Pilotprojekt Mattersburger Straße startet: Verkehrssicherheit soll erhöht und Leistungsfähigkeit erhalten bleiben

Präsentierten Details zum Pilotversuch zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der Mattersburger Straße: (v.l.) Hannes Thiesz, Geschäftsführer Bau und Betrieb Burgenland (BBB), Sabine Kaulich, Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), Landesrat Heinrich Dorner, LAbg. Bürgermeister Thomas Steiner.
Landesrat Heinrich Dorner bei der Pressekonferenz.
Pressekonferenz anlässlich der Präsentation des Pilotprojekts Mattersburger Straße.
Pressekonferenz anlässlich der Präsentation des Pilotprojekts Mattersburger Straße.

Land Burgenland und Stadt Eisenstadt testen mit Unterstützung des KFV verschiedene Maßnahmen – Straße soll auf Wunsch vieler Bürger weiterentwickelt werden

Das Land Burgenland startet gemeinsam mit der Stadt Eisenstadt ab Mitte August einen dreimonatigen Pilotversuch zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der Mattersburger Straße. Auf der rund 1,3 Kilometer langen Strecke werden verschiedene Maßnahmen getestet, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit dieser wichtigen Einfahrtsstraße beizubehalten. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und die BBB - Bau Betrieb Burgenland begleiten das Projekt fachlich und analysieren das Feedback der örtlichen Verkehrsteilnehmenden sowie die Ergebnisse des Pilotprojekts. Die Mattersburger Straße zählt zu den wichtigsten Einfahrtsachsen der Landeshauptstadt und hat eine zentrale Funktion für den Pendlerverkehr und den Wirtschaftsstandort. Zugleich wünschen sich viele Bürgerinnen und Bürger bessere Möglichkeiten, die Straße zu Fuß oder mit dem Fahrrad sicher zu queren und den Straßenraum insgesamt attraktiver zu gestalten.

Land Burgenland und Stadt Eisenstadt verfolgen daher ein gemeinsames Ziel: Die Mattersburger Straße soll langfristig so weiterentwickelt werden, dass sie den Anforderungen aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gerecht wird – sicher, leistungsfähig und zukunftsfit. Bevor über bauliche Maßnahmen entschieden wird, soll nun jedoch im Rahmen des dreimonatigen Pilotprojekts genau untersucht werden, welche Lösungen sich im Alltag tatsächlich bewähren. „Die Mattersburger Straße ist eine zentrale Einfahrtsachse in die Landeshauptstadt und verbindet Eisenstadt mit dem Umland. Täglich pendeln tausende Menschen zur Arbeit, zur Schule oder zu Behörden in die Stadt. Unser Ziel ist es, diese wichtige Verkehrsverbindung leistungsfähig zu halten und gleichzeitig die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, insbesondere für FußgängerInnen und RadfahrerInnen “, betont Verkehrslandesrat Heinrich Dorner.

Bürgermeister Thomas Steiner unterstreicht: „Für die Stadt Eisenstadt steht die Lebensqualität der Menschen im Mittelpunkt. Die Mattersburger Straße ist nicht nur eine wichtige Verkehrsachse, sondern auch ein Straßenraum, den viele Bürgerinnen und Bürger täglich zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem Fahrrad queren müssen. Insbesondere für Kinder, ältere Menschen und alle, die ohne Auto unterwegs sind, wollen wir sichere Querungsmöglichkeiten schaffen. Uns ist wichtig, dass wir gemeinsam mit dem Land eine Lösung entwickeln, die für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer funktioniert. Genau deshalb nehmen wir uns die Zeit zum Testen und Messen, bevor endgültige Entscheidungen getroffen werden.“

Welche Maßnahmen werden konkret getestet?

Im Rahmen des Pilotbetriebs wird der Verkehr auf der Mattersburger Straße in jeder Fahrtrichtung auf jeweils einen Fahrstreifen reduziert. Der zweite Fahrstreifen wird mittels Leitbaken abgesichert. Zusätzlich entstehen an sechs Standorten provisorische, beleuchtete Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende. Hannes Thiesz, als Geschäftsführer der Bau und Betrieb Burgenland (BBB) für die Landesstraßen zuständig, erklärt: „Die Maßnahmen wurden nach aktuellen Grundsätzen der Verkehrsplanung entwickelt. Durch die Bündelung des Kfz-Verkehrs auf jeweils einen Fahrstreifen entsteht der notwendige Sicherheitsraum für temporäre Querungsstellen. Deren Lage orientiert sich an bestehenden Wegebeziehungen, Sichtweiten und den Anforderungen an eine sichere Verkehrsabwicklung. Ergänzend sorgen Leitbaken, Markierungen und eine gezielte Beleuchtung für eine klare Verkehrsführung.“ Ziel des Pilotversuchs ist es, unterschiedliche Möglichkeiten unter realen Bedingungen zu erproben und ihre Auswirkungen auf Sicherheit und Verkehrsablauf objektiv zu bewerten.

VerkehrsexpertInnen begleiten den Pilotversuch

Während der gesamten Testphase werden Verkehrsexpertinnen und Verkehrsexperten umfassende Erhebungen durchführen. Analysiert werden unter anderem das Verkehrsaufkommen und der Verkehrsfluss während der Haupt- und Nebenverkehrszeiten sowie mögliche Auswirkungen auf das umliegende Straßennetz. Ebenso werden Erfahrungen der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sowie Erkenntnisse zur Verkehrssicherheit durch das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) dokumentiert. „Mit dem Pilotbetrieb unter realen Bedingungen und dem Feedback der Bevölkerung vor Ort können wir beurteilen, wie sich Veränderungen tatsächlich auf das Zusammenspiel der Verkehrssituation auswirken. Simulationen liefern wichtige Hinweise, ersetzen aber keine Erfahrungen aus dem täglichen Betrieb der Eisenstädterinnen und Eisenstädter und aller, die jeden Tag pendeln müssen. Unser Ziel ist es, belastbare Daten zu gewinnen, um sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Leistungsfähigkeit der Straße im Sinne der Anforderungen für die Verkehrsteilnehmenden bewerten zu können“, erklärt KFV-Sicherheitsexpertin und Raumplanerin Sabine Kaulich.

Besonderes Augenmerk gilt dabei auch der Kreuzung Hotterweg. Dort wird untersucht, ob sich dort die Verkehrssituation – insbesondere für den motorisierten Individualverkehr – durch die geänderte Verkehrsführung verbessert.

Offener Prozess mit klarer Zielsetzung – Kommunikation als Schlüsselfaktor

Klar sei, dass mit dem Pilotversuch keine Vorentscheidung über eine dauerhafte Umgestaltung getroffen wird, betont der Verkehrslandesrat. „Der Pilotbetrieb ist kein fertiges Projekt, sondern ein Instrument, um Erkenntnisse zu gewinnen. Erst nach Abschluss der Pilotphase und einer umfassenden Auswertung aller Daten werden wir gemeinsam beurteilen, ob und welche Maßnahmen dauerhaft sinnvoll sind“, so Dorner. Damit sich alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer rechtzeitig auf den Pilotversuch einstellen können, werden alle verfügbaren Kommunikationskanäle – von Websites und Social Media über Medieninformationen bis hin zu Informationsschreiben und Beschilderungen vor Ort – genützt werden. Darüber hinaus werden gezielt große Arbeitgeber, Institutionen und Einrichtungen in Eisenstadt eingebunden, damit die Informationen möglichst viele Pendlerinnen und Pendler erreichen. Bürgermeister Thomas Steiner ergänzt: „Je besser die Menschen informiert sind, desto reibungsloser kann der Pilotbetrieb ablaufen. Transparente Kommunikation ist daher ein wesentlicher Bestandteil dieses Pilotversuchs.“ 
Land und Stadt bedanken sich bereits im Vorfeld bei allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis und ihre Rücksichtnahme während der Pilotphase. Die gesammelten Erfahrungen werden einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die bestmögliche Lösung für die Zukunft der Mattersburger Straße zu entwickeln. Das KFV evaluiert den Prozess laufend und sammelt das Feedback der Bevölkerung. Als erster Schritt können unter feedbackB50@kfv.at Anliegen und Wünsche eingebracht werden, die in die endgültige Entscheidung über die Gestaltung der B50 einfließen werden.

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Bildtext Pilotprojekt Mattersburger Straße 1: Präsentierten Details zum Pilotversuch zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der Mattersburger Straße: (v.l.) Hannes Thiesz, Geschäftsführer Bau und Betrieb Burgenland (BBB), Sabine Kaulich, Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV), Landesrat Heinrich Dorner, LAbg. Bürgermeister Thomas Steiner.

Bildtext Pilotprojekt Mattersburger Straße 2: Landesrat Heinrich Dorner bei der Pressekonferenz.

Bildtext Pilotprojekt Mattersburger Straße 3 und 4: Pressekonferenz anlässlich der Präsentation des Pilotprojekts Mattersburger Straße.

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

Eisenstadt, 23. Juli 2026

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