Sicher am Rad in jedem Alter

Landesrat Heinrich Dorner bei der Aktion Sicher am Rad in jedem Alter in Rust
Landesrat Heinrich Dorner bei der Aktion Sicher am Rad in jedem Alter in Rust

LR Dorner: „Fahrradfahren als sichere und attraktive Form der Mobilität etablieren“ - Untersuchung der Radfahrkompetenzen in Rust 

Das Projekt „Sicher am Rad in jedem Alter – SARA“ hat das Ziel, der steigenden Zahl von Fahrradunfällen in Österreich entgegenzuwirken und die Verkehrssicherheit für Radfahrerinnen und -fahrer zu verbessern. Am 29. August 2025 machte das Projekt Station in der Freistadt Rust. Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis 90 Jahre konnten mit den hochtechnischen Messrädern des Austrian Institute of Technology (AIT) und der Universität für Bodenkultur (BOKU) ihre Fahrradkompetenzen auf einem gesicherten Parcours unter Beweis stellen. „Als Land Burgenland unterstützen wir diese Initiative, die zur Erhöhung der Sicherheit im Radverkehr beiträgt. Auf wissenschaftlicher Basis werden in diesem Forschungsprojekt ‚Sicher am Rad in jedem Alter‘ die Radfahrkompetenzen der österreichischen Bevölkerung erhoben, ausgewertet und analysiert. Auf Basis dieser gewonnenen Daten wollen wir als Land Burgenland Maßnahmen wie beispielsweise in Trainings oder beim Ausbau der Infrastruktur setzen, um damit die Sicherheit der Radfahrerinnen und -fahrer nachhaltig zu steigern“, sagte Verkehrslandesrat Heinrich Dorner bei seinem Besuch der Aktion gemeinsam mit dem Ruster Bürgermeister Gerold Stagl, Christine Zopf-Renner von der Mobilitätszentrale und Bettina Schützenhofer, der Initiatorin des Projektes. „Ziel ist, das Burgenland zum Radland Nummer 1 zu machen. Insgesamt werden 25 Millionen Euro in den Ausbau der Radinfrastruktur investiert. Dadurch und mit ergänzenden Projekten wie diesem soll Fahrradfahren als sichere und attraktive Form der Mobilität etabliert werden.“

Das Forschungsprojekt „Sicher am Rad in jedem Alter“ wurde vor dem Hintergrund der Zunahme des Radverkehrs entwickelt, um gezielte Maßnahmen und Empfehlungen auszuarbeiten und damit das Risiko von Fahrradunfällen zu reduzieren. Denn in den letzten zehn Jahren ist die Anzahl der Fahrradunfälle in Österreich stark angestiegen, insbesondere bei Alleinunfällen. Dieser Anstieg wird auf verschiedene Faktoren zurückgeführt wie beispielsweise geringe Fahrpraxis und -kompetenz, erhöhte Risikobereitschaft, Ablenkung, technische Probleme am Fahrrad und mangelhafte Infrastruktur. Trotz dieser Entwicklung gibt es bislang keine systematischen empirischen Untersuchungen zu den zugrundeliegenden Radfahrkompetenzen der österreichischen Bevölkerung. Das aktuelle Projekt hat zum Ziel, die Fähigkeiten und Kenntnisse der Testpersonen unterschiedlicher Altersgruppen hinsichtlich der sicheren Teilnahme am Straßenverkehr mit dem Fahrrad zu erfassen. Durch die Analyse der Radfahrkompetenzen und den damit verbundenen Stärken, Schwachstellen und Gefahrenquellen erfolgt eine präzise Identifikation von Risikofaktoren, die zu Fahrradunfällen führen können. Dies ermöglicht es, gezielt präventive Maßnahmen zu ergreifen.

In diesem Forschungsprojekt werden nun erstmals die von Expertinnen und Experten beobachteten Leistungen in einem standardisierten Fahrradparcours nicht nur mit den Selbsteinschätzungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und deren Radvorerfahrungen verknüpft, sondern auch mit technischen Daten wie Lenkwinkeldifferenz, Geschwindigkeit sowie physiologischen Hautleitwerten o. Ä. Aus der Verschränkung der Daten können wertvolle Empfehlungen für die Bewusstseinsbildung und die praktische Fahrradausbildung gewonnen werden. Auf Basis dieser systematisch erfassten und detaillierten Datengrundlage und multimethodischer (psychologischer, technischer, pädagogischer und medizinischer) Erhebungsinstrumente werden Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit entwickelt. Ergebnisse des Projektes sollen spezifische Trainings- und Handlungsempfehlungen für Radfahrerinnen und -fahrer und für den Ausbau der Radinfrastruktur sein.

Unterstützt wurde die Aktion in der Freistadt Rust, die von den Projektpartnern Technische Universität Wien, Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), nast consulting ZT GmbH und dem Austrian Institute of Technology (AIT) geleitet wurde, von Land Burgenland, der Freistadt Rust, der burgenländischen Mobilitätszentrale, der Radlobby und Seniorenorganisationen.

Die Pressefotos zum Herunterladen:

LR_Dorner_Sicher_am_Rad_001    LR_Dorner_Sicher_am_Rad_002

Bildtext LR_Dorner_Sicher_am_Rad_001 (v.l.n.r.): Daniel Elias (Verkehrstechniker, nast consulting), Michael Aleksa (wissenschaftlicher Mitarbeiter des Austrian Institute of Technology), Christine Zopf-Renner (Mobilitätszentrale Burgenland), Bettina Schützenhofer (Verkehrspsychologin), Verkehrslandesrat Heinrich Dorner und Bgm. Gerold Stagl (Freistadt Rust)

Bildtext LR_Dorner_Sicher_am_Rad_002: Die Testpersonen bei „Sicher am Rad in jedem Alter“ mussten mit den hochtechnischen Messrädern des Austrian Institute of Technology (AIT) ihre Fahrradkompetenzen auf einem gesicherten Parcours unter Beweis stellen.

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Eisenstadt, 29. August 2025

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