Umweltmanagementsystem bestätigt: EMAS-III-Zertifizierung für die Kliniken der Gesundheit Burgenland

Die Geschäftsführung der Gesundheit Burgenland, beide Klinikleitungen sowie die Verantwortlichen der Green Teams freuen sich über die Zertifizierung.

LH Doskozil: „Unsere Kliniken stehen nicht nur für medizinische Spitzenversorgung, sondern übernehmen auch Verantwortung für Umwelt und kommende Generationen“

EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist ein von der EU entwickeltes, freiwilliges Umweltmanagementsystem für Unternehmen zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer Umweltleistung. Im November 2025 wurden die Kliniken Oberwart und Güssing, stellvertretend für die Gesundheit Burgenland, auf Herz und Nieren geprüft. Jetzt steht fest: Die Gesundheit Burgenland hat die EMAS-III-Verbund-Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen und die Eintragung ins EMAS-Register unter der Nummer „AT-00807“ ist erfolgt. Zuvor setzten die Kliniken und die Direktion mehr als ein Jahr lang ein ganzes Paket an nachhaltigen Maßnahmen um. Für Landeshauptmann Doskozil ist die erfolgreiche EMAS-III-Zertifizierung ein starkes Signal: „Unsere Kliniken stehen nicht nur für medizinische Spitzenversorgung, sondern übernehmen auch Verantwortung für Umwelt und kommende Generationen. Nachhaltigkeit ist für uns kein Schlagwort, sondern verbindlicher Auftrag.“ Bei der Re-Zertifizierung im Herbst 2026 werden dann die Standorte Kittsee und Oberpullendorf unter die Lupe genommen.

Die Gesundheitsoffensive des Landes ist breit angelegt und setzt neben dem Ausbau von wohnortnaher Versorgung auch einen Fokus auf nachhaltiges und werteorientiertes Handeln: „Wir haben mit der ‚Klimastrategie Burgenland 2030‘ rund 120 Maßnahmen für eine lebenswerte Zukunft fixiert. Im Jahr 2030 wollen wir bilanzielle Klima- und Energieneutralität erreicht haben. Die bereits gesetzten Schritte der Gesundheit Burgenland spielen eine wichtige Rolle zur Erreichung dieses Ziels. Darüber hinaus soll die neue Klinik Gols ein Vorzeigeprojekt in Sachen ökologischer Bauweise werden. Der eigens gegründete Gestaltungsbeirat schaut darauf, dass wir höchste Umweltstandards erfüllen“, so Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesundheit Burgenland.

Die Maßnahmen der Gesundheit Burgenland im Detail

Um die Kriterien für die EMAS III-Zertifizierung zu erfüllen, hat die Gesundheit Burgenland zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und Projekte ins Leben gerufen:

  • Markus Kalchbrenner (Direktor Technik) wurde zum Umwelt- und Nachhaltigkeits-Manager ernannt.
  • An allen Standorten (den Kliniken Kittsee, Oberpullendorf, Oberwart und Güssing sowie der Direktion in Eisenstadt) wurden Green Teams gegründet. Diese entwickeln das umfassende Umweltprogramm laufend weiter und sind für dessen Umsetzung mitverantwortlich.
  • Im Intranet der Gesundheit Burgenland gibt es eine Ideenplattform, um Vorschläge für einen nachhaltigeren Arbeitsalltag einzureichen.
  • Das Umweltleitbild sorgt – genauso wie das Umweltprogramm und das Umwelthandbuch – dafür, dass alle an einem Strang ziehen.
  • Die jährliche Umwelterklärung und die Umweltberichte geben Auskünfte über den aktuellen Stand und dienen als Basis für zukünftig zu setzende Maßnahmen.
  • Der Dekarbonisierungsfahrplan zeigt auf, in welchen Bereichen gezielt Einsparungen bei den CO2-Emissionen vorgenommen werden können.
  • Durch umgebaute Filtersysteme in den Kliniken Oberwart und Oberpullendorf wird das in den OP-Sälen verwendete Narkosegas aufgefangen und wiederverwertet.
  • Die Küche der Klinik Oberwart hat das BIO-Zertifizierungsverfahren erfolgreich absolviert. Darüber hinaus streben alle Standorte den höchstmöglichen Anteil an regionalen Lebensmitteln an.
  • Das Energiemanagement-Re-Zertifizierungsaudit im November 2025 wurde erfolgreich abgeschlossen.
  • Durch die Mitgliedschaft im Fanclub Burgenland Energieunabhängig sichert sich die Gesundheit Burgenland eine weitere nachhaltige Stromversorgung und trägt zusätzlich zur Stabilisierung des Stromnetzes bei.
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie und Besucherinnen und Besucher sollen durch Plakate, Sticker oder Roll-ups in den Kliniken zu umweltbewusstem Handeln („Stiege statt Lift“, „Licht abdrehen“, „Bewusster Umgang mit Lebensmitteln“) animiert werden.

GF Öller: „Nachhaltigkeit zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie“

Franz Öller, kaufmännischer Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland: „Fortschrittliche Gesundheitsversorgung, Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind kein Widerspruch. Wir haben uns in unserem Umweltleitbild dazu bekannt, dass Nachhaltigkeit ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie ist. Durch Energieeffizienz, Abfallvermeidung oder den Schutz von natürlichen Ressourcen tragen wir zu einer gesunden Umwelt bei – und dadurch zur Gesundheit der Menschen. Innovative Lösungen bringen uns hier Schritt für Schritt in die richtige Richtung.“

Umwelt- und Nachhaltigkeits-Manager Markus Kalchbrenner ergänzt: „EMAS III ist ein sehr starkes Umweltmanagementsystem und europaweit bekannt. Es schafft Transparenz, verbessert messbar die Umweltleistung und zeigt glaubwürdig, dass die Gesundheit Burgenland Verantwortung übernimmt.“

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Bildtext EMAS: Die Geschäftsführung der Gesundheit Burgenland, beide Klinikleitungen sowie die Verantwortlichen der Green Teams freuen sich über die Zertifizierung.

Bildquelle: Gesundheit Burgenland

Eisenstadt, 12. Februar 2026

Rückfragehinweis: Gesundheit Burgenland, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, kommunikation(at)gesundheit-burgenland.at