Im Zusammenhang mit der Aufkündigung der Tagsatzvereinbarung rund um moralisch fragwürdige Vorkommnisse und dem daraus resultierenden Vertrauensverlust in das Seniorenhaus Rudersdorf setzt das Land Burgenland einen weiteren wichtigen Schritt, um Sicherheit und Orientierung zu geben: Neben den laufenden Bemühungen und den engen Abstimmungen mit den Angehörigen für einen stressfreien und harmonischen Wechsel der Bewohnerinnen und Bewohner in neue Einrichtungen, schafft das Land auch Perspektiven für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir lassen die Menschen in Rudersdorf nicht im Regen stehen. Das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner sowie die berufliche Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben für uns oberste Priorität – darauf können sich alle Beteiligten verlassen“, betont Soziallandesrat Leonhard Schneemann. Als Zeichen dieser Unterstützung wendet sich Schneemann aktuell mit einem Brief direkt an die Belegschaft, um in der aktuellen Phase der Unsicherheit Klarheit zu schaffen. „Uns ist wichtig, direkt und persönlich zu kommunizieren. Die Beschäftigten sollen wissen: Ihre Arbeit ist wertvoll und unverzichtbar und ihre berufliche Zukunft ist uns ein großes Anliegen“, bekräftigt Landesrat Leonhard Schneemann.
Ein Brief des Landesrates erreichte dieser Tage alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses. Darin wird nicht nur die aktuelle Situation transparent dargelegt, sondern vor allem eine Brücke in die Zukunft gebaut. „Ihre Erfahrung in der Pflege ist unverzichtbar“, schreibt Soziallandesrat Leonhard Schneemann im Schreiben. Das Land bietet eine aktive Hilfe und Unterstützung durch die Fachabteilung an, um nahtlose Übergänge in neue, wohnortnahe Beschäftigungsverhältnisse zu ermöglichen. Die Fachabteilung des Landes Burgenland fungiert dabei als zentrale Koordinationsstelle. Derzeit laufen bereits Gespräche mit Pflegeeinrichtungen im ganzen Burgenland, um die Beschäftigungsalternativen zu schaffen. Direkte Bewerbungen bei Trägern sind natürlich möglich.
Alternativ dazu können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einen engen Austausch mit der Fachabteilung treten, um eine Vernetzung mit den Trägern zu ermöglichen.
Ein Wechsel ohne Stress
Parallel dazu läuft die Unterstützung für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Angehörige auf Hochtouren. Das Ziel ist ein „Quasi-Rundum-Sorglos-Paket“ für den Umzug. Dabei befindet sich die zuständige Fachabteilung in ständiger und enger Abstimmung mit den Angehörigen. Besonders wichtig ist der persönliche Austausch: So haben bereits für fast alle betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner erste Gespräche stattgefunden. In diesen Abstimmungsrunden wird nicht nur das jeweilige Wunschheim besprochen, sondern auch der optimale Zeitpunkt des Wechsels genau geplant und der jeweilige Transport festgelegt und organisiert. Ziel ist es, eine für alle Beteiligten zufriedenstellenden Lösung, im Idealfall im Wunschheim, zu finden. „Im Hintergrund wird unermüdlich an Lösungen gearbeitet, um einen stressfreien Übergang zu garantieren. Dabei haben die Wünsche der Familien und vor allem der untergebrachten Klientinnen und Klienten oberste Priorität. Das Ziel ist ein harmonischer Wechsel in alternative Pflegeeinrichtungen, bei dem die individuellen Wünsche der Familien das Maß aller Dinge sind. Die Fachabteilung koordiniert diesen Prozess engmaschig, um jegliche zusätzlichen Belastung von den Betroffenen fernzuhalten“, versichert Schneemann und beruhigt zeitgleich, dass man auch hinsichtlich einer finanziellen Mehrbelastung für die Familien im Zuge der Übersiedelung individuelle Lösung finden wird.
„Ein Altenwohnheim darf niemals zur Gelddruckmaschine auf Kosten der Allgemeinheit werden. Während wir konsequent gegen Gewinnmaximierung in der Pflege vorgehen, bemühen wir uns gleichzeitig jedem Betroffenen einen Platz zu ermöglichen, der seinen Bedürfnissen entspricht“, stellt der Soziallandesrat klar.
Während die Prüfung des Seniorenhauses Rudersdorf durch die Fachabteilung konsequent fortgesetzt wird, bleibt das soziale Versprechen des Landes aufrecht. Es geht um nahtlose Übergänge – für das Personal ebenso wie für die betreuten Menschen.
„Worte allein lösen die aktuelle Situation nicht, deshalb lassen wir Taten folgen. Wir nehmen die Sorgen ernst und arbeiten mit Nachdruck daran, dass dieser Wechsel für alle Beteiligten so harmonisch wie möglich verläuft. Wir garantieren: Niemand wird im Stich gelassen.“
Eisenstadt, 12. Mai 2026
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