Der VCÖ-Mobilitätspreis stand 2026 unter dem Motto „nachhaltig.effizient.innovativ“ und ging an das Projekt Velobus in Neusiedl am See. Im vergangenen Schuljahr fuhren Kinder täglich gemeinsam und in Begleitung von Eltern mit dem Fahrrad zur Volksschule Neusiedl am Tabor. Verkehrslandesrat Heinrich Dorner gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern und erklärte: „Die ausgezeichneten Projekte spiegeln die Schwerpunkte des Landes bei der Mobilität wider.“ Als weitere vorbildliche Projekte wurden die Initiative „Gemeinsam unterwegs“ der Marktgemeinde Litzelsdorf und die schrittweise Umstellung der Dieselbusflotte auf Elektrobusse durch die Verkehrsbetriebe Burgenland ausgezeichnet. Der VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland wurde vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Burgenland und den ÖBB durchgeführt und vom Verkehrsverbund Ost-Region VOR unterstützt.
Der Velobus Neusiedl gewann den VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland 2026. Der Velobus ist eine von Erwachsenen begleitete Fahrradgruppe, die im vergangenen Schuljahr zur selben Zeit und auf derselben Route zur Schule fuhr. An Haltepunkten konnten sich Kinder dem Velobus anschließen. Nur an drei Tagen wurde aufgrund von Eisregen und Schnee pausiert. Im Durchschnitt fuhren sieben Kinder pro Tag gemeinsam mit dem Rad zur Schule. Insgesamt waren 32 Kinder beteiligt und absolvierten 1.383 Fahrten. Rund 7.000 Autokilometer wurden dadurch eingespart. „Gemeinsam zur Schule radeln macht Spaß. Zudem kommen Kinder, die den Schulweg mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegen, regelmäßig auf eine gesunde Portion Bewegung und erlangen Kompetenz im richtigen Verhalten im Straßenverkehr“, so VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Dorner sagte: „Wir investieren so viel wie noch nie in moderne und sichere Radinfrastruktur in allen Bezirken, um das Alltagsradfahren attraktiver zu machen und das Burgenland in absehbarer Zeit zum ‚Radland Nummer 1‘ zu machen. Zudem haben wir heuer auch den Masterplan ‚Burgenland zu Fuß‘ beschlossen, mit dem wir die Menschen im Alltag zum Gehen motivieren wollen und die notwendigen Rahmen-bedingungen dafür schaffen, etwa durch Unterstützung der Gemeinden bei der Entwicklung von Fußverkehrskonzepten.“
Schenk betonte: „Wenn wir die Effizienz im Verkehrssystem erhöhen, dann reduzieren wir die Staus auf den Straßen, den Spritverbrauch und damit die Spritkosten und verbessern die Luftqualität und die Umweltbilanz der Mobilität. Mit innovativen Ansätzen können wir das erreichen und die Mobilität der Bevölkerung nachhaltig verbessern, wie auch die drei Projekte zeigen.“
Beim Mobilitätspreis ausgezeichnet wurde die Initiative „Gemeinsam unterwegs“ der Marktgemeinde Litzelsdorf im Bezirk Oberwart, in welcher auf kurze Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad gesetzt wird. Von Mitte April bis Mitte Juni gab es für jeden zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegten Weg einen Punkt im Sammelpass. Insgesamt beteiligten sich 20 Einrichtungen - von Geschäften über Kindergarten, Schule und Ordinationen bis zu Gasthäusern und der Kirche. 120 volle Sammelpässe wurden abgegeben, mehr als 1.800 Autofahrten vermieden.
Auch die Verkehrsbetriebe Burgenland wurden für die schrittweise Umstellung von Diesel- auf Elektrobusse ausgezeichnet. Bereits sechs Elektro-Solobusse mit 36 Sitz- und 41 Stehplätzen sowie drei Elektro-Midibusse mit 25 Sitz- und 15 Stehplätzen sind auf mehreren Linien im Einsatz. Geladen werden sie mit regionalem Sonnen- und Windstrom. Im Vergleich zu Dieselbussen reduzieren sie den CO2-Ausstoß um insgesamt rund 620.000 Kilogramm pro Jahr. Elektrobusse sind zudem leiser und stoßen keine gesundheitsschädlichen Schadstoffe wie Stickoxide oder Feinstaub aus. Geladen werden sie mit regionalem Sonnen- und Windstrom.
„Der VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland zeigt eindrucksvoll, wie viele gute Ideen und konkrete Projekte es bereits gibt, um Mobilität nachhaltiger, effizienter und innovativer zu gestalten“, gratulierte Michael Gerin von der ÖBB-Infrastruktur AG. Peter Zinggl betonte in seiner Funktion als Prokurist des Verkehrsverbunds Ost-Region (VOR): „Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie nachhaltige Mobilität im Burgenland vor Ort gelebt wird.“
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Bildtext Mobilitätspreis_2026_1: Preisträger Velobus in Neusiedl am See: VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk, Peter Zinggl (VOR), Michael Gerin (ÖBB-Infrastruktur AG), Verena Bernardi, Bettina Ley, Margarete Bernardi (1. Reihe), Markus Bernardi, Kordula Csukker (Direktorin der Volksschule „Am Tabor“ in Neusiedl am See), Bürgermeisterin LAbg. Elisabeth Böhm (Neusiedl am See) und Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (v.l.).
Bildtext Mobilitätspreis_2026_2: Preisträger Initiative „Gemeinsam unterwegs“ in der Marktgemeinde Litzelsdorf: VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk, Peter Zinggl (VOR), Michael Gerin (ÖBB-Infrastruktur AG), Annemarie Reiss, Ingrid Hochwarter, Bürgermeister Jürgen Resch (Litzelsdorf) und Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (v.l.).
Bildtext Mobilitätspreis_2026_3: Preisträger Verkehrsbetriebe Burgenland (VBB): VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk, Michael Gerin (ÖBB-Infrastruktur AG), Johannes Jandrisevits (Geschäftsführer VBB), Peter Zinggl (VOR), Margerita Gilswert-Sattler (VBB), Michael Gerin (ÖBB-Infrastruktur AG), Herbert Vögl (VBB), Wolfgang Werderits (Geschäftsführer VBB) und Verkehrslandesrat Heinrich Dorner (v.l.).
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Eisenstadt, 10. September 2026
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