Weltfrauentag: „Gleichstellung ist kein Geschenk, sondern ein Grundrecht – Burgenland setzt auf Frauenthemen“

LRin Daniela Winkler

Landesrätin Daniela Winkler unterstreicht anlässlich des Weltfrauentages den burgenländischen Weg - Von Gehalts-Check und Digital-Offensive bis hin zum lückenlosen Gewaltschutz und steigender politischer Beteiligung in den Gemeinden

„Frauenpolitik ist kein Thema für einen einzelnen Tag im Jahr, sondern ein täglicher Auftrag für faire und gerechte Strukturen“, erklärt Frauenlandesrätin Daniela Winkler anlässlich des Internationalen Frauentages. Während das Burgenland bei weiblichen Führungskräften und Bürgermeisterinnen einen Anstieg verzeichnet, drückt Winkler beim Gewaltschutz und der finanziellen Unabhängigkeit weiter aufs Tempo.

Einkommensschere

Ein politischer Schwerpunkt liegt auf der Schließung der Einkommensschere und Finanzbildung. Das Angebot für Information und Fortbildung schafft Rahmenbedingungen und das nötige Rüstzeug für finanzielle Angelegenheiten. Die Frauenberatungsstelle „Der Lichtblick“ (Neusiedl am See) bietet unter anderem ein gezieltes Training für Gehaltsverhandlungen an, damit Frauen ein Einkommen erreichen, das sie verdienen. Für Unternehmerinnen startet im April in Kooperation mit der WK Burgenland/WIFI eine fünfteilige Digitalisierungsoffensive. Um Mädchen Chancen in technischen Berufen zu eröffnen, gibt es im April den Forscherinnentag im April. Dieser ist bereits restlos ausgebucht.

Gewaltschutz: Kein Platz für Kompromisse

Ein allgegenwärtiges Thema ist Sicherheit: Im Burgenland gibt es vier zum Teil neu bereitgestellte und eingerichtete Übergangswohnungen, die derzeit belegt sind. „Jede Frau hat das Recht auf ein gewaltfreies und sicheres Leben. Die Vollauslastung zeigt uns, dass wir hier keine Sekunde nachlassen dürfen“, betont Winkler. Das Projekt „StoP“ (Stadtteile ohne Partnergewalt) flankiert diese Arbeit mit verstärkter Sensibilisierung im öffentlichen Raum.

Gesundheit

Auf der Liste der menschlichen Bedürfnisse steht Gesundheit ganz oben. In Kooperation mit der Krebshilfe Burgenland setzt das Land nachhaltig auf Aufklärungsarbeit und für niederschwellige Zugänge zur Impfung. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen, Wissen zu vermitteln und möglichst viele Menschen zur Immunisierung zu motivieren.
„Ein Thema, das uns im Bereich Gesundheit sehr am Herzen liegt, ist, dass die medizinische Forschung stark auf die männliche Anatomie ausgerichtet ist. Diverse Symptome haben geschlechterspezifische Erscheinungsformen. Wenn der Fokus auf die Frau gerichtet wird, kann das wesentlich zur Frauengesundheit beitragen. 

Politische Teilhabe

Um Frauenthemen in der Politik richtig zu platzieren und umzusetzen, braucht es eine entsprechende Beteiligung. Das Burgenland verzeichnet einen leichten, aber steten Anstieg von Bürgermeisterinnen (Steigerung von 7 % auf fast 10 % seit 2021) und Vizebürgermeisterinnen (aktuell 21,64 %). Um diesen Trend abzusichern, startet in Kürze im Hinblick auf die Gemeinderatswahl 2027 ein neuer Lehrgang für Kommunalpolitikerinnen.

Frauenquote im Landesdienst ausgeglichen

Intern zeigt das Land Burgenland, dass Quoten für Frauen in der Berufswelt wirken: In den Bezirkshauptmannschaften liegt der Anteil der Referatsleiterinnen bereits bei 53,06 %, im Amt der Landesregierung bei über 52 %. „Wir beweisen, dass Frauen in Führungspositionen Normalität sind. Dort, wo noch Förderbedarf besteht, wollen wir gezielt ansetzen“, so die Landesrätin.

Frauenpreis

Ein starkes sichtbares Zeichen für Verdienste von Frauen ist die Verleihung des Rosa Jochmann-Frauenpreises 2025 am kommenden Montag (9. März) mit dem Schwerpunktthema Bildung. Für einen Tag voller Bewegung sorgt der Burgenländische Frauenlauf am 20. September (Anmeldung ab April). 

25 Jahre Frauenreferat

Ein besonderes Jubiläum begeht das Frauenreferat. Es wurde am 8. März 2001 gegründet und feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen. Das Frauenreferat steht für ein Vierteljahrhundert konsequente Arbeit für die Burgenländerinnen.

„Damit die Frau in der Gesellschaft den Stellenwert erfährt, den sie sich tagtäglich zum Teil sehr hart erarbeitet, braucht es ein Umdenken in der Bevölkerung und einen Aufbruch von Stereotypen. Damit würde das Selbstwertgefühl der Frauen gestärkt werden. Frauen sind keine Maschinen, die rund um die Uhr funktionieren, sie müssen auch den Mut haben, Zeit für sich zu finden. Eine funktionierende Partnerschaft kann sehr viel dazu beitragen“, sagt Winkler abschließend.

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Bildtext LRin Daniela Winkler: Porträtaufnahme von Landesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler.

Bildquelle: Büro LRin Winkler

Eisenstadt, 06. März 2026

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