Pro mente Haus in Mattersburg feiert zehnjähriges Bestehen

Bei der Jubiläumsfeier des pro mente Hauses in Mattersburg: (v.l.) pro mente Burgenland Obfrau und Geschäftsführerin Eva Blagusz, LAbg. Bürgermeisterin Claudia Schlager, pro mente Burgenland Geschäftsführerin Katrin Striok, Landesrat Leonhard Schneemann, Jasmin Tinhof, Standortleitung Mattersburg.
(v.l.) pro mente Burgenland Obfrau und Geschäftsführerin Eva Blagusz, Landesrat Leonhard Schneemann und pro mente Burgenland Geschäftsführerin Katrin Striok besuchten die Jubiläumsfeier des pro mente Hauses Mattersburg.
Die pro mente Band Mattersburg begeisterte beim Jubiläumsfest das Publikum mit einem Konzert.
Zahlreiche Gäste feierten mit pro mente das zehnjährige Bestehen des pro mente Hauses in Mattersburg.

LR Schneemann: Standortwahl in Mattersburg als Zeichen gelebter Inklusion

Vor zehn Jahren, am 29. August 2016, wurde in Mattersburg der dritte von mittlerweile vier pro mente Standorten im Burgenland eröffnet. Damals gab es die Vision, inmitten von Mattersburg einen Ort der Inklusion zu schaffen. Gestern, Dienstag, wurde das Jubiläum mit einem Fest im Hof des pro mente Hauses begangen, dessen Höhepunkt ein Konzert der pro mente Band bildete. Unter den zahlreichen Gästen war auch Landesrat Leonhard Schneemann, der Grüße von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil überbrachte. In den vergangenen zehn Jahren sei sehr viel passiert, pro mente habe sich stark und großartig entwickelt, hob der Landesrat hervor. Auch die burgenlandweiten Zahlen seien wirklich beeindruckend: „Heute sind es über 200 Menschen, die an vier Standorten von 136 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut werden.“ Und diese Betreuung sei erstklassig: „Es wird hier mit sehr viel Herz gearbeitet. Es stehen die Menschen im Mittelpunkt des Geschehens und das spürt man auch heute bei dieser Feier“, betonte der Landesrat.

Aktuell arbeiten bei pro mente in Mattersburg 35 MitarbeiterInnen, unterstützt von Zivildienern, fsj-Freiwilligen (Absolventinnen und Absolventen eines freiwilligen sozialen Jahres, Anm.) und PraktikantInnen. 25 Menschen wohnen im Haus in Mattersburg und weitere 40 KlientInnen besuchen die Tagesbetreuung. In den vergangenen zehn Jahren wurden von pro mente in Mattersburg 180 Klientinnen und Klienten begleitet.

„Pro mente ist aus dem Leben der Stadt Mattersburg nicht mehr wegzudenken und ist ein fixer Bestandteil im täglichen Leben der Stadt. Das macht unsere Stadt so lebenswert, dass ihr hier mitten in der Stadt untergebracht seid, betreut werdet, hier arbeitet und am gesellschaftlichen Leben teilnehmt. Und das ist für mich gelebte Inklusion“, hob Landtagsabgeordnete Bürgermeisterin Claudia Schlager hervor.

Dies zeige auch die Standortwahl: „Es haben alle Menschen verdient, in das Zentrum geholt zu werden. Alle Menschen sollen im Mittelpunkt stehen und das zeichnet wirklich die Stadt Mattersburg aus“, unterstrich Landesrat Schneemann.  
„Im Burgenland zeigen wir immer wieder, dass uns die Solidarität wichtig ist, dass uns das soziale Miteinander wichtig ist und dass wir alle Menschen unterstützen müssen, die unsere Unterstützung brauchen“, so Schneemann: „Wir wissen, es gibt immer mehr Menschen, die in diesem psychosozialen Umfeld Unterstützung brauchen“.

Dies betreffe auch schon viele Kinder und Jugendliche: „Und da dürfen wir nicht wegschauen. Da müssen wir Strukturen beleuchten, um zu sehen, ob wir nicht da und dort Änderungen vornehmen müssen, um auch in den nächsten Jahren diese Unterstützung geben zu können für Menschen, die in psychische Bedrängnis kommen und diese Unterstützung brauchen.“ Als Land Burgenland habe man mit pro mente einen sehr professionellen Partner, bekräftigte der Landesrat.

Er wolle Dank und Anerkennung übermitteln „für alle, die hier tagtäglich ihr Bestes geben, damit sich die Menschen wohlfühlen, damit alle, die Unterstützung brauchen, diese bekommen“, sagte Schneemann. Er bedanke sich auch „bei den Familien, die trotz allem hinter ihren Angehörigen stehen. Wir können noch so tolle Organisationen aufbauen, aber wir können nie das soziale Miteinander in den Familien ersetzen.“ Nur in einer guten Abstimmung werde man Erfolg haben und das beste Ergebnis erzielen, betonte der Landesrat.

Mit der Eröffnung des pro mente Hauses Mattersburg vor zehn Jahren wurde eine wichtige Versorgungslücke im psychosozialen Bereich des Burgenlandes geschlossen. Das Angebot umfasst drei Bereiche:

  • vollbetreutes Wohnen mit Betreuung rund um die Uhr
  • Tagesstruktur bzw. Tageszentrum
  • teilbetreutes Wohnen bzw. betreutes Einzelwohnen

Das Wohnhaus verfügt über 25 Einzelzimmer, die auf drei Wohngruppen verteilt sind. Das Tageszentrum bietet Platz für bis zu 16 externe Klientinnen und Klienten. Die Betreuung erfolgt durch ein multiprofessionelles Team. Ziel ist es, Stabilität zu schaffen, vorhandene Fähigkeiten zu stärken und größtmögliche Selbstständigkeit zu ermöglichen. Beschäftigungsmöglichkeiten reichen von alltagsnahen und kreativ-handwerklichen Tätigkeiten bis zu arbeitsmarktnahen Angeboten. Bereits wenige Monate nach der Inbetriebnahme war das Haus vollständig ausgelastet.

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Bildtext pro mente Mattersburg 1: Bei der Jubiläumsfeier des pro mente Hauses in Mattersburg: (v.l.) pro mente Burgenland Obfrau und Geschäftsführerin Eva Blagusz, LAbg. Bürgermeisterin Claudia Schlager, pro mente Burgenland Geschäftsführerin Katrin Striok, Landesrat Leonhard Schneemann, Jasmin Tinhof, Standortleitung Mattersburg.

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Bildtext pro mente Mattersburg 3: Die pro mente Band begeisterte beim Jubiläumsfest das Publikum mit einem Konzert. 

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Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Eisenstadt, 02. September 2026

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