein

+43 664 73893624
gkloiber@aon.at
trudekloiber.pagecloud.com

1954 geboren: Bildein, Burgenland (A)

Universität für angewandte Kunst, Wien

Wie entstehen meine Bilder? Sie sind ortsgebunden. An ihren Entstehungsort gebunden – abhängig von den Gegebenheiten die ich vorfinde.
Was ist ein Ort? Eine Gegend, eine Landschaft, ein Landstrich, eine Gewohnheit, ein Wohnort, Natur ...?!
„Gehen ... in der Zeit, im Raum … Ideen formen ... Vorstellung ... Formen und Flächen ... Bewegung und Rhythmus ... Schatten Raum, Farbe ... stumme Zeugen ... Ort ... Wärme, atmen ... warten ... Bilder.“
Ich fotografiere um Augenblicke festzuhalten.
Was ist Natur? Sprache, Motiv, Sehnsucht nach Idylle, einem Paradiesgarten, unberührte Wildnis, Bewunderung, Zerstörung, Abscheu ... Die Natur ist verführerisch schön – und fremd. Sie folgt ihren eigenen Gesetzen – der Mensch domestiziert sie.
Was ist Malerei? Leinwand, Pinsel, Farbe – absichtsloses Denken? Die „Natur“" ist Motiv und Zitat – Farbspur.

(Web: trudekloiber.pagecloud.com; Instagram: Gertrude Kloiber) © Trude Kloiber

Ausstellungen:
1989     Belvedereschlössl, Stockerau
1998     WUK, Wien
1999     Dorfgalerie, Bildein
2000     Galerie im Kraftwerk, Riedersbach
2001     Penthausgalerie, PI-Linz
2002     „walking through the landscape“, WUK, Wien
2003     „ort(schafft) – erinnern“, Unterwart
„Privat – vorübergend bewohnt“, Bruck an der Leitha
2005     „Malerei 2003–2004“, WUK, Wien
2008     Ars Vinum, Winden am See
„Ja–Entscheidungen“, Heiligenbrunn
2010     Malerei und Installation, Bildein
„Cafe Orient“, Wien
2011     „Touring Exhibition“, Bosnien, Kroatien, Slowenien, Ungarn, Österreich, Gruppenausstellung

Gertrude Kloiber wuchs in Bildein im südlichen Burgenland auf und entdeckte schon sehr früh ihre Liebe zu Kunst und Malerei. Schon damals hielt ihr Umfeld und die Umgebung Einzug in ihre Darstellungen. Sie porträtierte Mitmenschen und beschäftigte sich intensiver mit der Materie, mit Kunst.
Nach abgeschlossenem Lehramtsstudium führte sie ihr Interesse für Kunst und die Neugierde andere Einflüsse, Stile und Techniken kennenzulernen, nach Indonesien. Die folgenden Monate lebte sie auf Java und beschäftigte sich intensiv mit unterschiedlichen Batiktechniken.
Ihre künstlerische Arbeit entsteht ausschließlich in ihrem Atelier in Bildein.

Stil und Technik:
In Gertrude Kloibers Malerei spiegelt sich die Umgebung in der sie aufgewachsen ist häufig wieder, werden ihre Bilder doch sehr stark von der Natur und Landschaft des Südburgenlands beeinflusst.
Das beständigste Merkmal ihrer Kunst ist der abstrakte Stil, der schon in der Frühphase ihr Schaffen dominierte und es immer noch tut. Trotz des hohen Abstraktionsgrades bleiben der Naturbezug bzw. die Motive spür- und auch sichtbar. Die Natur dient der Künstlerin als Inspiration und das Festhalten dieser als Mittel zum Zweck: Malen um des Malens willen und auch um Malerei an sich, in ihrer Art und Form, zu ergründen und zu erfassen.
Ihre Bilder durchlaufen einen längeren Prozess der Auseinandersetzung und obwohl Gertrude Kloiber sehr konzeptuell arbeitet, sich auf Situationen und Räumlichkeiten einstellt, passiert das Malen an sich sehr spontan und intuitiv. Unter den sichtbaren, fertigen Bildern befinden sich meist noch unzählige andere, die im Arbeitsprozess immer wieder übermalt, abgekratzt, abgewaschen und weiterbearbeitet werden. Der Prozess des Malens ist gleichsam das Ziel, ein Bild dann abgeschlossen, wenn Komposition und Farbräume stimmig sind, wenn die Künstlerin es intuitiv als fertig erkennt. Gemalt wird sehr oft seriell, meist an mehreren Bildern gleichzeitig. Ihre bevorzugte Technik dabei ist Eitempera.
(Katharina Pötz)