Mit der ersatzlosen Streichung des Sanierungsbonus nach nur vier Monaten bricht die Bundesregierung ihr zentrales Versprechen auf Planungssicherheit im Klimaschutz. Die burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin und Klima- und Energielandesrätin Anja Haider-Wallner nimmt den Bund klar in die Pflicht und fordert Verlässlichkeit für jene Menschen, die in klimafreundliche Sanierungen investieren wollen: „Wer die Menschen zu klimafreundlichen Investitionen ermutigt, darf ihnen nicht von heute auf morgen den Boden unter den Füßen wegziehen“, stellt Haider-Wallner klar.
Im Oktober 2025 hat die Bundesregierung die neu gestaltete „Sanierungsoffensive 2026“ präsentiert. Bundesminister Totschnig stellte dabei ein Maßnahmenpaket vor, das ein starkes Signal für Klima- und Umweltschutz setzen und vor allem Planungssicherheit für BürgerInnen schaffen sollte. Gefördert werden sollten sowohl der Umstieg von fossilen Heizsystemen auf klimafreundliche Alternativen wie Wärmepumpen, Nah- und Fernwärme oder Holzzentralheizungen, als auch thermische Sanierungsmaßnahmen an älteren Gebäuden mit hohem Energieverbrauch über den sogenannten Sanierungsbonus.
Für den Zeitraum von 2026 bis 2030 wurde ein fixes Fördervolumen von jährlich 360 Millionen Euro – insgesamt 1,8 Milliarden Euro – in Aussicht gestellt. Die jährliche Aufteilung der Mittel sollte laut Bund garantieren, dass Sanierungsvorhaben langfristig planbar bleiben. „Diese Planungssicherheit war das zentrale Versprechen der Bundesregierung – und genau dieses Versprechen wurde jetzt gebrochen“, kritisiert Haider-Wallner.
Sanierungsbonus: Förderstopp nach wenigen Monaten
Tatsächlich wurde die Förderung für sämtliche thermischen Sanierungsmaßnahmen bereits nach weniger als drei Monaten mit sofortiger Wirkung gestrichen – ohne Vorankündigung und ohne Ersatz. Begründet wird dieser Schritt damit, dass bereits nach drei Monaten rund zwei Drittel der vorgesehenen Jahresmittel ausgeschöpft waren. Gerade diese rasche Ausschöpfung der Mittel ist für Haider-Wallner ein klarer Beleg dafür, wie hoch die Bereitschaft der Menschen ist, in Klimaschutz zu investieren: „Das enorme Interesse zeigt, dass die Menschen bereit sind, Verantwortung für den Klimaschutz zu übernehmen und in ihre Häuser zu investieren. Sie haben sich dabei auf die Zusagen des Bundes verlassen – und wurden nun enttäuscht.“
Die abrupte Streichung des Sanierungsbonus schade nicht nur dem Vertrauen der Bevölkerung, sondern auch den Klimazielen selbst. „Anstatt diesen Schwung mitzunehmen und die Mittel aufzustocken, zieht die Bundesregierung die Notbremse und tritt beim Klimaschutz auf die Bremse“, so Haider-Wallner.
Burgenland setzt auf Verlässlichkeit und soziale Unterstützung
Im Burgenland werde bewusst ein anderer Weg eingeschlagen. Das Land setze auf verlässliche, sozial ausgewogene Instrumente, um die Burgenländerinnen und Burgenländer bei ökologisch sinnvollen Investitionen in ihr Eigenheim zu unterstützen. So gibt es für thermische Sanierungen bei gedeckeltem Einkommen ein zinsbegünstigtes Förderungsdarlehen im Rahmen der Sonderwohnbauförderungsaktion. Diese Unterstützung wird gezielt vergeben und ist an klare ökologische Kriterien geknüpft – nämlich an den gleichzeitigen Umstieg auf ein nicht-fossiles Heizsystem oder an den Nachweis, dass bereits ein solches System besteht.
Darüber hinaus stellt das Land Burgenland echte, nicht rückzahlbare Förderungen bereit: etwa für nachhaltige Technologien zur Ökoenergieerzeugung und zur Steigerung der Energieeffizienz sowie über die Sonderförderung Heizungstausch 2026. „Wir verbinden Klimaschutz mit sozialer Verantwortung und klaren Rahmenbedingungen. Die Menschen wissen, worauf sie sich verlassen können“, betont Haider-Wallner. „Klimaschutz gelingt nur dann, wenn politische Zusagen halten und Förderungen planbar sind. Genau diese Verlässlichkeit leben wir im Burgenland – und genau diese Verlässlichkeit erwarten wir uns auch vom Bund“, so Haider-Wallner abschließend.
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Bildtext LH-Stvin. Haider-Wallner: Portraitfoto von LH-Stv.in Anja Haider-Wallner.
Bildquelle: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner
Eisenstadt, 4. Februar 2026
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